American Football 2. Bundesliga Nord : Trainerkritik trotz Pirates-Kantersieg

Nicht zu stoppen: Running Back Khairi Dickson (li.) erläuft einen Touchdown nach dem anderen für die Fighting Pirates. Auch gegen die Paderborn Dolphins war Dickson Matchwinner.
Nicht zu stoppen: Running Back Khairi Dickson (li.) erläuft einen Touchdown nach dem anderen für die Fighting Pirates. Auch gegen die Paderborn Dolphins war Dickson Matchwinner.

Khairi Dickson liefert bei 57:34 der Elmshorn Fighting Pirates gegen Paderborn sechs Touchdowns. Headcoach Jörn Maier zeigt sich trotzdem unzufrieden.

shz.de von
18. Juni 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Die Footballer der Elmshorn Fighting Pirates haben zurück in die Erfolgsspur gefunden. Vor 827 Zuschauern im Krückaustadion hat der Aufsteiger gegen das Schlusslicht Paderborn Dolphins deutlich mit 57:34 (22:7, 21:7, 7:14, 7:6) gewonnen und bleibt damit weiter in der Spitzengruppe der GFL 2-Nord vertreten.

Gerade einmal zwei Spielzüge brauchten die Elmshorner, um den ersten Touchdown der Partie zu erzielen. Nach dem Kickoff, der durch die eigene Endzone rollte, warf Quarterback Justin Alo den Football über circa 60 Yards an die 20-Yards-Linie. Den Rest erledigte Khairi Dickson – Sören Becker war für den Point-after-Touchdown verantwortlich.

Dickson marschiert wieder

Danach mussten die Piraten zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen (7:7), Dickson sorgte jedoch im Anschluss mit zwei weiteren Touchdowns für eine komfortable 20:7-Führung der Piraten-Crew.

Beim Kickversuch lief etwas gehörig schief, doch Holder Philipp Schulz warf den Ball noch auf Defensive End Leif Albrecht in die Endzone, der den Ball fing – neuer Spielstand: 22:7. Elmshorns Linebacker Daniel Laporte hatte davor schon mit einer mehr als artistischen Sprungeinlage eine Interception in sein persönliches Statistikbuch eintragen können.

21. Touchdown in dieser Saison

Jenes von „KD“ – so der Spitzname von Khairi Dickson – wird immer umfangreicher: Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes trug er das Ei über sechs Yards zu seinem 21. Touchdown in dieser Saison in die gegnerische Endzone. Kicker Becker machte das 29:7 perfekt.

Ob in der Folge etwas die Konzentration in der Abwehr abhanden kam? Jedenfalls kamen die Paderborner zu ihrem zweiten Touchdown (29:14). Dickson machte aber weiter mit seinem Alleingang und marschierte ein fünftes Mal in den von den Delfinen eigentlich geschützten Bereich (36:14).

Und die offensive Welle der Piraten schwappte weiter: Tight End Philipp Ehlers ließ den Football nach Alo-Pass nicht aus den Händen gleiten zum 43:14-Halbzeitstand.

Experimente nach der Halbzeit

Im dritten Quarter probierten die Gastgeber verschiedene Formationen durch, den ersten Touchdown erzielte Paderborn (43:21). Doch ein Pirat hatte richtig Spaß am Laufen: „KD“ eilte über das halbe Feld und erhöhte den Spielstand auf 50:21.

Postwendend kamen die Paderborner durch einen Kickoff-Returntouchdown auf 50:28 heran. Im letzten Quarter erreichte dann noch einmal Piraten-Runningback Sascha Walura über wenige Yards in die Endzone – Becker kickte und es stand 57:28. Und wieder gelang den Nordrhein-Westfalen nach dem Kick-off Elmshorns ein direkter Touchdown.

Coach Jörn Maier kritisiert Abwehrverhalten

„34 zugelassene Punkte gegen Paderborn sind einfach zu viel. Darunter gleich zwei Kickoff-Returntouchdowns. Ein paar Jungs sind einfach nicht richtig bei der Sache. Da müssen sich einfach allemal zusammenreißen. Dieser Sieg gibt keinen Anlass zu feiern“, ärgerte sich Piraten-Headcoach Jörn Maier.

Defensive Back Ter'Shadney Phillips gab gegen die Dolphins seinen Einstand, die Neuverpflichtung zog sich jedoch eine kleinere Zerrung im Oberschenkel zu und wurde aus Vorsichtsmaßnahmen nach dem ersten Viertel geschont. „Er wird definitiv eine Verstärkung für unsere Abwehr sein“, ist sich Maier nach seinen ersten Eindrücken sicher.

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