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Handball-Landesligen Mitte : 16:31 – Nortorf spielt wie ein Absteiger

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der klare Derbysieg der SG Wift kommt nicht von ungefähr. Die SGBB-Frauen bleiben dran. Neumünsters Männerteams gehen auswärts leer aus.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 09:00 Uhr

Die Frauen der SG Bordesholm/Brügge avancieren zum Aushängeschild des Kreishandballverbandes (KHV) Neumünster in den Landesligen. Nach dem 28:24 gegen den TSV Owschlag II bleibt der Tabellendritte dem Spitzenreiter Fockbek/Nübbel bei zwei Punkten Rückstand auf den Fersen. Die SG Wift drehte indes ihr Konto durch einen klaren 31:16-Derbysieg bei der weiter punktlosen HSG 91 Nortorf wieder in den positiven Bereich (8:6). Bei den gleichklassigen Männern rangieren sowohl die SGBB II als auch die SG Wift II nach erneuten Niederlagen im mehr oder weniger gesicherten Tabellenmittelfeld.

Landesliga Frauen

SG Bordesholm/Brügge – TSV Owschlag II 28:24 (13:9). Die SGBB startete dank einer stabilen 6:0-Abwehr und Rückendeckung zwischen den Pfosten mit einem 4:0-Lauf ins Spiel. Bedingt durch technische Fehler und hektische Aktionen, kam Owschlag II durch Gegenstöße und die zweite Welle immer wieder zu leichten Toren (6:4/12.). Davon ließen sich die Gastgeberinnen aber nicht beeindrucken, sie hielten ihren Vorsprung. Doch zu Beginn der zweiten 30 Minuten machten sich wiederholt überhastete Aktionen im Angriff und Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel aufseiten der Einheimischen breit (16:14/40.). Die Gäste bekamen Aufwind, die Begegnung blieb lange eng (25:23/55.).

SG Bordesholm/Brügge (Tore in Klammern): Kern, Saamen - Schwardt (2), Klinke (2), Haß (4), Reinert (3), Petersen (2), Miskic (1), Elwardt (5), Wurr, Lütt, Bülck (5/2 davon Siebenmeter), Bruhn (4).

Nächster Gegner: SG Wittorf/FTN (A/Sonnabend, 17 Uhr).

HSG 91 Nortorf – SG Wittorf/FTN 16:31 (4:13). Die Gäste waren spielerisch und konditionell deutlich überlegen. HSG 91-Trainer Jochen Uhlemann fand klare Worte: „Es war sehr enttäuschend, wir haben gespielt wie ein Absteiger.“ Bis zur Mitte der ersten Hälfte war davon aber noch nichts zu sehen (3:3/15.). „Dann brach unser Spiel zusammen, bedauerlicher Weise haben wir in den drei Wochen Pause nichts dazugelernt“, ärgerte sich Jochen Uhlemann. Beim 8:22 (40.) war frühzeitig alles klar. Wift ließ nach dem Wechsel bei zermürbenden Nortorfer Angriffe zwar mehr zu als im ersten Durchgang, agierte dafür aber konsequenter im Angriff. Gästecoach Thorsten Möller hob aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung Wiebke Mundt mit einer 100-prozentigen Wurfausbeute sowie die erst 18-jährige Vanessa Meyer hervor.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt (4/1), Wittmaack, Albrecht (2), K. Fock (1), Delfs, Wettzel (2), Voß, Stoffers (1), Hildebrandt (5/2), Wollny (1), Uhlemann.

SG Wift: Voigt, Grabowski - Voßbeck (3), Redmer (2), Hein (2/2), Meyer (5), Mundt (4), Goniwiecha (3), Schulz-Hildebrandt (3), N. Langowski (5/3), Haberland, J. Langowski (4), Rostock.

Nächster Nortorf-Gegner: Eider Harde II (A/Sonnabend, 17.15 Uhr). – Nächster Wift-Gegner: SG Bordesholm/Brügge (H/Sonnabend, 17 Uhr).

Landesliga Männer

Wellingdorfer TV – SG Bordesholm/Brügge II 32:30 (15:12). Die Quittung für einen verschlafenen Start war der frühe Fünf-Tore-Rückstand aus Bordesholmer Sicht (3:8/15.). Durch Ballgewinne aus der besser arbeitenden Deckung und ein strukturierteres Angriffsspiel kämpften sich die Gäste bis zum Wechsel heran. Die von Trainer Thorsten Meier in die Spur gebrachten Bordesholmer starteten hochkonzentriert in die zweite Hälfte und gingen, auch dank einem starken Tom Schrammböhmer in der Kiste, zum ersten Mal in Führung (17:16 aus Gästesicht/40.). Wellingdorf blieb allerdings durch leichte Tore von den Halbpositionen dran. Die Bordesholmer schafften es nach einem erneuten Führungstreffer, dem 21:20 aus ihrer Sicht (50.), wieder nicht, einen Vorsprung zu behaupten. Prompt kippte das Spiel. Die Gäste hätten kurz vor dem Ende zumindest noch ausgleichen können, doch diese Gelegenheit blieb ungenutzt. SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann sagte: „Wellingdorf war nicht stärker. Wir waren nur nicht abgeklärt genug, um zwei Mal eine Führung auszubauen.“

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Schrammböhmer - Stange (3), Zittlau (16/7), Riefel (1), Freese (4), Reese, Molzow (1), Roßmann, Glumm, Meier (2), Schaumann (3), Osbahr, Brunkhorst.

Nächster Gegner: HSG Mönkeberg/Schönkirchen (H/Sonntag, 17 Uhr).

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – SG Wittorf/FTN II 37:25 (17:11). Wifts Trainer Martin Glaubitz war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden: „Wir haben schlecht gespielt und zu Recht so hoch verloren.“ Nach einem Beginn auf Augenhöhe (2:2/4.) gerieten die Gäste beim neuen Tabellenführer kontinuierlich in Rückstand (6:3/10.). Trotz eines Lichtblicks Mitte der ersten Halbzeit (9:8/16.) waren es zur Pause bereits sechs Tore Unterschied (17:11). Im zweiten Abschnitt zeigte Wift II phasenweise, was es kann, und verkürzte den Abstand (18:14/35.). Doch konnten die Gäste in der Folge den berühmten Schalter nicht vollends umlegen (22:14/39.). Bei den Blau-Weißen schlich sich zusätzlich noch der Fehlerteufel ein, sie gerieten bis zum Schluss weiter ins Hintertreffen. In Normalform war bei der „Bären“-Reserve lediglich das Torhüter-Duo Lars Hübner/Pascal Feldmann. Der 17-jährige Marius Korten freute sich derweil über seinen ersten Saisontreffer. „Ansätze unseres Potenzials waren zu sehen, aber insgesamt war das viel zu wenig“, urteilte Martin Glaubitz und hofft in Zukunft auf frischen Wind durch den genesenen Tobias Schmidt sowie den mittlerweile spielberechtigten Jasper Glaubitz.


SG Wittorf/FTN II: Hübner, Feldmann - Lehmann (7), Hoops, Wilken (1), Woop (1), Schilling, Steffen (3), Koop (2), Schmidtke (3), Aust (3), Pohl (4), Korten (1), Schulz-Hildebrandt.

Nächster Gegner: Kieler MTV (H/Sonnabend, 19 Uhr).

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