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Fussball-Regionalliga Nord : 1:0 – Leidenschaft pur verhilft VfR zur Sensation

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rasensport gewinnt auch das Rückspiel gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg II.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Das ist eine faustdicke Überraschung: Der abstiegsbedrohte Fußball-Regionalligist VfR Neumünster hat seine lange Negativserie mit fast fünf Monaten ohne Sieg ausgerechnet mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg II beendet. Nach elf sieglosen Partien gab es für die Schwalestädter wieder einen „Dreier“, womit die Rasensport-Akteure zudem ihrem Vereinsvorsitzenden Detlef Klusemann ein nachträgliches Geschenk zum 50. Geburtstag machten. Überdies setzte sich Lila-Weiß auch im Rückspiel gegen den Primus durch (in Wolfsburg hatten die „Veilchen“ gar mit 3:0 gewonnen).

VfR-Übungsleiter Uwe Erkenbrecher wirbelte seine Equipe ordentlich durch, indem er gegenüber dem Meppen-Spiel vier neue Gesichter brachte. So kam der genesene Stammtorwart Marcus Hesse für seinen Vertreter Marc Aaron Kassler. Des Weiteren wurden Daniel Michalowski, Marco Schultz und Ermir Zekjiri durch Felix Schlagelambers, Kevin Ingreso und Kevin Zschimmer ersetzt.

Die Neumünsteraner traten von Beginn an wie ausgewechselt – wenn es auf Grund der Negativserie nicht so abwegig wäre, beinahe schon selbstbewusst – auf. Bereits nach 75 Sekunden setzten die „Veilchen“ mit einem Konter über Christopher Kramer und Christian Rave sowie einem Kopfballaufsetzer von Kevin Zschimmer die erste Duftmarke. VfL-Schlussmann Patrick Drewes konnte jedoch parieren. Die Chancenverteilung in dieser interessanten Partie, die kaum Mittelfeldgeplänkel aufwies, blieb in der Anfangsphase klar verteilt – nämlich zu Gunsten des VfR. So fand der wie entfesselt aufspielende Schlagelambers zunächst seinen Meister in Drewes (6.), ehe er sich aus 30 Metern einfach mal ein Herz nahm und abzog (19./übers Tor). Vor dem zweiten Versuch des Mittelfeldakteurs wurde nicht nur ein gefährlicher Kramer-Kopfball von Wolfsburgs Tobias Henneböle zur Ecke abgefälscht (12.), es fiel auch das absolut verdiente 1:0. Kevin Ingreso schlug einen Freistoß aus halb linker Position diagonal auf Schlagelambers, der das Spielgerät mit einem strammen und flachen Volley in die Gefahrenzone beförderte. Im Duell mit Yannik Jakubowski blieb Wolfsburgs Bastian Schulz praktisch nichts anderes übrig, als den Ball zum 1:0 in die eigenen Maschen zu befördern (17.).

Eine weitere Schrecksekunde gab es für den gastierenden Spitzenreiter, als Willi Evseev nach einem Luftduell mit VfR-Verteidiger Bodo Bönigk kurzzeitig die eigene Zunge verschluckt hatte und ausgewechselt werden musste (9.). Der Druck der zurückliegenden Bundesligareserve wurde in der phasenweise nickligen Partie mit zunehmender Spieldauer immer größer. Obwohl sich Rasensport aufopferungsvoll dagegen wehrte, gab es auch zwei Hochkaräter für die Grün-Weißen durch Ferhat Yazgan (31./Pfosten) und Bastian Schulz, der mit einem flachen Freistoß danebenzielte (37.).

Im zweiten Durchgang wandelte die Partie zusehends auf des Messers Schneide. Der Druck von Ligaprimus Wolfsburg II wurde immer größer, doch der leidenschaftlich verteidigende VfR konnte vereiteln, dass es zu größeren Möglichkeiten kam. Allerdings schafften es die Lila-Weißen ihrerseits nun kaum mehr gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Trotz des Powerplays der „Jungwölfe“ blieb die einzige, wirklich nennenswerte Möglichkeit in der zweiten Hälfte ein herrlicher Distanzschuss von Gästeverteidiger Henneböle, welchen Hesse aber aus dem Winkel fischte (71.). Auch die fünf Minuten Nachspielzeit überstand der VfR unbeschadet, wodurch dieser nun auf die Trendwende hoffen darf.

VfR – VfL Wolfsburg II 1:0 (1:0)

VfR Neumünster: Hesse - Durak, Bönigk, K. Schulz, Jakubowski - Rave, Schlagelambers (63. Zekjiri) - Thomas, Ingreso (87. M. Schultz), Zschimmer (90./+1 Michalowski) - Kramer.

VfL Wolfsburg II: Drewes - Korczowski, Henneböle, Poggenberg, Kleihs (79. Strompen) - Erkic (57. Güleryüz), B. Schulz, Yazgan, Granatowski - Evseev (9. Boskovic), Scheidhauer.

Beste Spieler: Jakubowski, Bönigk, Schlagelambers - Yazgan. – SR: Dr. Hussein (Bad Harzburg). – Zuschauer: 444. – Tore: 1:0 B. Schulz (17., Eigentor). – Gelbe Karten: Schlagelambers (44., Foulspiel), K. Schulz (67., Foulspiel) - Scheidhauer (57., Foulspiel), B. Schulz (61., Foulspiel), Granatowski (67., Unsportlichkeit), Korczowski (90./+3, Foulspiel/). – Spielwertung: befriedigend. – Nächster VfR-Gegner: SV Eichede (A/Sonntag, 14 Uhr).

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