Fussball-Kreisliga : Heidgrabener SV feiert Aufstieg

Aufstieg klar gemacht: Heidgrabens Kapitän Fabian Doell mit der eigens angefertigten Meisterschale.
Aufstieg klar gemacht: Heidgrabens Kapitän Fabian Doell mit der eigens angefertigten Meisterschale.

HSV fängt TuS Hemdingen-Bilsen im letzten Saisonspiel noch ab. Das Titel-Duell war dabei an Dramatik kaum zu überbieten.

shz.de von
28. Mai 2018, 11:40 Uhr

Hemdingen | Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen dem TuS Hemdingen-Bilsen, seit dem zehnten Spieltag ununterbrochen Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga 8, und dem nur zwei Punkte dahinter liegenden Heidgrabener SV.

Es ging um alles oder nichts.

Der Sieger der Partie würde den Sprung in die Bezirksliga schaffen, der Verlierer hat aufgrund des im Vergleich zu den Parallelstaffeln schlechteren Punktekoeffizienten der Vizemeister keine Chance auf den Aufstieg.

Rund 600 Zuschauer belagerten den Spielfeldrand, um entweder die rot gekleideten Hemdinger oder die grün-weißen Heidgrabener aus voller Kehle anzufeuern. Auf dem Spielfeld zeigten sich beide Teams motiviert und kampfbereit – bis Heidgrabens Goalgetter Philippe Schümann nach 16 Minuten beinahe aus dem Nichts auftauchte, den Ball vor die Füße bekam und den Ball in den rechten Winkel des von Alexander Weiß gehüteten Tores katapultierte.

Heidgraben fast eine Halbzeit lang in Unterzahl

So richtig Fahrt nahm die Begegnung dann aber nach dem Pausentee auf: Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff sah Heidgrabens Dennis Lebedinski nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Heidgraben verlagerte sich nun aufs Mauern im eigenen Strafraum und Hemdingen startete einen Torschussmarathon, ohne dabei den Ball ins Netz bringen zu können.

Zwei Treffer in der Nachspielzeit

Aufstieg in letzter Minute: Trainer Ove Hinrichsen jubelt mit Christoph Ketelhohn.
Johannes Speckner

Aufstieg in letzter Minute: Trainer Ove Hinrichsen jubelt mit Christoph Ketelhohn.

 

Zumindest bis zur 91. Spielminute, als Helge Lohmann doch noch der Durchbruch gelang und den womöglich rettenden Ausgleichstreffer erzielte.

Doch dann ein schnell ausgeführter Freistoß für Heidgraben mit langem Ball auf Schümann, der in der dritten Nachspielminute den Heidgrabener SV in die Bezirksliga schoss – 1:2.„Ich habe immer gesagt: Vorne werden Spiele gewonnen – Meisterschaften aber hinten“, konnte Heidgrabens Ove Hinrichsen sein Glück nach dem Abpfiff kaum fassen.

Hemdingen geschockt

Fassungslosigkeit hingegen bei Patrick Kinastowski und seinen Spielern: „Es hat eindeutig die bessere Mannschaft verloren. Aber den Aufstieg haben wir nicht erst jetzt verspielt.“ Immerhin hatte der TuS in den letzten Wochen seinen zwischenzetlichen Zwölf-Punkte-Vorsprung auf lediglich zwei Zähler schrumpfen lassen.

TuS Hemdingen-Bilsen – Heidgrabener SV 1:2 (0:1)

TuS Hemdingen-Bilsen: Weiß – Petrikowski, Wasielewski, B. Pingel, Lohmann – Schmiedehausen, M. Gibau, Hirsch, Mattern, Hollstein – Mohr

Heidgrabener SV: Barth – Bätz, Spriestersbach, Ketelhohn, Doell – Lebedinski, Badermann, Burmester, Kirch, Wilms – Schümann

Tore: 0:1 Schümann (16.), 1:1 Lohmann (90.+1), 1:2 Schümann (90.+3)

Gelb-Rote Karte: Lebedisnki (49.)

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