Wer war denn nun besser? : Holsatia/EMTV und Seestermüher Marsch streiten über Deutungshoheit beim 1:1

Im Derby ist Holsatias Enes Firat ( rechts) vor Jan Ole Themm vom TSV Seestermüher Marsch am Ball. Beide Teams trennen sich 1:1.
Im Derby ist Holsatias Enes Firat ( rechts) vor Jan Ole Themm vom TSV Seestermüher Marsch am Ball. Beide Teams trennen sich 1:1.

Bei den Trainer der beiden Fußball-Kreisligisten herrschte nach Abpfiff einige Uneinigkeit. Die Staffel 8 im Überblick.

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04. September 2018, 17:15 Uhr

Holsatia/EMTV – TSV Seestermüher Marsch 1:1 (0:1)

Einig uneinig waren sich sowohl Holsatias Nils Hammermann als auch Seestermühes Klaus Kimpel nach der Punkteteilung auf Wilhelmshöhe. „Zwei engagierte Mannschaften sind aufeinander getroffen, die beide hätten gewinnen können. Aufgrund der besseren Torchancen in der ersten Halbzeit hätten wir den Sieg aber etwas mehr verdient gehabt“, meinte Hammermann nach dem 1:1.

Genauso, wie auch Kimpel bei den Gästen: „Wir haben uns zu tüffelig angestellt und so viele Torchancen vergeigt, wie noch nie zuvor. Den verdienten Sieg hätten wir bereits in der ersten Halbzeit klar machen müssen.“

Immerhin waren beide Seiten unterm Strich mit einem Punkt zufrieden. „Vor allem die Körpersprache meiner Elf hat mich überzeugt, ein klarer Schritt nach vorne und eine tolle Reaktion auf das Desaster der Vorwoche“, sagte Hammermann.

Holsatia/EMTV: Schlothauer – Hajdari (61. Petrich), Grichel, Springer, Elfendahl – Bluhm (81. Harmel), A. Witt (18. Öncan), Schmunk, Kühl – Firat, Ashrafi

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – Andi (76. Jessen), A. Hinz, Themm, D. Hinz - Rode, C. Lohse, Bachert (84. K. Früchtnicht), Junke - Mühlenkamp, Tefci

Tore: 0:1 Junke (13., Foulelfmeter), 1:1 Firat (51.)

Gelb-Rote Karte: Ashrafi (82.)

SV Hörnerkirchen – TSV Sparrieshoop 1:1 (0:0)

Erstmals in der laufenden Saison verließ Tabellenführer SV Hörnerkirchen den Platz nicht als Sieger. „Ich hatte schon drei Tage vor dem Spiel so ein blödes Gefühl, dass unsere Serie reißen würde“, meinte SVH-Coach Jürgen Kohnagel nach dem 1:1-Remis gegen den TSV Sparrieshoop, ist aber dennoch zufrieden mit dem Punkt: „Am Ende hätte die Entscheidung sowohl für den TSV als auch für uns fallen können.“

Sparrieshoops Trainer Oliver Schlegel ergänzte: „Gerade in der Schlussphase hätten wir in Überzahl das Spiel entscheiden können – aber wenn man wie wir ganz unten steht, dann muss man auch mit einem Punkt zufrieden sein.“

SV Hörnerkirchen: Schikowski – Walkovs, N. Kunrath, Eichentopf, Hachmann – Ring, Kruse (58. Eichhorn), Münster, Bauermeister, T. Kunrath (80. Niyazibanafshehvaragh) – Kautecky (72. Lindloff)

TSV Sparrieshoop: Möller – Higa (65. Ercek), Vietig, Zuna, Akpinar – Kabashi (30. Boelter), Aydin (76. Baerthel), Schmidt, Boesten, Schweig – Sternberg

Tore: 1:0 Eichentopf (50.), 1:1 Zuna (60.)

Gelb-Rote Karte: Lindloff (79.)

TuS Hasloh – TuS Hemdingen-Bilsen 2:2 (1:2)

Glück und Unglück liegen oft eng beisammen. Glück hatte der TuS Hemdingen-Bilsen, dass Gastgeber vom TuS Hasloh vom Elfmeterpunkt aus scheiterte, Unglück hingegen bei der Roten Karte gegen Bjarne Pingel nach einem Schubser in der 50. Spielminute mit folgendem Freistoß, den Haslohs Jan Buck zum 2:2-Ausgleich verwandelte.

„Ob man da Rot geben muss – na ja“, ließ Hemdingens Patrick Kinastowski reichlich Spielraum für Interpretationen, „Zumindest haben wir es 40 Minuten lang in Unterzahl geschafft, das Ergebnis zu halten.“

TuS Hemdingen-Bilsen: Weiß – Hirsch, Y. Sichting, Wasielewski, Nied (41. Limniatis) – M. Gibau (75. J. Gibau), Pajewski, Schmiedehausen, Pingel, Mohr – Petrikowski (83. Lohmann)

Tore: 0:1 T. Mohr (13.), 1:1 (27.), 1:2 M. Gibau (44.), 2:2 (51.)

Rote Karte: B. Pingel (50., Tätlichkeit)

Besonderes Vorkommnis: TuS Hasloh verschießt Foulelfmeter (35.).

TSV Heist –SSV Rantzau II 4:3 (2:2)

„Dem Gegner haben wir es heute viel zu leicht gemacht“, haderte Jan-Hendrik Bruns nach dem 3:4 seines SSV Rantzau II beim bis dahin punktgleichen TSV Heist. Die Tore von Etienne-Lewis Kotzapanagiotou, Björn Lefenau und Fahrhad Delazawada reichten am Ende nicht, um sich mit einem Sieg vom Tabellenkeller absetzen zu können.

SSV Rantzau II: Schmuck – Brinkmann, Vogt, Kühn – Kotzapagnagiotou (78. Assogba), B. Lefenau, Blöcker, Brandt (20. Abazi), Thieme, Portmann (68. Delazawarda) – Schulz

Tore Rantzau II: E. Lefenau (2), Delazawarda

Gencler Birligi – 1.FC Quickborn II 0:2 (0:1)

Gencler Birligi hat das Siegen verlernt. Besonders in der ersten Halbzeit waren die Elmshorner das bessere Team. Weil Gökalp Bas, Eugen Shvaychenko und Nihat Meric ihre Chancen aber nicht nutzten, lag der Gast bei nur einer echten Tormöglichkeit zur Pause 1:0 vorn.

Nach dem Wechsel lief nicht mehr viel zusammen. Anders war es am Sonnabend, als Tufan Orhan seine Hochzeit mit seiner Simge beging und zahlreichen Spielern mitfeierten. „Daran lag es heute aber nicht“, war sich GB Trainer Feyyaz Kilic sicher.

Gencler Birligi: Adioha – C. Poyaz (60.Tempur), Öztürk, Malkoc, Chousein – Ü. Poyaz, Polat – Bas (56.Yüksel), Shvaychenko,  Yildirim – N. Meric

Tore:  0:1 Aydin (43.),  0:2 Öztürk (ET 50.)

Besondere Vorkommnisse: Quickborner Spieler nach Spielschluss musste mit Rettungswagen ins Krankenhaus.

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