Vor Debüt im Kreispokal : So tickt das neue Trainerduo bei Rot-Weiß Kiebitzreihe

Vom Spieler zum Trainer: Marko Strauer gibt im Fußball-Kreispokal gegen Wesseln sein Debüt als Coach von Rot-Weiß Kiebitzreihe. Seine Spielerkarriere hat er im Mai in Horst beendet.
Vom Spieler zum Trainer: Marko Strauer gibt im Fußball-Kreispokal gegen Wesseln sein Debüt als Coach von Rot-Weiß Kiebitzreihe. Seine Spielerkarriere hat er im Mai in Horst beendet.

Marko Strauer und Marcel Gülck bestreiten mit RWK im Kreispokal ihr erstes Pflichtspiel als Trainer. Der VfR Horst ist zu Gast in Brokstedt.

shz.de von
13. Juli 2018, 13:30 Uhr

Kiebitzreihe | Daran wird er sich wohl erst gewöhnen müssen. Am Sonnabend, 14. Juli, steht Marko Strauer zum ersten Mal in einem Pflichtspiel an der Seitenlinie bei den Fußballern von Rot-Weiß Kiebitzreihe. Der 40-Jährige hat im Mai seine Spielerkarriere beim VfR Horst II beendet und nun beim Lokalnachbarn die erste Trainerstation vor der Brust.

Umstellung bereitet keine Probleme

„Es macht Spaß“, sagt Strauer nach den ersten Wochen mit dem Team, „ich kann gut mit dieser Rolle leben.“

Dass er nicht mehr auf dem Feld mitwirkt, sei zunächst zwar eine gewisse Umstellung gewesen. Unglücklich ist er deswegen aber nicht. „Im letzten Jahr hatte ich oft Schmerzen im rechten Knie. Irgendwann geht’s halt einfach nicht mehr“, so der Trainer-Novize.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Strauer ist in Kiebitzreihe kein Unbekannter. Der 1,92-Meter-Mann spielte von 2010 bis 2017 in der Abwehr der „Swans“, ehe er seine Karriere bei Horst II ausklingen ließ. Mit vielen Spielern aus dem aktuellen RWK-Kader, darunter Kapitän Tjomme Böwig, Torwart Hannes Schüler oder Stürmer Marcel Balfanz, hat Strauer noch zusammen auf dem Platz gestanden.

Gleiches gilt für Marcel Gülck, der zweite neue Trainer des Liga-Teams. Der 31-Jährige ist zum Ende der Saison 2017/18 noch für RWK aufgelaufen, soll sich fortan aber auch vollständig auf den Trainerjob konzentrieren. „Die Zusammenarbeit klappt gut, wir kennen uns ja schon länger“, sagt Marko Strauer.

Beide spielten in der Kiebitzreiher Abwehr – ein Fingerzeig auf die künftige Spielausrichtung?

„Na klar ist es unser Plan, eine stabile Abwehr zu haben“, bestätigt Strauer, „aber wir wollen auch schnell nach vorne spielen.“

In der Defensive baut man vor allem auf die Qualitäten von Keeper Schüler und Abwehrspieler Oskar Hildermann. Im Mittelfeld soll Böwig als Führungsspieler vorangehen. „Unser Ziel ist es, dass wir so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“, erklärt Strauer.

 Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga vor zwei Jahren und dem äußerst durchwachsenen Abschneiden in der Vorsaison will der Klub nun den Negativtrend beenden. Oder wie es der Coach formuliert: „Wir wollen uns stabilisieren.“

„Kampfstarker Gegner” zum Pokal-Auftakt

Zum Auftakt im Kreispokal geht es für RWK morgen gegen Kreisliga-Absteiger ABC Wesseln. In der Vorsaison hatte sich Kiebitzreihe im Kampf um den Klassenerhalt auf der Zielgeraden entscheidend von den Wesselern abgesetzt und so den Ligaverbleib gesichert.

„Ich erwarte einen kampfstarken Gegner, die wollen sicher zeigen, dass sie zu unrecht abgestiegen sind. Das ist gleich mal eine schwere Aufgabe“, prognostiziert Strauer.

VfR Horst klarer Favorit in Brokstedt

Einen vom Papier her etwas leichteren Gegner hat der Landesligist VfR Horst zugelost bekommen. Beim Kreisligisten TSV Brokstedt ist die Mannschaft von Trainer Florian Rammer am Sonntag um 13 Uhr klar in der Favoritenrolle.

„Wir fahren da als Landesligist hin und wollen dem natürlich auch gerecht werden. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie dieses Spiel dominiert und gewinnt“, gibt Rammer die Marschroute vor.

VfR-Duo sitzt noch eine Sperre ab

Verzichten müssen die Horster im ersten Pflichtspiel der Saison 2018/19 auf die Defensivspieler Dragan Suta und Tobias Petersen. Beide müssen noch eine Sperre über jeweils zwei Spiele aus der Vorsaison absitzen.

Während Stürmer Dennis Muja womöglich aus beruflichen Gründen nicht mitwirken kann, ist noch offen, ob der VfR bis Sonntag die Freigabe für die Neuzugänge Petrit Kelmendi (FC Elmshorn) und Maximilian Konetzny (Kummerfelder SV) erhalten wird.

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