American Football-2. Bundesliga : Fighting Pirates überrollen Lübeck

Justin Alo (Nr. 10) hatte gegen die Cougars alles im Griff. Der Elmshorner Spielmacher überzeugte mit einigen Touchdown-Pässen und starken Läufen.

Justin Alo (Nr. 10) hatte gegen die Cougars alles im Griff. Der Elmshorner Spielmacher überzeugte mit einigen Touchdown-Pässen und starken Läufen.

Elmshorner schlagen Cougars am American Day deutlich. Runningback Khairi Dickson sorgt für den Höhepunkt.

shz.de von
28. Mai 2018, 11:20 Uhr

Elmshorn | Die amerikanischen Musclecars, die anlässlich der traditionellen Auto-parade am American Day der Fighting Pirates durchs Elmshorner Krückaustadion rollten, strotzten nur so vor PS. Auf dem Spielfeld drückten allerdings die Elmshorner Footballer mächtig aufs Gas. Überraschend deutlich schlugen die Pirates die Lübeck Cougars vor rund 2500 Zuschauern mit 63:28 (35:28).

Vollgasveranstaltung: Nicht nur die amerikanischen Musclecars stellten ihre PS im Krückaustadion zur Schau. Auch die Footballer machten Dampf.
Michael Stemmer
Vollgasveranstaltung: Nicht nur die amerikanischen Musclecars stellten ihre PS im Krückaustadion zur Schau. Auch die Footballer machten Dampf.
 

Dickson nicht zu stoppen

Einmal mehr drückte dabei Runningback Khairi Dickson dem Spiel seinen Stempel auf. Der US-Boy hatte bis zum Duell mit seinem Ex-Klub aus Lübeck bereits 78 Punkte für die Pirates in dieser Saison erzielt. Am gestrigen Nachmittag kamen 18 weitere hinzu. Höhepunkt war sein Kickoff-Return-Touchdown im zweiten Viertel zum zwischenzeitlichen 27:21 aus EFP-Sicht.

EFP-Runningback Khairi Dickson war erneut kaum zu halten.
Michael Stemmer
EFP-Runningback Khairi Dickson war erneut kaum zu halten.
 

„KD“ fing den Anstoß der Lübecker nahe der eigenen Endzone ab und trug das Ei einmal über das komplette Spielfeld ins Ziel. „Er ist natürlich ein absoluter Ausnahmeathlet“, weiß Offense-Coach Andreas Nommensen um die Qualitäten des 23-Jährigen und ergänzt: „Du weißt bei ihm nie, was passiert, wenn er den Ball hat.“

Quarterback Alo lenkt das Spiel nach Belieben

Lobende Worte fand Nommensen allerdings auch für Quarterback Justin Alo, der nicht nur mit einigen Touchdown-Pässen, sondern auch durch sein Laufspiel überzeugte. „Er wird von Spiel zu Spiel besser.“

Ebenso überzeugend wie der Angriff präsentierte sich die Elmshorner Defensivreihe, die nach der Pause jeden Lübecker Vorstoß an sich abprallen ließ.

Dabei glich die Partie bis zur Halbzeit eher einem „offenen Schlagabtausch“, wie Nommensen es formulierte.

Die Cheerleader der Elmshorn Maniacs heizten den rund 2500 Zuschauern mächtig ein.
Michael Stemmer
Die Cheerleader der Elmshorn Maniacs heizten den rund 2500 Zuschauern mächtig ein.
Gerade einmal 85 Sekunden waren gespielt, als Lübecks Julian Dohrendorf mit einem Lauf über 30 Yards den ersten Touchdown markierte. Die Antwort der Gastgeber folgte drei Minuten später. Khairi Dickson nahm Fahrt auf tankte sich erstmals bis in die Endzone durch – sein insgesamt 14. Touchdown in dieser Spielzeit.

Überrascht sei Nommensen allerdings von der Lübecker Offensivstärke gewesen, die nach weiteren Touchdowns von Nassim Amroun (Justin Alo bediente den Wide Receiver mit einem 30 Yard-Pass) und Philipp Ehlers jeweils den Ausgleich schafften. Im Gegensatz zu den Hansestädtern brachten die Piraten ihre PS allerdings auch nach der Pause aufs Feld.

Elmshorn Fighting Pirates – Lübeck Cougars 63:28 (35:28)

Punkte Fighting Pirates: Dickson (18), Becker (9), Amroun, Jeremies, Boock, Ehlers, Schlegel, Bender (je 6)

Viertelstände: 14:14, 21:14, 14:0, 14:0

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