SHABV-Präsident Peter Johannsen (links) gratuliert Hartmut Rex zum Jubiläum des AC Einigkeit.
SHABV-Präsident Peter Johannsen (links) gratuliert Hartmut Rex zum Jubiläum des AC Einigkeit.

125 Jahre AC Einigkeit Elmshorn : Würdigung eines sehr engagierten Vereins

50 Gäste gratulieren dem ACE beim Jubiläumsempfang in der Sparkasse Elmshorn zum 125-jährigen Vereinsbestehen.

shz.de von
29. Oktober 2018, 10:55 Uhr

Elmshorn | Der Athletenclub Einigkeit Elmshorn ist ein Verein mit wechselvoller Entwicklung. Das wurde am Sonnabend beim offiziellen Jubiläumsempfang zum 125-jährigen Bestehen mehr als einmal deutlich.

„Es gibt keinen Verein, der eine so unterschiedliche Geschichte hat“, sagte der Elmshorner Bürgervorsteher Andreas Hahn (CDU). Weitere Gäste waren im Foyer der Sparkasse Elmshorn die Vorsitzenden Peter Johannsen (Schleswig-Holsteinischer Amateurbox-Verband) und Sönke-Peter Hansen (Kreissportverband Pinneberg).

Erst Ringen, jetzt Boxen

Hahn verknüpfte seine Aussage mit persönlicher Geschichte: „Mein Großvater war im AC Einigkeit Mitglied und Norddeutscher Meister im Ringen und Gewichtheben“, erzählte er gewohnt launig. Beide Sportarten gibt es heute im ACE nicht mehr. Das damals bedeutungslose Boxen und Fitness beherrschen das Angebot. Hahn verwies auf einen Beitrag der Stadt zum anhaltenden Boom: den Bau der Olympiahalle vor 40 Jahren, in welcher die Schwerathleten seither trainieren.

Ebenso große Bedeutung hat nach Hahns Worten die Integration ausländischer Mitbürger. „Es gibt nicht viele Vereine, die auch nur einigermaßen mit den Anstrengungen und der Arbeit mithalten können“, sagte Hahn an den seit 45 Jahren an der Spitze des Vereins stehenden Hartmut Rex.

1956 drohte der Ausschluss aus dem Landessport-Verband

Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des KSV Pinneberg, und Rex trugen die von Jens Gatzenmeier ausführlich und mit viel Aufwand zusammengestellte Chronik vor. 1956 wäre der Verein beinahe sogar aus dem Landessport-Verband Schleswig-Holstein ausgeschlossen worden. Der Club war eine Kopfsteuer in Höhe von 2,70 D-Mark schuldig geblieben.

„Was das für ein Verlust gewesen wäre, muss an dieser Stelle nicht besonders betont werden“, sagte der KSV-Vorsitzende Sönke-P. Hansen zum Ende seines Grußwortes – und dem widersprach niemand.

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