Handball-Oberliga HH/SH Männer : 26:23 – SG Wift erledigt ihre Hausaufgaben

Undankbare Aufgabe für Yannik Stock – gleich drei Herzhorner kümmern sich hier um den Witft-Akteur: Stephan Hinrichs, Christian Fahl und Lutz Wamser (v. li.).
Undankbare Aufgabe für Yannik Stock – gleich drei Herzhorner kümmern sich hier um den Witft-Akteur: Stephan Hinrichs, Christian Fahl und Lutz Wamser (v. li.).

Die Neumünsteraner bezwingen den Tabellenletzten Herzhorn. Ein THW-Gastspiel ist in Planung.

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01. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Durch einen 26:23 (13:9)-Heimsieg gegen den Tabellenletzten MTV Herzhorn erfüllten die Männer der SG Wittorf/FTN ihren Teil im Titelrennen der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Die Partie bot einen ersten Vorgeschmack auf das Final Four im Landespokal, in dem sich beide Teams in knapp zwei Wochen erneut gegenüberstehen.

Mit einem Start nach Maß legten die favorisierten Hausherren gleich vor (5:1/8.). Der MTV Herzhorn schaltete zu langsam um und verhielt sich im Angriff zu zaghaft. Ohne Druck konnten die Gäste keine Lücken in die bewegliche und hellwache Abwehrreihe der SG Wift reißen. Den individuellen Alleingängen stand im Tor der Blau-Weißen immer wieder Erik Quednau im Weg. Er hatte nach zehn gespielten Minuten bereits fünf Paraden vorzuweisen. Bis kurz vor dem Pausenpfiff dominierten die „Bären“ die Partie und kamen ohne großen Aufwand zu ihren Treffern (10:5/20.). Dann intensivierten auch die Gäste ihre Deckungsarbeit, ferner mussten die Schwalestädter ihren Vorsprung ab der 25. Minute in Unterzahl verteidigen. Durch lang vorgetragene Angriffe machten die Steinburger die konzentrierte Wittorfer Defensive mürbe und erzielten zwei Treffer (11:8/26.). Den gut gemeinten MTV-Pass, mit dem ein weiteres Tor eingeleitet werden sollte, fing Lars Bente von der SG Wift ab und netzte auf der anderen Seite zur Vier-Tore-Führung ein – mit einer solchen gingen die Neumünsteraner auch in die Kabine (13:9).

Yannik Stock schraubte zu Beginn des zweiten Durchgangs den Herzhorner Rückstand mit drei Treffern in die Höhe (16:10/34.). Eine gute Viertelstunde lang behaupteten die Gastgeber diese sechs Tore (19:13/42.). In der anschließenden Unterzahl verzweifelten die Herzhorner an der engagierten blau-weißen Defensivarbeit und dem Aluminium. Aber auch die Hausherren bekamen den Ball nicht über die Linie. „Wir wurden einfach nicht für unsere gute Abwehrarbeit belohnt“, seufzte Wift-Coach Peter Bente. Nach vier Minuten beendete die SG Wift die torlose Phase und machte die höchste Führung der Begegnung klar (22:14/48.). Daraufhin ließ die Wittorfer Mannschaft die Zügel etwas lockerer, war nicht mehr konsequent im Rückzugsverhalten und schenkte mit Anbruch der letzten zehn Minuten vier Großchancen ab. Die Gäste rochen Lunte, mobilisierten die letzten Reserven und wurden hinten immer offensiver. Das provozierte bei den Einheimischen Risikopässe und technische Fehler (23:19/55.). Aber Peter Bente erstickte die Aufholjagd mit einem Team-Time-Out, und sein Team sicherte sich schließlich die zwei Pflichtpunkte.

Info am Rande: Die SG Wift darf sich offensichtlich auf ein Freundschaftsspiel gegen den Rekordmeister THW Kiel freuen. Als Austragungstermin ist Donnerstag, 5. Februar, im Gespräch.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Quednau, Titze - Binnewies (1), Sellmer (1), L. Bente (4), Stock (9), Plöhn (4), Kobs (4/2 davon Siebenmeter), P. Schroedter (1), Rostock (1), B. Schroedter (1).

Schiedsrichter: Mikes/Padditz (Lübeck). – Zuschauer: 230. – Nächster Gegner: DHK Flensborg (A/Sonnabend, 17 Uhr).

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