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Handball-Oberliga HH/SH : 25:30 – Aufsteiger sorgt für überraschende Wift-Pleite

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der AMTV Hamburg setzt sich vor 368 Zuschauern in der KSV-Halle durch.

368 Zuschauer mussten am Sonnabend in der KSV-Halle mit ansehen, wie den einheimischen „Bären“ vom AMTV Hamburg das Fell über die Ohren gezogen wurde. Die SG Wittorf/FTN unterlag dem Neuling in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein doch deutlich mit 25:30 (13:15) und kassierten damit die ersten Minuspunkte der Saison (jetzt 4:2 Zähler).

„Es war ein gebrauchter Tag“, sagte Wift-Coach Peter Bente nach der Partie kopfschüttelnd. Für ihn war der beruflich bedingte kurzfristige Ausfall von Spielmacher und Trainerpartner Yannik Stock keine Erklärung für den Misserfolg, sondern der kollektive Totalausfall. „Wir haben genug Spieler, die seine Rolle einnehmen können. Aber diesmal gelang es niemandem, dort anzuknüpfen“, fuhr Peter Bente fort.

Gleich zu Beginn produzierten die Hausherren ungewöhnlich viele Ballverluste auf dem Weg nach vorn. Diese wiederum verwandelten die Rahlstedter, an der Seitenlinie vom ehemaligen jugoslawischen Nationaltorhüter Goran Stojanovicćgecoacht, durch ihr schnelles Umschaltspiel in Zählbares und gingen zur Überraschung aller frühzeitig in Vorlage (0:2/3.). Auch wenn die Schwalestädter dem Positionsangriff der Gäste mit ihrer soliden 6:0-Deckung Paroli bieten konnten, reichte das insgesamt für nicht mehr als den Anschluss (4:5/11.). Denn die Orange-Weißen aus der Hansestadt machten mit schnellen Beinen und einem sechsten Sinn fast jedes Wittorfer Anspiel zu einem Risikopass oder einem Ballverlust. Allein im ersten Durchgang traf der AMTV neun Mal per Gegenstoß und enteilte auf vier Tore (8:12/24.).

Nichtsdestotrotz blieben die Neumünsteraner weiterhin im Spiel und vermittelten bis zur 37. Minute beim Stand von 16:19 den Eindruck, die Begegnung an sich reißen zu können. Von da an führte fast jede ausgelassene Möglichkeit, ob der Ball im Block hängen blieb oder frei vor dem Tor am AMTV-Schlussmann Steffen Bahr abprallte, unmittelbar zu einem Gegentreffer. Die Hamburger spielten sich – getrieben von der Entschlossenheit und den eigenen Emotionen – regelrecht in einen Rausch, in dem ihnen alles zu gelingen schien. Innerhalb von zehn Minuten erhöhte sich der Wift-Rückstand von drei auf acht Treffer (19:27/47.), ehe der Neuling in doppelter Überzahl sogar auf zwischenzeitlich neun Tore davonzog (20:29/55.). „Unsere Chancenverwertung war das ganze Spiel über unterirdisch“, kommentierte Peter Bente die insgesamt 23 Fehlwürfe seiner Truppe. Symbolträchtig dafür war der erste Treffer der eigentlichen Wurfmaschine Tommy Fängler nach 50 Minuten. Am Ende reichten auch fünf Minuten, in denen die Hausherren ihr Können demonstrierten, nicht für einen versöhnlichen Ausgang. Bemerkenswert: Aufseiten der Gäste trafen allein drei Neuzugänge insgesamt 25 Mal: Thiago Santos (13), Leonhard Joehnk und Alexej Kieselev (je 6).

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Titze, Quednau, Hoffmann - Haß, L. Bente (5/davon 2 Siebenmeter), Plöhn (1), Kobs (5/1), Fängler (1), Kreft (6), Schmidtke, Binnewies, Lehmann (7).

Schiedsrichter: Mikes/Padditz (Lübeck). – Zuschauer: 368. – Nächster Gegner: SG Hamburg-Nord (A/Sonnabend, 18 Uhr).

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