Handball A-Jugend : Talent aus Kollmar spielt um die Deutsche Meisterschaft

Aimée von Pereira aus Kollmar peilt mit dem Buxtehuder SV den Gewinn der deutschen A-Jugendmeisterschaft an.

Aimée von Pereira aus Kollmar peilt mit dem Buxtehuder SV den Gewinn der deutschen A-Jugendmeisterschaft an.

Aimée von Pereira will sich mit einem Titel vom Buxtehuder SV verabschieden. Die 18-Jährige erklärt zudem, warum sie künftig im Rheinland spielt.

shz.de von
31. Mai 2018, 12:15 Uhr

Aimée von Pereira ist Druck gewohnt. Die 18-jährige Handballerin aus Kollmar gehört zu den vielversprechendsten Talenten Deutschlands, sicherte sich im vergangenen Jahr mit dem deutschen Nationalteam der B-Mädchen den Gewinn der Europameisterschaft und wurde zudem zur wertvollsten Spielerin (MVP) des Turniers in der Slowakei gewählt.

Final Four in Buxtehude

Am kommenden Wochenende (2./3. Juni) steht das Nachwuchstalent erneut unter Erfolgsdruck. Mit der A-Jugend des Buxtehuder SV kämpft die 1,80 Meter große Rückraumspielerin in der heimischen Halle Nord um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft.

Von Pereira und Co. gehen als amtierender Titelverteidiger in das Rennen und bekommen es zum Auftakt des Final Fours mit Borussia Dortmund zu tun. Im zweiten Halbfinale duellieren sich Bayer 04 Leverkusen und die HSG Blomberg-Lippe um das zweite Finalticket.

Duell gegen den künftigen Klub?

Nicht nur aufgrund des heimischen Publikums will sich von Pereira teuer verkaufen. Die 18-Jährige wird zum letzten Mal für den BSV auflaufen. Die Jugend-Nationalspielerin wechselt zur neuen Saison zu Bayer Leverkusen und könnte im Turnierverlauf auf ihren zukünftigen Verein treffen.

Das Duell gab es bereits im vergangenen Jahr – mit dem besseren Ende für den BSV (24:23). Von Pereira avancierte im Endspiel von 2017 mit elf Toren zur Matchwinnerin.

In Leverkusen weiß man also aus erster Hand um die Qualitäten der Rückraumspielerin, die in der kommenden Spielzeit sowohl für die A-Jugend als auch für die Frauen-Bundesliga gemeldet wird. In Buxtehude reichte es für Aimée zu einem Bundesligaeinsatz (gegen Neckarsulm).

Medizinstudium als zweites Standbein

„Danach habe ich mir den Finger gebrochen und bin ausgefallen“, berichtet von Pereira, die nach der im August anstehenden U 18-WM in Polen, für die sie wohl nominiert wird, nicht nur Handballspielen wird.

„Für mich war bei der Zukunftsorientierung wichtig, dass ich neben dem Handball auch Medizin studieren kann. Ich möchte ab dem Wintersemester 2019 in Köln Humanwissenschaften studieren“, erklärt Aimée und führt fort.

„Die Mannschaft und das Umfeld in Leverkusen haben mich toll aufgenommen. Zudem gefällt mir das Gesamtpaket, das findet man nicht überall.“

Zunächst will sie jedoch mit dem BSV noch die Titelverteidigung realisieren.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen