Sven Schulz beim FC Elmshorn : Dieser Torwart packt zu – sportlich und beruflich

Torhüter Sven Schulz schloss sich im Sommer der ersten Mannschaft des FC Elmshorn an. „Ich fühle mich sehr wohl im Team“, so der 34-Jährige.
Torhüter Sven Schulz schloss sich im Sommer der ersten Mannschaft des FC Elmshorn an. „Ich fühle mich sehr wohl im Team“, so der 34-Jährige.

Nach der Verletzung von Moritz Junge rückt Sven Schulz ins Tor des Fußball-Landesligisten. Die Voraussetzungen passen.

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05. Oktober 2018, 11:30 Uhr

Elmshorn | Wenige Tage, nachdem der FC Elmshorn II Mitte Juli sein Fußball-Team aus der Kreisklasse A5 zurückgezogen hatte und Torhüter Sven Schulz somit ohne Team dastand, ergriff der Möbelpacker die Gelegenheit beim Schopfe und schloss sich der Landesliga-Elf von der Wilhelmstraße an. „Die Verantwortlichen kamen auf mich zu, suchten einen zweiten Keeper. Ich habe sofort zugesagt“, blickt der 34-Jährige zurück.

„Ich bereue nichts”

Die Landesliga reizte Schulz, der zuvor bereits für Fortuna Langelohe, SV Lieth, Gencler Birligi und Holsatia/EMTV die Torwarthandschuhe überzog. Selbst die Tatsache, dass er als Ersatztorhüter in die Saison starten würde, schreckte den Elmshorner nicht ab. „Alleine das Training ist schon eine andere Nummer. Ich habe den Wechsel in die erste Mannschaft stets als Chance gesehen und bereue nichts. Ich fühle mich sehr wohl im Team“, so Schulz.

Stammkeeper fällt aus

Nachdem der 34-Jährige das Geschehen in den ersten Monaten von der Bank aus verfolgen sollte, änderte sich die Situation am vergangenen Wochenende schlagartig. Stammtorhüter Moritz Junge zog sich eine Fußverletzung zu – Ausfalldauer ist noch ungewiss – und seitdem ist Schulz gefordert. „Ich habe mich bereit gehalten und freue mich über jedes Spiel, das ich absolvieren darf“, so der Keeper.

Zehn Gegentore in zwei Spielen

Trotz aller Bescheidenheit blickt Schulz auf einen suboptimalen Einstand im Dress des FCE zurück. Im Liga-Duell beim SC Nienstedten musste der Möbelpacker nach seiner Einwechslung in der 25. Minute dreimal hinter sich greifen, am Mittwoch in der vierten Runde des Oddset-Pokals kassierte Schulz ganze sieben Gegentore.

„Natürlich will man immer gewinnen und am besten zu Null spielen. Gegen ein Regionalliga-Team wie Eintracht Norderstedt kann man aber schon einmal deutlich verlieren“, meint Schulz, der besonders gegen die Eintracht Nervosität verspürte.

Hält die Schulter?

„Ich war schon extrem aufgeregt und habe mir leider auch beim 0:6 und 0:7 zwei Fehler erlaubt“, gesteht Schulz, der der sich bei der Pleite zudem eine Verletzung an der linken Schulter zugezogen hat. „Ich habe aktuell noch Schmerzen und kann den Arm nicht richtig bewegen. Ich hoffe aber, dass ich am Freitag (5. Oktober) gegen TuRa Harksheide auflaufen kann.“

Darauf baut auch Spielertrainer Dennis Usadel, der bei einem Ausfall von Schulz auf Hendrik Homburg zurückgreifen würde (Anpfiff: 19:30 Uhr, Wilhelmstraße). „Sven macht seine Sache gut. Er hat sich gut integriert, ist immer mit vollem Einsatz dabei“, so der FCE-Coach.

Abstiegssorgen halten sich in Grenzen

Schulz gibt das Kompliment postwendend an seinen Spielertrainer zurück. „Dennis ist sowohl auf dem Platz als auch neben dem Feld immer für uns da“, so der Keeper, der sich trotz des 14. Tabellenplatzes noch keine allzu großen Sorgen um das Ziel Klassenerhalt macht.

„Aktuell haben wir einige Verletzte zu beklagen und sind in der unteren Tabellenregion. Wir werden da aber rauskommen“, so Schulz kämpferisch.

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