Derby ohne Emotionen : SV Lieth entführt Punkt aus Heidgraben

Der Liether Torschütze Philipp Matthiesen (links) entwischt Christoph Ketelhohn.
Der Liether Torschütze Philipp Matthiesen (links) entwischt Christoph Ketelhohn.

Heidgrabener SV und Lieth trennen sich im ersten Bezirksliga-Vergleich unentschieden. Zum Ärger des Liether Co-Trainers.

shz.de von
06. August 2018, 13:15 Uhr

Heidgraben | Im Nachbarschaftsderby der Bezirksliga West trennten sich der Heidgrabener SV und die Spielvereinigung Lieth 1:1 (1:0)-Unentschieden. „Mit diesem Punkt kann ich leben“, urteilte SVL-Coach Michael Radde-Krüger nach Spielschluss.

Eine Einschätzung, die sein Co-Trainer Kurt Oldenburg nicht bedingungslos teilte: „Wir haben ganz klar zwei Punkte liegengelassen.“

Diskussionen um Elfmeter-Pfiff

So uneins, wie das Liether Gespann zumindest in dieser einen Beurteilung war, war indes auch Heidgrabens Trainer Ove Hinrichsen. „Eigentlich kann man sich über den Punktgewinn freuen, ja. Aber war das wirklich ein Elfmeter?“, fragte der Übungsleiter der Gastgeber und meinte damit die Situation in der 58. Spielminute, als Marvin Kirchs Einsatz zum Strafstoß für die Gäste aus Klein Nordende führte.

Auch wenn die Beurteilung dieser Frage unter den Zuschauern Uneinigkeit hervorrief; man muss Schiedsrichter Benjamin Stello (SC Egenbüttel) zu Gute halten, dass er sofort und ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Matthiesen behält die Ruhe

Philipp Matthiesen war's egal: Er verwandelte den Strafstoß sicher zum verdienten Ausgleichstreffer für die SV Lieth.

Verdient deshalb schon, weil die Gäste allein im ersten Durchgang zwei, wenn nicht sogar drei hochkarätige Chancen nicht genutzt hatten. Kläglich nicht genutzt hatten, um genau zu sein.

„Das kann nur der Schümann”

Wie man es vorm Tor besser macht, veranschaulichte HSV-Goalgetter Philippe Schümann mit seinem 1:0-Führungstreffer. „So abgeklärt, das kann nur der Schümann“, entfuhr es einem Zuschauer.

Der Rest des Spiels allerdings kann, ohne hüben wie drüben irgendjemanden zu Nahe zu treten, in der Kategorie „zerfahren“ abgelegt werden. Insbesondere im zweiten Durchgang tat sich nicht mehr viel, wenn man von wenigen Einzelaktionen mal absieht.

Derbytypische Emotionen waren ebenfalls fast Fehlanzeige und wenn überhaupt, dann eher den nachlassenden Kräften als Kampfeseinsatz geschuldet
 

Heidgrabener SV – SV Lieth 1:1 (1:0)

Heidgrabener SV: Sorgenfrei – Bätz (70. Sippel), Doell, Kirch – Fülscher, Spriestersbach, Maresch, Badermann, Ketelhohn – Schümann, Lebedinski (73. Kramer)

SV Lieth: Hernowski – Sommer, Thies, Hansen, Stubenrauch – Henningsen, Harbeck, Petersen (84. Usta), Rawinski (78. Mohr), Duman (46. Oehlers) – Matthiesen

Tore: 1:0 Schümann (44.), 1:1 Matthiesen (59., Foulelfmeter)

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