Baseball-Kreisderby : Frank Röpke gewinnt Duell der Routiniers

Holm Frank Röpke (47) und seine Holmer Zweitliga-Baseballer haben den Elmshorn Alligators im Derby einen Split abgeknöpft.

Holm Frank Röpke (47) und seine Holmer Zweitliga-Baseballer haben den Elmshorn Alligators im Derby einen Split abgeknöpft.

Holm Westend 69’ers holen Split im Kreisderby gegen Elmshorn Alligators. Im Mittelpunkt standen zwei Altmeister.

shz.de von
07. August 2018, 13:00 Uhr

Elmshorn | Am Ende war es das Duell der alten Männer auf dem Mound. Das soll nicht despektierlich klingen, aber für Leistungssportler haben die Pitcher der Holm Westend 69’ers und der Elmshorn Alligators ein beinahe biblisches Alter erreicht.

Split im Ballpark

Frank Röpke ist 47 Jahre alt, Oliver Knaack war bei seinem Comeback im Dress mit dem Echsenkopf am Sonnabend gar schon 49. Sieger in diesem Duell war letztlich der jüngere der beiden Routiniers: Holm gewann das erste Heimspiel im Elmshorner Ballpark Wilhelmshöhe 9:4. Die zweite Begegnung des Tages gewannen die Alligators 10:6.

Knaack löste im fünften Inning Sören Entress auf Elmshorner Seite als Pitcher ab und hatte einen guten Einstand: Drei schnelle Aus, da die 69’ers anfangs mit seinen Kurvenbällen nicht zurecht kamen. Im siebten Inning schlugen diie Gäste, die formal Gastgeber waren, aber zu: Vier Runs besiegelten die Partie.

Keine Unterstützung aus dem Feld

„Oli ist kein Strike-out-Pitcher. Er hat eigentlich gute Arbeit gemacht, wenn das Feld nicht die Fehler gemacht hätte“, sagte der Elmshorner Trainer Dennis Scherfisee.

Knaack selbst genoss das Gefühl, nach zehn Jahren Pause mal wieder für die Allis zu spielen. Vor sieben Wochen hatte der Journalist sein letztes Spiel für die Berlin Sluggers bestritten und die pflichtgemäße Sperre abgesessen.

Oliver Knaack pitchte vier Innings, bekam aber nicht die Unterstützung aus dem Feld.
Michael Bunk

Oliver Knaack pitchte vier Innings, bekam aber nicht die Unterstützung aus dem Feld.

 

Emotionales Comeback

„Dass es dann so gut laufen würde, hatte ich selbst nicht unbedingt gedacht, aber die Emotionen haben mich wirklich getragen“, sagte er. Nur das Ergebnis passte Knaack aus naheliegenden Gründen nicht.

Frank Röpke seinerseits ließ in seinen drei Innings – mit guter Unterstützung seiner Abwehrspieler im Feld – keinen einzigen Elmshorner Punkt mehr zu.

Triple-Play erwischt Elmshorn hart

Die kleine Elmshorner Aufholjagd im sechsten Abschnitt beendete Holm beim Zwischenstand von 5:4 aus 69’ers-Sicht spektakulär mit einem Triple-Play: drei Aus in einem Spielzug Flyout gegen Simeon Bünsow, Christopher Kegel und Tim Urban werden zwischen den Bases von der Holmer Abwehr erwischt und aus gemacht.

„Das hat uns das Genick gebrochen“, sagte der Elmshorner Trainer Dennis Scherfisee, der in dieser Szene gleich drei Fehler seiner Schützlinge sah und sich entsprechend ärgerte.

Der Holmer Elias Ahlemann (links) trifft den Ball, der danach ins Aus springt, ohne dass ihn der Elmshorner Catcher André Lopacinski fangen kann.
Sascha Reinhold
Der Holmer Elias Ahlemann (links) trifft den Ball, der danach ins Aus springt, ohne dass ihn der Elmshorner Catcher André Lopacinski fangen kann.
 

Für Holm jubelte deren Sprecher Oliver Ahlemann: „Die Drangphase der Allis konnte so auf spektakuläre Weise beendet werden.“ Zwei Innings später behielt Röpke bei erneut vollen Bases die Nerven und kam unbeschadet aus diesem Durchgang heraus. Zum Abschluss warf er gegen Bünsow ein Skrikeout.

Neuzugang mit kubanischen Wurzeln schnappt zu

Für Spiel zwei zauberte der Elmshorner Trainer einen Neuzugang aus dem Hut: Henry Camps, gebürtiger Kubaner mit deutschem Pass, der sich am Schlag mit zwei Hits und einem Double gut einführte.

Für Holm kehrte zwei Wochen nach dem Abwurf in Kiel Marvin Kilic für vier Innings als Pitcher auf den Mound zurück, ehe ihn Matthias Kruse ablöste. Kilic verbucht auch den ersten Run in dieser Begegnung, doch die Elmshorner kontern zu einem Split.

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