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Fussball-SH-Liga : 1:8 – PSV leistet sich die nächste Peinlichkeit

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Fußball-SH-Ligist ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Der TSV Schilksee kann sein Glück kaum fassen.

Das ist ein heftiger Schlag ins Kontor: Fußball-SH-Ligist Polizei-SV Union hat das Spiel gegen den TSV Schilksee mit sage und schreibe 1:8 (1:5) verloren. Es war der – zumindest vorläufige – Tiefpunkt der erschreckenden Talfahrt des Vorjahresdritten, der noch am vierten Spieltag an der Tabellenspitze stand, aber in den darauf folgenden elf Partien nur zwei Siege feierte (sechs Niederlagen) und nun auf Rang 10 abrutschte.

Nachdem es in den beiden jüngsten Partien gegen Holstein Kiel II (1:1) und Eutin 08 (0:1) jeweils mit einer sehr defensiven Taktik nicht zu einem „Dreier“ gegen Topteams gereicht hatte, ließ PSV-Trainer Patrick Nöhren offensiver spielen und stellte von einem 4-1-4-1 auf ein 4-4-2 um. Doch dieses Vorhaben ging gehörig in die Hose, wie der Coach nach Spielende selbst zugab. Doch so wirklich zu erklären sind die Ereignisse, die sich zutrugen, nicht. Besser hätte es für den PSV nämlich gar nicht losgehen können. Nach handgestoppten 50 Sekunden fing Patrick Fürst einen Pass von Schilksees Alessandro Caruso ab und schob alleine vor Gästekeeper Patrick Dahmen zum 1:0 ein. Doch diese Führung sollte nicht lange Bestand haben. Denn nicht einmal 180 Sekunden später nahm Schilksees Benjamin Petrick aus rund 30 Metern Maß und brachte das Spielgerät zum 1:1 im Giebel des PSV-Gehäuses unter. Unglaublich, aber wahr: Während sein Teamkollege Timo Nath mit einem abgefälschten Distanzschuss am gut parierenden PSV-Schlussmann Jan Seelow scheiterte (9.), packte Petrick wenige Minuten später aus nahezu gleicher Entfernung erneut einen Sonntagsschuss aus und traf zum 1:2 (11.). Spätestens jetzt lief bei den geschockten „Ordnungshütern“ überhaupt nichts mehr. Sie waren absolut verunsichert, leisteten sich Fehlpässe und Missverständnisse en masse und kamen mit dem hohen Tempo der Gäste überhaupt nicht zurecht. Ein Doppelschlag sorgte dann für die frühzeitige Entscheidung. Zunächst klatschte Seelow den Ball nach einer Flanke nur nach vorne ab, sodass Christian Sankowski aus elf Metern problemlos einnetzen konnte (22.). Und gleiches passierte Seelow nicht einmal eine Minute später bei einem strammen Flachschuss von Timo Nath. Nutznießer war dieses Mal Erdogan Cumur, der zum 1:4 abstaubte. Während Marco Rook das 5:1 aus Gästesicht bei einem Distanzhammer an die Unterkante der Latte verwehrt blieb (32.), besorgte dieses Nath mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter, nachdem PSV-Verteidiger Marcel Pinkert Petrick gelegt hatte (40.). Dies war auch der Pausenstand, der für Neumünsters Obmann Volker Bernaschek „hochverdient“ war. Nach dem Wechsel setzte Schilksee sein Spiel eine Viertelstunde lang fort und erhöhte durch Cumur (49.), Sankowski (54.) sowie Nath (64.) auf 8:1. Erst dann war die Elf von Trainer Thorsten Gutzeit gnädig und schaltete einige Gänge herunter. So durfte der PSV dann auch mal ein bisschen mitspielen, verzeichnete durch Marinko Ruzic (79.), Yahya Sucu (85.) und André Bock (88.) auch noch Chancen. Zudem erzielte Marc Barck ein Abseitstor (86.).

PSV-Trainer Nöhren war absolut bedient: „Ich bin tief enttäuscht. Von uns war keine Mannschaft auf dem Platz. Schilksee hat 90 Prozent der Zweikämpfe gewonnen und ist doppelt so viel gelaufen wie wir. So kann man nicht auftreten. Es hat sich keiner gewehrt.“ Schilksees Übungsleiter Thorsten Gutzeit konnte sein Glück hingegen kaum fassen: „Dass Neumünster so massiv einbricht, damit hatte ich absolut nicht gerechnet.“

PSV – TSV Schilksee 1:8 (1:5)

Polizei-SV Union: Seelow - Ulrich (46. Möller), Pinkert, Schulz, Bock - Khemiri, Sucu, Ruzic, Pfützenreuter (46. Maliszewski) - Barck, Fürst (46. Tinney).

TSV Schilksee: Dahmen - Wick, Rook, Caruso, Iwers - Nath (68. Lawson-Body),Vicariesmann (46. Ogodogbo), Warncke, Petrick – Sankowski (58. T. Hansen), Cumur.

Beste Spieler: Fehlanzeige - Rook, Nath, Sankowski, Cumur. – SR: J. Göttsch (Lütjenburg). – Zuschauer: 105 zahlende. – Tore: 1:0 Fürst (1.), 1:1 Petrick (4.), 1:2 Petrick (11.), 1:3 Sankowski (22.), 1:4 Cumur (24.), 1:5 Nath (40., Foulelfmeter), 1:6 Cumur (49.), 1:7 Sankowski (54.), 1:8 Nath (64.). – Nächster PSV-Gegner: Preetzer TSV (A/Sonnabend, 14 Uhr).

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erstellt am 27.Okt.2014 | 08:00 Uhr

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