Einbruch nach Rückstand : VfR Horst patzt zum Saisonauftakt

Fußballerische Glanzlicher lieferte nur der Gast aus Nordfriesland ab: Beim Seitfallzieher von Marco Nagel (Mitte) können die Horster Tobias Petersen (links) und Marvin Hoyer nur staunen.
Fußballerische Glanzlicher lieferte nur der Gast aus Nordfriesland ab: Beim Seitfallzieher von Marco Nagel (Mitte) können die Horster Tobias Petersen (links) und Marvin Hoyer nur staunen.

Horster Landesiga-Fußballer unterliegen im ersten Saisonspiel dem Husumer SV. Konditionelle Mängel wurden deutlich.

shz.de von
06. August 2018, 13:00 Uhr

Horst | Wütend und enttäuscht – das war die Gemütslage der Horster Landesliga-Fußballler bei Abpfiff. Besonders ausgeprägt war diese bei René Lemke, mehrfach schmälich im Stich gelassener Torhüter des Steinburger Klubs.

Große Enttäuschung beim VfR

Er hockte nach dem 0:3 (0:0) gegen den Husumer SV an der Heisterender Chaussee minutenlang allein an der Torauslinie und war durch nichts und niemanden zu bewegen, sich dem obligatorischen Mannschaftskreis anzuschließen.

Erst als VfR-Trainer Florian Rammer seine Kurzansprache bereits beendet hatte, rückte er zögerlich heran. Co-Trainer Dragan Suta setzte sich zu ihm und spendete Trost.

Mit drei Gegentreffern noch gut bedient

Keine Frage: Der Stachel über diese deutliche – und letztlich auch vollkommen verdiente – Pleite saß tief, denn zum Ende hin war der VfR nur noch ein Spielball für die lauffreudigen Nordfriesen, die das Ergebnis von der Chancenverteilung her noch locker hätten höher gestalten können.

Unter anderem Lemke verhinderte dies mit guten Paraden. Als Marco Nagel aber in der 64. Minute aus 20 Metern einen Freistoß genau in den aus Lemkes Sicht rechten Torwinkel jagte, konnte sich der Schlussmann noch so strecken.

Zu erreichen war der Ball nicht. „Den hält in dieser Liga keiner“, nahm Florian Rammer seinen Mannschaftskapitän in Schutz.

Horstern geht die Puste aus

Auch die Gegentore zwei und drei durch den wenige Minuten zuvor eingewechselten Luca Sander fielen in die Kategorie „praktisch unhaltbar“, waren aber begünstig durch Fehler in der Hintermannschaft.

Dort war Simeon Duwensee und Tobias Petersen bedingt durch den unentwegten Dauerdruck der Gäste letztlich die Kraft ausgegangen. „Wir mussten viele Meter machen, die man sich hätte sparen können. Am Ende war die Luft raus“, analysierte Rammer, der ähnliches angesichts konditioneller und taktischer Rückstände befürchtet hatte.

Entlastung für die Defensive gab es es kaum. Bei Ballgewinnen wurde das Spielgerät allzu oft ebenso schnell mit unpräzisen langen Schlägen wieder hergeschenkt. Dass dies auf Dauer nicht gutgehen konnte, war den meisten der rund 110 zahlenden Zuschauern klar.

Hoffen auf zwei  Rückkehrer für Mittwoch

Viel Zeit zum Trauern bleibt dem VfR nicht. Bereits am Mittwoch steht auswärts das Derby beim MTSV Hohenwestedt (unterlag IF Stjernen Flensborg 2:3) an. Mit Glück kehren dann Ronny Müller und René Thies in den dünnen Kader der Schwarz-Weißen zurück. „Wenn wir da nicht in die Zweikämpfe kommen, wird es schwer“, warnte Rammer.

VfR Horst – Husumer SV 0:3 (0:0)

Horst: Lemke – Suta (65. Bubat), Duwensee, Petersen – Clasen (65. Bassitta), Behrendt – Eymers, Niendorf (52. Konetzny), Gorny – Hoyer

Tore: 0:1 Nagel (64.), 0:2, 0:3 Sander (73., 77.)

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