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Fussball-Regionalliga Nord : 2:0 – Ein wertvoller Sieg für den VfR

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Abdel Abou-Khalil und Ermir Zekjiri treffen zum Auswärtserfolg der Neumünsteraner beim neuen Schlusslicht Lüneburger SK Hansa.

Der VfR Neumünster hat sich wieder ein wenig von der Abstiegszone der Fußball-Regionalliga entfernt. Mit einem 2:0 (1:0) beim Aufsteiger Lüneburger SK Hansa gewann Rasensport vor 850 Zuschauern in Bardowick das erste „Sechs-Punkte-Spiel“ der Saison und vergrößerte damit den Abstand zu den Abstiegsrängen auf vier Zähler. Die Hausherren rutschten derweil auf den letzten Platz ab.

VfR-Coach Uwe Erkenbrecher ließ sich von den jüngsten Eindrücken aus den Übungseinheiten leiten und brachte nach guten Trainingsleistungen Gentian Durak für Nils Winter und Idris Alioua für Ermir Zekjiri. Die Partie hätte für sein Team kaum besser beginnen können. Denn der völlig freistehende Abdel Abou-Khalil köpfte eine Linksflanke von Patrick Nagel bereits nach knapp fünf Minuten in die Lüneburger Maschen. Kurz darauf hätte Emanuel Bento beinahe auf 2:0 erhöht, doch LSK-Schlussmann Maximilian Wulf parierte glänzend (9.). Grundsätzlich tat das frühe Tor dem Spiel sehr gut, war das Geschehen doch kurzweilig. Während die ersten Distanzversuche Lüneburgs durch Muhamed Alawie (10.) und Tezcan Karabulut (11.) eine sichere Beute für VfR-Keeper Ole Springer waren, wurde es anschließend knifflig. Schließlich kam Alawie im VfR-Strafraum zu Fall, nachdem er das Spielgerät bereits an Springer vorbei gelegt hatte. Referee Stefan Zielsdorf (Haselünne) entschied aber auf Weiterspielen, was vermutlich die richtige Entscheidung war (13.). Dennoch hatte Neumünster in dieser Szene Glück. Die Gastgeber ließen nicht nach und kamen durch einen abgefälschten Schuss des Ex-VfR-Akteurs Ali Moslehe (18./pariert) sowie einen Alawie-Kopfball (22./knapp vorbei) auch zu guten Ausgleichsmöglichkeiten. Zuvor hatte Abou-Khalil auf der anderen Seite nochmals aus etwa 16 Metern Wulf geprüft (14.). Die Drangphase der Niedersachsen, in der das 1:1 durchaus in der Luft lag, endete nach einer halben Stunde wieder. Die „Veilchen“ schienen sich nämlich nun wieder besser auf den Gegner eingestellt zu haben und kreierten nun ihrerseits wieder Möglichkeiten. Doch weder Abou-Khalil, der vom stark aufspielenden Kevin Ingreso in Szene gesetzt wurde, aber den Ball nicht richtig traf (31.), noch Ingreso selbst (33./übers Tor) waren erfolgreich. Ein flacher Durak-Freistoß strich zudem knapp am LSK-Gehäuse vorbei (38.).

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild zunächst wieder. Der VfR wurde passiver, tat nicht mehr viel für das Offensivspiel und stand in der Defensive auch nicht unbedingt sicher. So brannte es bei einem Gewühl im Rasensport-Strafraum lichterloh, doch der abschließende Schuss von Oliver Ioannou war zu unplatziert (54.). Sechs Zeigerumdrehungen später tauchte Alawie nach einem Zuspiel des kurz zuvor eingewechselten Marco Schuhmann frei vor Springer auf, der aber klug den Winkel verkürzte und die Situation bereinigte. Es war abermals Alawie, der in der 64. Minute nach einer Flanke des Ex-Haddebyers Lukas Hertting artistisch, aber erfolglos per Hacke in der Luft versuchte. Erst danach wurden auch die Lila-Weißen, bei denen es stets gut aussah, wenn fußballerische Mittel angewandt wurden, wieder einmal gefährlich. Doch nach einem Schlenzer von Abou-Khalil zeigte Wulf eine super Parade (65.). Dagegen war der Hansa-Torhüter eine Viertelstunde vor Schluss machtlos, als sich Ermir Zekjiri einen Abpraller nach einem Versuch von Nils Winter auf den rechten Fuß legte und platziert unten rechts zum entscheidenden 0:2 einnetzte. Denn in der Schlussphase brachte Lüneburg mit Ausnahme eines Versuchs von Hertting (73./drüber) nichts Gefährliches mehr zu Stande.


Lüneburger SK Hansa – VfR 0:2 (0:1)


Lüneburger SK Hansa: Wulf - Below (58. Schuhmann), Grahle, Wolk, Saglam - Ioannou, Posipal - Hübner (46. Hertting), Karabulut (79. Maaß), Moslehe - Alawie.

VfR Neumünster: Springer - Durak (85. Pino Tellez), Olthoff, Bönigk, Nagel - Laabus, Tenno, Ingreso, Alioua (46. Zekjiri) - Abou-Khalil, Bento (62. Bento).

Beste Spieler: Wulf, Posipal - Springer, Ingreso. – SR: Zielsdorf (Haselünne). – Zuschauer: 850. – Tore: 0:1 Abou-Khalil (5.), 0:2 Zekjiri (76.). – Gelbe Karten: Hübner (35., Foulspiel/1.), Below (39., Foulspiel/1.), Saglam (40., Handspiel/2.) - Bönigk (16., Foulspiel/2.), Tenno (42., Foulspiel/2.), Ingreso (72., Foulspiel/2.). – Spielwertung: befriedigend. – Nächster VfR-Gegner: Werder Bremen II (H/Sonntag, 14 Uhr).

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erstellt am 25.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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