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3. Handball-Liga : Zwei Punkte und 900 Kilometer im Bus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Handball-Liga Nord der Frauen siegte die HG OKT zunächst mit 30:26 in Travemünde, ehe es tags darauf eine 21:24-Niederlage in Oldenburg setzt.

Owschlag | Zwei Spiele in zwei Tagen, 900 Kilometer Busfahrt und am Ende einen Sieg in Travemünde und eine Niederlage in Oldenburg: So lautet die Bilanz der HG OKT in der 3. Handball-Liga der Frauen.

TSV von 1860 Travemünde – HG OKT           26:30 (13:16)

Statt vorzulegen, wie es einer Mannschaft im oberen Tabellendrittel gebührt, liefen die Gäste bis zur 20. Minute einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Rafaela Steffek und Petra Janeckova hielten ihre Mannschaft zwar durch erfolgreiche Gegenstöße im Spiel, eine Mannschaftsleistung stellte sich bis dahin aber nicht ein. Das OKT-Spiel war geprägt von Einzelaktionen. Die Startaufstellung mit Katrin Rohwer auf Rückraum-Mitte zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Hansen reagierte und besetzte die Position mit Kristin Machau neu. Das stach. Von nun an war es vor allem Franziska Peters, die nach Belieben traf.

Auch nach der Pause diktierte die HG OKT das Spiel. Auch eine Verletzung, die sich Peters gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts zuzog und die Disqualifikation von Katrin Rohwer nach drei Zeitstrafen (40.) unterbrach den Spielfluss nicht. „Leider fiel das Endergebnis etwas zu niedrig aus. Wir waren ab der 20. Minute gestützt durch unseren guten Rückraum die dominierende Mannschaft und haben eine phasenweise ordentliche Mannschaftsleistung gezeigt. Trotzdem wechselten sich Licht und Schatten ab. Meine Mannschaft hat einen tollen Kampfgeist gezeigt“, sagt HG-Trainer Vagn Hansen. TSV Travemünde Coach, Olaf Schimpf, geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Bis auf Sophie Hartstock konnten die Kinder nicht ihre Normalform abrufen. Der OKT-Rückraum, gelenkt durch Kristin Machau, machte heute den Unterschied.“

Der in Travemünde unter den Zuschauern weilende neue OKT-Coach, Olaf Keck zeigt sich beeindruckt. „Mir hat die Einstellung, trotz der Anlaufschwierigkeiten mit hohem Aufwand weiter zu arbeiten, gefallen. Dazu passt auch die aufwändige und gute Abwehrarbeit.“

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers (1), K. Rohwer , Steffek (7), Greinke , Pahl , Linke (1), Peters (11/4), H. Rohwer (2), Machau (6), Janeckova (3)


VfL Oldenburg II – HG OKT            24:21 (10:9)

Neben der hohen Vorbelastung vom Spiel tags zuvor in Travemünde, musste die HG OKT auch auf Rückraumspielerin Franziska Peters verzichten, die durch den HG-Vorstand in die zweite Mannschaft berufen wurde, für die es um den Klassenerhalt in der Oberliga geht. Somit reiste die erste Mannschaft mit nur drei Rückraumspielerinnen nach Oldenburg.

Bis zur Pause konnte das Hansen-Team den Spielverlauf offen gestalten. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht. Auf Seiten der Gäste stand mit Femke Lobstaedt ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Nur der immer wieder durch Auflösen und Kreuzen zum Wurf gebrachte Oldenburger Rückraum stellte die HG-Abwehr vor Probleme. Die Gastgeberinnen konnten aufgrund ihrer unkonzentrierten Chancenverwertungen allerdings kein entscheidendes Kapital daraus schlagen. Auch HG OKT hatte Probleme, die überragende VfL-Torfrau Madita Kohorst zu überwinden. Sie hat zur nächsten Saison einen Vertrag in der ersten Bundesliga-Mannschaft erhalten. Mit einem 10:9 für Oldenburg ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff hatten die Gäste Probleme, den Kräfteverschleiß zu kompensieren. Hansen hatte auf den entscheidenden Rückraumpositionen keine Alternativen. Nachdem mit Kristin Machau verletzungsbedingt eine weitere Rückraumspielerin ausfiel (43.), sah alles nach einem Desaster für die HG OKT aus. Doch weit gefehlt. Die Mannschaft zeigte Moral und Hansen Fingerspitzengefühl. Er sorgte mit seiner Abwehrumstellung auf eine Dreier-Manndeckung für einen gelungenen Schachzug. Seine Mannschaft verkürzte nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand durch Treffer von Petra Janeckova, Svenja Pahl und Caja Lübker auf zwei Tore (55.). Doch zu mehr reichte es nicht mehr. „Wir hatten bedingt durch unseren ausgedünnten Rückraumkader keine Alternativen. Meiner Mannschaft zolle ich höchsten Respekt. Es tut mir leid, dass Kristins Verletzung aufgrund der hohen Belastung wieder aufgebrochen ist“, ist Hansen stolz auf seine Mannschaft. Seiner Torfrau Femke Lobstaedt bescheinigt er „eine tolle Leistung“. Oldenburgs Trainerin Alexandra Hansel sieht ihre stabile Abwehr als spielentscheidend.

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers (1), K. Rohwer (2) , Steffek (4/1), Pahl (4), Linke, H. Rohwer, Machau (4), Lübker (1), Janeckova (5), Seidel (nur bei einem 7-m eingesetzt)

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erstellt am 11.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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