Nach dramatischem Tiebreak : VG Elmshorn unterliegt SV Warnemünde knapp

Die zur wertvollsten Spielerin gewählte Katja Saß (rechts) spielt den  Schmetterball durch den Warnemünder Block mit der Netzkante.

Die zur wertvollsten Spielerin gewählte Katja Saß (rechts) spielt den  Schmetterball durch den Warnemünder Block mit der Netzkante.

Der Volleyball-Regionalligist muss über die volle Distanz gehen. Gesprächsstoff gibt es reichlich.

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01. Oktober 2018, 12:15 Uhr

Elmshorn | Nach Außen wirkte Michael Behrmann für die Dramatik gestern Nachmittag vergleichsweise ruhig. Innen drin dürfte es gebrodelt haben, was der Trainer der Elmshorner Volleyball-Frauen auch nicht in Abrede stellen wollte.

Es war mehr als eine strittige, zu ungunsten der Volleyball-Gemeinschaft getroffene Entscheidung, die reif für eine ausführliche Diskussion mit dem Schiedsgericht gewesen wäre.

„Wir können mithalten”

Behrmann unterließ es. „Es nützt nichts, das HB-Männchen zu machen“, sagte er und beließ es bei folgender nüchternen, aber nicht weniger wichtigen Zusammenfassung des Fünf-Satz-Krimis gegen den SV Warnemünde: „Man hat insgesamt gesehen, dass wir hier mithalten können.“

Die VGE unterlag zwar dem letztjährigen Tabellenvierten der Regionalliga 2:3 (25:20, 18:25, 20:25, 25:21, 11:15), kassierte aber fürs Erreichen des Tiebreaks noch einen Punkt.

VGE holt wichtigen Punkt in der Sauna

Die Temperaturen in der Halle der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule erreichten nicht nur ob der geschlossenen – weil defekten – Oberlichter Sauna-Niveau. An die 100 Zuschauer sorgten am Koppeldamm für eine Stimmung, wie es sie zu Verbandsligazeiten nicht gegeben hat.

Der Aufsteiger mobilisierte den eigenen Anhang – und tat im ersten und vierten Satz viel dafür, dass dieser Run anhalten könnte.

Fehler werden sofort bestraft

Durchgang zwei dagegen offenbarte, dass dem Aufsteiger jeder Fehler Punkte kostete. Nach einer 7:1-Führung verloren die VGE-Frauen den Faden. Der erste Pass kam nicht genau, das Zuspiel entsprechend wenig präzise – dies ermöglichte dem in der Abwehr stets gut präsenten Gast, wieder heranzukommen.

„Das war schade, denn damit haben wir sie wieder aufgebaut“, sagte Behrmann zu dieser Phase. Auch drei Wechsel brachten die VGE nicht wieder in die Spur.

Katja Saß ausgezeichnet

Dies gelang mit Abstrichen erst im dritten, vor allem aber im vierten Durchgang. Die später zur wertvollsten Elmshorner Spielerin gekürte Katja Saß sicherte mit einem kraftvollen Schmetterball den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich und damit den einen Punkt für den Regionalliga-Neuling.

Im Tiebreak fehlte an der ein oder anderen Stelle das Glück. „Das ist ein bisschen wie Lotterie“, so Behrmann über den verkürzten Entscheidungssatz. Über die Niederlage selbst mochte er sich nicht allzu sehr grämen: „Am Ende des Tages wird man sehen, dass Warnemünde nicht der Gegner ist, gegen den man gewinnen muss.“

VG Elmshorn – SV Warnemünde 2:3

VGE 1.+2. Satz: Boyens (2. Satz 10:11 Sell), Schümann, Dernehl (2. Satz 10:12 Rieck), Brügge (2. Satz 17:20 Jensen), Saß, Deutschendorf – Libera: Delfs

VGE 3.-5. Satz: Sell (4./5. Satz Brügge), Deutschendorf, Jensen, Saß, Rieck (Dernehl), Maier (4./5. Satz Schümann) – Libera: Gutierrez Gonzalez

Sätze: 25:20, 18:25, 20:25, 25:21, 11:15

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