Fussball : Verbandsliga-Schreck träumt vom Pokal-Finale

Aus Spaß am Fußball haben sich die Liether zu einer schlagkräftigten Truppe vereint.

Aus Spaß am Fußball haben sich die Liether zu einer schlagkräftigten Truppe vereint.

Ü40 der SV Lieth spielt im Halbfinale gegen den TSV Reinbek.

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18. Mai 2018, 16:00 Uhr

Klein Nordende | Die Meisterschaft in der Senioren-Bezirksliga (Staffel 1) haben die Fußball-Oldies der SV Lieth bereits perfekt gemacht. Ein großer Erfolg für die erst im Juli 2017 neugegründete Mannschaft, die mit 17 Punkten Vorsprung den Aufstieg in die Landesliga geschafft hat.

Außenseiter Lieth will den nächsten Verbandsligisten ausschalten

Nun steht das nächste Highlight am Pfingstmontag auf dem Programm. Nach dem 1:0-Sieg gegen den Verbandsligisten Atlantik 97 geht es im Halbfinale des Heini-Jöns-Pokals nun gegen den amtierenden Hamburger Meister TSV Reinbek.

Einem der Verantwortlichen der Rothosen, Torben Ross, ist vor dieser Aufgabe nicht bange: „Gegen den mehrfachen Verbandsliga-Meister nehmen wir die Außenseiterrolle ein. Auf dem Weg ins Halbfinale haben wir aber schon zwei Verbandsligisten ausgeschaltet.“

Gespielt wird am Pfingstmontag um 11 Uhr auf dem Klaus-Waskow-Platz am Butterberg. Im zweiten Halbfinale trifft der HEBC auf den SC Victoria Hamburg.

So ticken die Liether Fußballer

Im Liether Team spielen zahlreiche Akteure, die mit weniger Jahren auf dem Buckel in höheren Ligen gekickt haben. Warum spielen die Liether Ü 40-Spieler noch Fußball und welche Ziele haben sie? Unsere Zeitung hat sich im Team umgehört.

Christian von Aspern (45/früher Rasensport Elmshorn/ Oberliga): „Ich spiele noch Fußball, weil ich sehr viel Spaß daran habe. Auch weil ich mit manchen schon seit fast 30 Jahren zusammenspiele. Unsere Ü40 ist sehr erfolgreich und auch die dritte Halbzeit ist natürlich nicht ganz unwichtig.“

Ralf Kruse (47/TSV Uetersen und SV Lieth/Landesliga): „Fußball ist für mich der perfekte Ausgleich zum Beruf. Jungs jagen einem Ball hinterher, haben viel Spaß und können komplett den Alltag hinter sich lassen. Über das schmerzhafte Aufstehen am nächsten Tag brauchen wir nicht zu reden. Nach dem Aufstieg in die Landesliga möchte ich auch in der nächsten Saison gerne ganz oben mitspielen.“

Thomas Thater (47/Rasensport Elmshorn/Oberliga): „Es bringt mir immer noch Spaß und mit der Ü 40-Gründung hat sich eine schlagkräftige Truppe zusammengefunden, mit der ich gerne meine Freizeit verbringe. Wir wollen uns auch nächste Serie an der Tabellenspitze festsetzen. Persönlich hoffe ich, lange verletzungsfrei dabei zu sein.“

Silvio Wöbcke (40/Wedeler TSV/Verbandsliga): „Ich spiele Fußball, seit ich sechs Jahre alt bin. Ich habe einige andere Sportarten ausprobiert, bin aber immer zum Fußball zurückgekehrt. Jetzt im etwas gehobenen Alter mag ich vor allem, dass ich jetzt Jungs in meiner Mannschaft habe, die vor 20 bis 25 Jahren meine Gegner waren.“

Stefan Lohse (46/Rasensport Elmshorn, Sparrieshoop und Rantzau/Landes- und Bezirksliga): „Sport hält gesund und Fußball ist der Sport, der mir am meisten Spaß macht. Ich möchte immer das Optimum geben, wenn es die Gesundheit zulässt. Nach dem Aufstieg sollte die Verbandsliga nicht unrealistisch sein.“

Jörg Bantelmann (49/Rasensport Elmshorn/Oberliga): „Nach einer Pause habe ich wieder mit dem Fußball angefangen, weil ich Lust habe unter anderem mit ehemaligen Mitstreitern in einer leistungsorientierten Mannschaft zu kicken. Laufen und Radfahren sind auf Dauer zwar weniger verletzungsgefährdend aber Individualsportarten.“

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