Tischtennis : Norddeutsche Meisterschaften: Hartmut Lohse verpasst Titel

Die Turnierleiter Ingo Ende (links) und Holger Thiedemann im Gespräch mit NTTV-Vizepräsident Bruno Freystatzky.
Die Turnierleiter Ingo Ende (links) und Holger Thiedemann im Gespräch mit NTTV-Vizepräsident Bruno Freystatzky.

Gebürtiger Elmshorner scheidet in Sparrieshoop vorzeitig aus. Silber im Doppel spendete nur wenig Trost. Tornescherin Jeanine Liebold zweimal auf Rang drei.

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05. Februar 2018, 16:00 Uhr

Klein Offenseth-Sparrieshoop | Der dritte Streich blieb Hartmut Lohse gestern in der Sporthalle von Sparrieshoop versagt. Im Viertelfinale endete für den aus Elmshorn stammenden Tischtennisspieler der Traum, nach 2013 und 2015 erneut Norddeutscher Meister zu werden – und das direkt vor der Haustür.

Das war sportlich gesehen aber der einzige Wermutstropfen für den Ausrichter TSV Sparrieshoop, den die Halbfinalteilnahmen der Tornescherin Jeanine Liebold (VfL Kellinghusen) in Einzel und Doppel ausglichen.

Organisatorisch klappte alles wie erhofft. „Es läuft super“, sagte der stellvertretende TSV-Vorsitzende Frank Ehlert, der sich stellvertretend für viele Helfer über viele lobende Worte freuen durfte. Und die kamen nicht nur aus dem eigenen Verein.

In der Turnierleitung unterstützte Holger Thiedemann (FTSV Fortuna Elmshorn) den Sparrieshooper Tischtennis-Chef Ingo Ende nach Kräften. Die acht Tische samt der Banden wurden gestellt.

Der Zuschauerzuspruch tat ein weiteres für die gute Laune. Die Tribüne war gestern bei den Finals gut besetzt, am Sonnabend sogar noch etwas besser. „Es waren auch viele Tischtennis-Fremde in der Halle“, hatte Ehlert beobachtet. Aber natürlich waren auch zahlreiche Zelluloid-Cracks aus Elmshorn und Umgebung da.

Und hochklassig war es allemal, wie sich Norddeutschlands beste Tischtennisspieler die Bälle aus der Halbdistanz um die Ohren schlugen. Mehrfach gab es Szenenapplaus.

Da half auch das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk nicht: Hartmut Lohse schied im Viertelfinale aus und coachte von da an seinen Doppelpartner Ole Markscheffel von Außen.
Michael Stemmer

Da half auch das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk nicht: Hartmut Lohse schied im Viertelfinale aus und coachte von da an seinen Doppelpartner Ole Markscheffel von Außen.

 

Dafür konnte sich Hartmut Lohse nichts kaufen. Der 33-Jährige hatte mit drei Siegen die K.-o.-Runde erreicht. Dort traf er im Viertelfinale auf seinen Vereinskameraden Frederik Spreckelsen vom TSV Schwarzenbek. „Das war das schlechteste, was mir passieren konnte“, so Lohse.

Es sei für ihn nie einfach gegen ihn zu spielen und die trübe Vorahnung wurde bestätigt: 4:11, 8:11, 9:11, 11:8; 12:10 und 4:11 hieß es am Ende aus Sicht des Wahl-Berliners. „Das war natürlich schade“, sagte Lohse, den auch das spätere Silber im Doppel mit Ole Markscheffel (TSV Bargteheide) – 2:3-Niederlage gegen das Sieker Duo Khazaeli/Rahberger – nicht so richtig zu trösten vermochte. Der Grund: „Wir sind Nummer eins und zwei der Setzliste gewesen; da hofft man , zu gewinnen.“

Unmittelbar vor dem Doppel-Finale hatte sich Markscheffel aber über sieben harte Halbfinal-Sätze ins Einzel-Endspiel gekämpft und dieses zum Abschluss des Tages auch gegen Moritz Spreckelsen mit 4:2-Sätzen gewonnen. „Da ist natürlich wenig Zeit für eine Pause, um sich zu erholen“, wusste Lohse.

Die schleswig-holsteinische Dominanz bei diesen Nord-Meisterschaften war bei den Frauen nicht ganz so erdrückend wie bei den Männern. Im Doppel siegten die Berlinerinnen Sina Henning und Sarah-Madeleine Schrödter gegen das Schwarzenbeker Paar Karina Pankunin/Bianca Dahlke. Die erst 16 Jahre alte Pankunin holte anschließend Einzel-Gold.

Fokussiert: Jeanine Liebold sicherte sich bei den Norddeutschen Meisterschaften zwei Medaillen.
Michael Stemmer

Fokussiert: Jeanine Liebold sicherte sich bei den Norddeutschen Meisterschaften zwei Medaillen.

Jeanine Liebold hatte sich am Sonnabend mit einer 1:2-Bilanz nur aufgrund des besseren Satzverhältnisses ins Achtelfinale gerettet. Dort aber lief es besser. „Ich wollte von Spiel zu Spiel gucken, und das hat funktioniert“, sagte sie und freute sich ohne jede Einschränkung über den dritten Platz im Einzel, den sie sich mit ihrer Doppelpartnerin Isabelle Laskowsky teilte, ehe beide noch einmal gemeinsam fürs Doppel ebenfalls Bronze abholten.

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