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Zweite Saisonpleite gegen das Schlusslicht - schwacher ESV unterliegt Lütjenburg mit 2:4

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erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Lütjenburg | Damit hatten sicherlich die wenigsten gerechnet. Nach den Siegen in Büdelsdorf und gegen den Wiker SV waren die Verbandsliga-Fußballer des Eckernförder SV als klarer Favorit zum Tabellenschlusslicht TSV Lütjenburg gereist. Mit einem Sieg sollte darüber hinaus auch weiter die Chance auf Tabellenplatz zwei untermauert werden. Doch es kam schließlich alles ganz anders, denn die Mannschaft von Trainer Henning Seemann kehrte nach einer schwachen Vorstellung mit einer überraschenden 2:4 (1:2)-Niederlage im Gepäck ins Ostseebad zurück.

"Die Partie fing schon miserabel für uns an", berichtet Seemann. Obwohl die Eckernförder Anstoß hatten, gingen die Lütjenburger bereits nach 20 Sekunden in Führung. Nach zwei ungenauen Pässen von Dirk Wallochny und Frank Mettig ließ sich Jan-Eric Arendt die Gelegenheit zum 1:0 nicht nehmen (1.). "Das kann ja durchaus noch mal passieren, wenn man noch nicht ganz drin ist im Spiel", sagt Seemann, "doch dass man dann nach zehn Minuten bereits mit 0:2 beim Tabellenletzten zurückliegt, kann ich nicht nachvollziehen." Was war passiert? Erneut gab es einen Fehlpass im Mittelfeld, diesmal von Henning Ströh, und mit ihrem zweiten Schuss erhöhten die Lütjenburger - diesmal durch Florian Stahl - auf 2:0 (11.). Die Eckernförder wähnten sich im falschen Film, doch es war bittere Realität.

Mit einem Freistoßtreffer von Timo Bamler (25.) schafften die Gäste allerdings zeitig den Anschluss und fanden danach auch etwas besser in die Begegnung hinein. In der Pause hofften die Eckernförder noch, das Spiel drehen zu können. Seemann: "Ich habe die Mannschaft noch einmal auf das Wik-Spiel hingewiesen, wo wir läuferisch und von der Zweikampfstärke überzeugt hatten. Das wollte ich auch wieder in der zweiten Hälfte sehen, um so den TSV zu Fehlern zu zwingen. Wir witterten auch deshalb unsere Chance, weil wir spürten, dass Lütjenburg körperliche Probleme hatte." Aber dennoch jubelte nach dem Wiederanpfiff als erstes wieder das Schlusslicht. Nach einem Freistoß hatte die Eckernförder Abwehr den Ball so unglücklich abgefälscht, dass dieser zum frei im Strafraum stehenden Marcel Hentschel prallte, der keine Probleme hatte, um auf 3:1 zu erhöhen (70.). Die Eckernförder gaben sich aber noch nicht auf und erzielten durch den für Tim Schikorr eingewechselten Danny Goos den erneuten Anschlusstreffer (70.). Doch die Hoffnung der Gäste auf einen Sieg oder zumindest ein Remis währten keine 60 Sekunden, denn gleich mit dem nächsten Angriff stellten die Lütjenburger mit dem 4:2 (71.), nachdem Jörn Radke ausgerutscht war, den alten Abstand wieder her. Damit war die Gegenwehr der Gäste gebrochen.

"Eigentlich hatte ich vor dem Spiel ein gutes Gefühl gehabt, doch nach diesen beiden schlechten Halbzeiten müssen wir die Saison nun mit Anstand zu Ende spielen. Nach oben geht nun sicherlich nichts mehr, und nach unten hoffentlich auch nichts mehr", bilanziert Seemann. "So eine Leistung möchte ich in den verbleibenden Spielen aber nicht mehr sehen. So etwas kann ich nicht akzeptieren." Zu allem Überfluss ist der ESV nach dieser Niederlage auch wieder - übrigens gemeinsam mit den Lütjenburgern - das Team, das mit 35 Treffern aus 25 Partien über die harmloseste Offensive der Verbandsliga verfügt.

TSV Lütjenburg: Ginnut - Comes, Vicari, Helms (79. Müller), Hentschel - Grünau (46. Cordts), Krasniqui, Schümann, Zanden - Arendt (73. Schacht), Stahl.

Eckernförder SV: Langeberg - Radke, Ströh, Mettig, Medler (64. Kranz) - Bamler, Wallochny, Smit (64. Gerlach), Meggers - Schikorr (59. Goos), Buchholz.

SR: Bock (Leezener SC)

Zuschauer: 55

Tore: 1:0 Arendt (1.), 2:0 Stahl (11.), 2:1 Bamler (25.), 3:1 Hentschel (58.), 3:2 Goos (70.), 4:2 Zander (71.).

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