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Fussball-Regionalliga Nord : 1:1 – Mangelnde Cleverness beim VfR

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ersatzgeschwächt angetretene Rasensportler lassen diverse gute Chancen ungenutzt. Angreifer Harrer spricht von Leichtsinn

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 19:00 Uhr

Hatte sich der Fußball-Regionalligist VfR Neumünster bereits eine Woche zuvor über einen späten Ausgleichstreffer beim 1:1 in Havelse geärgert, durfte er das erst recht nach dem gestrigen 1:1 gegen Rehden tun. Denn in Garbsen war es „erst“ die 84. Minute, in der Rasensport zwei Punkte verlor, gestern die 90. Minute. „Das ist natürlich schon enttäuschend“, erklärte VfR-Trainer Ervin Lamce, der nicht nur dem vergebenen Strafstoß von Hannes Schäfke nachtrauerte („Geht der rein, ist das Ding zu unseren Gunsten durch.“), sondern auch die fehlende Cleverness bei den vielen Kontern bemängelte: „Dort haben wir es an Präzision vermissen lassen.“ Der 41-Jährige trug das Remis letztlich mit Fassung („Ein Punkt ist besser als keiner.“) und lobte seine ersatzgeschwächte Truppe: „Die Jungs haben ihre Sache sehr gut gemacht.“

In Spielerkreisen war der Tenor gleich lautend. „Wir haben unsere Gelegenheiten zum Teil leichtsinnig vergeben“, meinte Rasensport-Angreifer Michél Harrer, während der Torschütze Christopher Kramer die Nebenleute lobte: „Alle haben super gespielt.“ Dass der etatmäßige Schütze Schäfke den von ihm herausgeholten Foulelfmeter regelrecht verballerte, war für Kramer kein Grund, wütend zu sein: „Denn Hannes hat doch zuletzt alle seine Strafstöße reingehauen. Ich mache ihm keinen Vorwurf.“ Verteidiger Yannik Jakubowski schüttelte derweil den Kopf und bezeichnete den Ausgleichstreffer als „Eiertor“. Ferner stellte er fest, dass „wir nicht clever genug waren, um das 1:0 über die Runden zu bringen“. Unterm Strich sah aber auch Jakubowski das Positive: „Wenigstens haben wir einen Punkt geholt und sind seit jetzt fünf Spielen ungeschlagen.“

Rehdens junger Interimstrainer Björn Wnuck, der versucht hatte, sein Team mit einer lautstarken Anweisung in der 33. Minute wachzurütteln („Reißt euch mal zusammen. Jeder zweite Ball wird zum Gegner gespielt.“), konnte sich trotz des Last-Minute-Ausgleichs nicht wirklich freuen. „Wir wollten sofort präsent sein, doch wieder einmal haben wir eine erste Halbzeit völlig verschlafen. Dort sind wir gar nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben viel zu viele Fehler gemacht. Dass es uns dann wenigstens fast immer gelingt, in der zweiten Hälfte den Schalter umzulegen, ist ein Husarenritt. Insgesamt haben wir zu wenig Leidenschaft und Begeisterung gezeigt. Ich habe nicht viel Positives gesehen“, bilanzierte der 29-Jährige. Sein Pendant Lamce nahm diesen Ball gerne auf: „Wenn ein gegnerischer Trainer so etwas sagt, dann werte ich das mal als indirektes Kompliment für uns.“

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