Wattolümpiade in Brunsbüttel : Schlammschlacht der Dörfer

Wer ist ein Schietwatter, wer eine Wattprinzessin? Je länger das direkte Duell dauerte, desto schwieriger wurde es, die Spieler den Teams zuzuordnen.
Wer ist ein Schietwatter, wer eine Wattprinzessin? Je länger das direkte Duell dauerte, desto schwieriger wurde es, die Spieler den Teams zuzuordnen.

Die Titelverteidiger von der SG Kollmar/Neuendorf siegen im Duell der Dörfer über die Heidgrabener „Schietwatter“.

shz.de von
25. Juli 2018, 13:15 Uhr

Brunsbüttel | Tapfer wehrten sich die „Schietwatter“ aus Heidgraben bei ihrem zweiten Handballspiel während der Wattolümpiade in Brunsbüttel gegen die „Wattprinzessinnen“ im selbsternannten „Duell der Dörfer“.

Mission Titelverteidigung

Die Spielgemeinschaft aus Neuendorf/Kollmar war auf Mission Titelverteidigung, hatte bei ihrer Premiere den glatten Durchmarsch geschafft und in der abschließenden Aalstaffel den Gesamtsieg errungen. Das wollte sie wiederholen.

Die Schietwatter hatten in ihrem ersten Spiel „de schwatten Düwel“ aus Brunsbüttel besiegt, die Wattprinzessinnen trafen in ihrem Auftaktspiel auf das Team MUM aus Brunsbüttels Partnerstadt in Tschechien. Sie waren mit einem kleinen Team von nur fünf Frauen und einem Mann angetreten und beim 0:11 gegen die Wattprinzessinnen chancenlos.

Schmutziges Duell im Watt

In der nächsten Runde versuchten die Heidgrabener mit allen Tricks im knietiefen Watt eine hohe Niederlage zu verhindern, es wurde auf beiden Seiten wenig royal geschubst, gedrängelt und gezerrt. In vielen Spielsituationen waren die Teammitglieder nur noch durch die Krönchen und das Makeup in den Gesichtern der Wattprinzessinnen zu unterscheiden.

Das Duell endete 6:1 für die Titelverteidiger, die sonst in vier verschiedenen Mannschaften der SG Kollmar/Neuendorf Handball spielen.

Fast schon liebevoll heben Jan Hölk (links) von den Wattprinzessinnen und Daniel Hoyer von den Schietwattern den Handball aus dem Watt.
Anke-Suzan Behrmann
Fast schon liebevoll heben Jan Hölk (links) von den Wattprinzessinnen und Daniel Hoyer von den Schietwattern den Handball aus dem Watt.
 

„Wir sind im Watt besser als in der Halle“, hatte „Wattprinzessin“ Jan Hölk noch vor dem Anpfiff zum Treffen der Teams aus dem Elmshorner Umland gemutmaßt. In der Folge erkämpften sich die Schietwatter noch den Bronzerang, während die Wattprinzessinnen auch das Finale im Handball für sich entschieden.

Der Gesamtsieg blieb ihnen jedoch dieses Mal versagt: In der Aalstaffel, ein Wettbewerb, an dem die Sieger aus den Kategorien Wolli-, Hand- und Fußball sowie dem Schlickschlitten-Rennen gegeneinander antraten, setzten sich die Läufer von den Heavy Fuel Boys durch.

„Könige der Spendensammler”

Für die Heidgrabener war die Wattolümpiade bei ihrer sechsten Teilnahme in Folge nicht nur sportlich am erfolgreichsten. Denn auch die eigenen Wolliballer „Wattn‘ Schiet“ sicherten sich Bronze.

Bei der Siegerehrung überreichten sie zudem den Organisatoren der Wattolümpiade einen Spendenscheck über 4 114 Euro, den sie im vergangenen Jahr gesammelt hatten. Und dafür wurden sie als „Könige der Spendensammler“ besonders gefeiert.

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