Elmshorn Fighting Pirates : Ein Ende mit Kampfansage

Die Elmshorner Defense mit Max Sommer (am Boden), Miguel Boock (2. von links) un Jake Brennicke (3. von links) hatte gegen die Solinger Theo Papadopoulos und Daniel Rennich (von rrechts) Schwerstarbeit zu leisten.
Die Elmshorner Defense mit Max Sommer (am Boden), Miguel Boock (2. von links) un Jake Brennicke (3. von links) hatte gegen die Solinger Theo Papadopoulos und Daniel Rennich (von rrechts) Schwerstarbeit zu leisten.

Elmshorner Footballer verlieren zum dritten Mal gegen Solingen. Das Ziel für die nächste Saison ist jedoch klar formuliert.

shz.de von
10. September 2018, 17:25 Uhr

Elmshorn | Vor einem Jahr waren es zum Saisonabschluss Freudentränen, die in den Augen von Sylvia Nowak glänzten, als die Elmshorn Fighting Pirates den Sprung in die German Football League 2 geschafft haben.

Sonnabend erstarrte die Miene der American-Football-Spartenleiterin des EMTV, als die Spieluhr noch 9,72 Sekunden anzeigte. So eben war den Solingen Paladins im vierten Versuch der Touchdown zum 47:49 aus Elmshorner Sicht gelungen.

Nur Sekunden fehlen zum Sieg

Zuvor hatte die Elmshorner Defense drei Anläufe von der 5-Yard-Linie erfolgreich abgeblockt, doch dann fand der Pass Danny Farley an der Außenlinie in der Endzone. Der Extrapunkt folgte zum 47:50.

Der Versuch, in der Restspielzeit mit einem Trickspielzug zu kontern, misslang: Runningback Khairi Dickson passte auf Christopher Jensen, doch das Ei wurde abgefangen.

Hitzige Partie im Krückaustadion

Zur Halbzeit hatten die Elmshorner nach Touchdowns von Christopher Jensen, Johannes Jermies und Khairi Dickson (3) noch 33:28 geführt.

In dieser Phase waren die Emotionen auf beiden Seiten hoch geschlagen. Es gab zahlreiche Strafen wegen persönlicher Fouls. Nach der Pause beruhigten sich die Emotionen ein wenig. Leider blieb aus Elmshorner Sicht im Schlussviertel auch der Angriffsschwung auf der Strecke.

Top-Scorer Khairi Dickson (vorn) und Friedemann Peters verabschieden sich von den Elmshorner Fans.
Michael Bunk
Top-Scorer Khairi Dickson (vorn) und Friedemann Peters verabschieden sich von den Elmshorner Fans.
 

Paladins bislang nicht zu bezwingen

Die dritte Niederlage in Folge – zugleich auch die dritte in drei Vergleichen mit den Paladins – trübte naturgemäß die Stimmung für den Moment. Der Zuspruch von Fans oder Spieler-Eltern baute Trainer und Akteure wieder auf.

 „Wenn alle sagen, wie toll die Saison war, muss man seinen Blick aufklaren“, sagte Headcoach Jörn Maier. Platz drei als Aufsteiger – das hatte bei allen markigen Worten im Vorfeld kaum einer den Seeräubern zugetraut.

„Nächstes Jahr ist Payback-time"

Und Trübsal zu blasen, war noch nie Sache der Pirates. Im Gegenteil: Die Kampfansage von Stadionsprecher Guido Behnken folgte auf dem Fuße. „Nächstes Jahr heißt es Elmshorn oder Solingen. Nächstes Jahr ist Payback-time“, kündigte er vor den treusten der treuen Fans an – was nichts anderes heißt als: Im Jahr 2019 geht es mit aller Macht um den Aufstieg in die erste Bundesliga.

Die Ansprüche sind hoch

„Wenn wir mit niedrigeren Ansprüchen in die nächste Saison gingen, ließe sich das schon gegenüber den Spielern nicht erklären“, sagte Jörn Maier, der vor vier Jahren das Amt des Headcoaches mit nicht weniger Ansprüchen übernommen hatte, als möglichst irgendwann mit den Pirates Deutscher Meister zu werden. Aber diese Ansage gehörte dann – im Moment jedenfalls – noch in die Kategorie „Klappern gehört zum Handwerk“.

Elmshorn Fighting Pirates – Solingen Paladines 47:50 (33:28)

Punkte Fighting Pirates: Khairi Dickson (24),  Chrstiffer Jensen (6), Justin Alo (6), Johannes Jermies (6), Sören Becker (5)

Viertelstände: 20:21, 13:7, 7:7, 7:15

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