Mit allem, was geht, wirft sich Simeon Duwensee (links) vor dem Gäste-Torschützen Rasmus Pagel in den Ball, um zu klären.
Mit allem, was geht, wirft sich Simeon Duwensee (links) vor dem Gäste-Torschützen Rasmus Pagel in den Ball, um zu klären.

Reaktion ohne Erfolg : VfR Horst kassiert trotz Steigerung die nächste Pleite

Fußball-Landesligist verliert zum fünften Mal in Folge. Beim 1:2 gegen Friedrichsberg stimmte aber immerhin die Leistung.

bunk_michael_20171127_75R_3304_klein.jpg von
29. Oktober 2018, 10:30 Uhr

Horst | Selbst bekanntermaßen kritische Anhänger des VfR Horst waren begeistert. „Das hat lange nicht so viel Spaß gemacht“, urteilten die Kiebitze über den Auftritt der Landesliga-Fußballer am Samstagnachmittag gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf. Das Aber folgte leider auf dem Fuße: „Sie haben sich nicht belohnt.“

Pleitenserie hält an

Das Ende von 90 ereignisreichen Minuten war so ernüchternd wie die meisten Auftritte in dieser Saison: Die ganz in Schwarz gewandeten Schützlinge von VfR-Trainer Florian Rammer schlichen als Verlierer vom Feld. Sie unterlagen 1:2 (1:1). Es war die fünfte Pleite des Tabellenvorletzten der Schleswig-Staffel in Folge.

„Ein falscher Schritt“, stöhnte Rammer auf den K.o.-Schlag in der 69. Minute angesprochen. Florian Sommer machte diesen in Richtung Ball, verpasste das Spielgerät aber und für Thies Brodersen war der Weg frei, um unbedrängt Torhüter René Lemke mit einem Flachschuss ins lange Eck zum Siegtreffer der Gäste zu überwinden. Die hatten schon bei ihrer ersten Führung Glück gehabt, als Rasmus Pagel eine Flanke mit dem Scheitel unhaltbar ins lange Ecke abfälschte.

„Ein Bombenspiel”

Davor und auch danach investierte der VfR viel. „Es war ein Bombenspiel. Das war genau die Reaktion, die wir gefordert haben“, lobte der Trainer. Rammer brachte nacheinander Maximilian Konetzny und Dennis Muja als zweiten und dritten Stürmer neben Bastian Clasen, der auf gute Vorarbeit von Jan Behrendt nach 30 Minuten den Horster Ausgleich erzielt hatte.

Auch Nils Niendorf orientierte sich für die letzten Minuten als Brecher nach ganz vorne. Zu erzwingen war das zweite Steinburger Tor aber an diesem Nachmittag nicht.

Kuck verpasst Krönung seines Comebacks

Die beste Gelegenheit der finalen Drangphase hatte Oliver Kuck, dessen Schuss aufgelegt von Tim Eymers – aber aus kurzer Distanz übers Gehäuse strich. Es wäre die Krönung eines bemerkenswerten Comebacks gewesen. Kuck hatte aus privaten Gründen mehrere Monate pausiert und war erst vergangene Woche wieder ins Training eingestiegen.

„Es war ein Risiko ihn aufzustellen“, war Rammer bewusst, aber Kuck sorgte auf der rechten Außenbahn für viel Leben. Nur die Belohnung, die blieb für Rammer, für Kuck und den VfR Horst mal wieder aus. Und Rammer mochte die lobenden Worte von den Rängen und den Gäste-Spielern schon fast gar nicht mehr hören. Als Resultat bleibt, dass der Abstand zur Nichtabstiegszone weiter anwuchs.

VfR Horst – TSV Friedrichsberg-Busdorf 1:2 (1:1)

VfR Horst: Lemke – F. Sommer (78. Konetzny), T. Petersen, Suta, Thies – Duwensee (80. Muja), Eymers –  Gorny (86. Niendorf), Behrendt, Kuck –  Clasen

Tore: 0:1 Pagel (8.), 1:1 Clasen (30.), 1:2 Brodersen (69.)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen