Zu Gast bei den Messis von morgen: UF Eckernförde besucht den FC Barcelona

Gemeinsames Gruppenfoto mit dem Team des FC Barcelona: Die Spieler von Eckernförde UF mit (stehend, v.l.) Nils Wölki, Lauritz Molt, Til Kurkotow, Max Baumgärtel, Marek Kumstel, Felix Knuth, Bjaren Thiesen, Yannick Meister, Lennart Roß, Ruben Drosten, Barne Pernot, Felix Beirow, Kai Griese, Finn-Luca Wünsch sowie den beiden UF 99er-Torhütern (Unten, Mitte, v.l.)  Max Mikael Gauglitz und  Finn Kornath.
Gemeinsames Gruppenfoto mit dem Team des FC Barcelona: Die Spieler von Eckernförde UF mit (stehend, v.l.) Nils Wölki, Lauritz Molt, Til Kurkotow, Max Baumgärtel, Marek Kumstel, Felix Knuth, Bjaren Thiesen, Yannick Meister, Lennart Roß, Ruben Drosten, Barne Pernot, Felix Beirow, Kai Griese, Finn-Luca Wünsch sowie den beiden UF 99er-Torhütern (Unten, Mitte, v.l.) Max Mikael Gauglitz und Finn Kornath.

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23. April 2012, 03:59 Uhr

Barcelona | "Dass, was wir erleben durften ist sicher der Traum eines jeden Jugendfußballers", sagt Teammanger Matthias Gauglitz von Eckernförde UF. "Erst ein Stadion- und Museumsbesuch beim FC Barcelona und dann noch ein Spiel gegen den U13-Barca-Nachwuchs. Es war ein wirklich tolles Wochenende!"

46 Spieler und Eltern wurden mit dem Bus eingesammelt und zum Flughafen Lübeck gebracht. Nach zweieinhalb Stunden Flug landete das Team in der spanischen Großstandt. Und gleich ging es mit U- und S-Bahn zum Stadion des FC Barcelona, dem berühmten Camp Nou mit angeschlossenem Vereinsmuseum.

Die jungen UF99er waren in der Umkleidekabine von Messi, gingen den Weg der Mannschaften zum Rasen entlang, vorbei an der keinen Kapelle für den letzten Beistand vor dem Spiel und besuchten die Reporterkabinen hoch oben im über 100 000 Zuschauer fassenden Stadion. Die Eckernförder durften dabei sogar die Hand an den Champions-League-Pokal legen.

Abends ging es dann in die Innenstand, da das Youth Hostel direkt an der Ramlas lag. Für Tapas war keine Zeit, ein Burgerspezialist musste herhalten. Um halb zwölf ging es dann für die Jungs ins Bett. An Schlafen war aber kaum zu denken. Die Aufregung im Team auf den Acht-Bett-Zimmern war riesig.

Tags darauf ging es bereits um 6 Uhr wieder hoch, ein Croissant als Frühstück musste reichen. So stand der Jahrgang 1999 von Eckernförde UF um 8.15 Uhr vor dem Tor des riesigen Leistungszentrums von Barca. Allein das Wappen am Eingangstor maß etwa vier mal vier Meter. Der weitere Eindruck: Von den Wegen zwischen den 15 Plätzen konnte man essen und der Rasen war mit der Nagelschere geschnitten - und das bei strahlendem Sonnenschein. Auch das Jugendinternat lag für die weiter weg wohnenden Talente auf dem Gelände.

In die Umkleidekabinen kamen nur die Spieler und das "technical staff". Insgesamt gab es mehr Ordner als Spieler. Die Umkleidekabinen waren etwa fünfmal größer als hierzulande - natürlich mit Massagebank, innenliegenden Toiletten und Duschen.

Die UF99er zogen ihre neuen weißen Trikots über und gingen zum Aufwärmen. Was wird jetzt kommen? Wie gut ist Barca? Die Eckernförder waren 16 Jungs und als DGI Dänischer Meister mit gesundem Selbstbewusstsein ausgestattet. Sie hatten aber keine Erfahrung auf einem 11er Feld, spielten nur selten auf Kunstrasen, kaum geschlafen - und noch weniger gefrühstückt. Außerdem waren alle vom ganzen Ambiente beindruckt und aufgeregt. "Trotzdem spielen wir dieses Spiel, dieser kleine Verein aus Eckernförde", erinnert sich Gauglitz an seine Gedanken.

Als die 22 Barca-Spieler zum Aufwärmen kamen überragten die beiden Torhüter alle anderen Jungs, die durchschnittlich einen Kopf kleiner waren. Gebannt verfolgten die UF99er am Anfang des Aufwärmens die Bewegungen der Spanier.

Und Barca legte gleich richtig los. Schon am eigenen Strafraum wurde UF attackiert. Passspiel, Verschieben, Ballbehandlung und Kreativität waren eine Klasse für sich.

Beide Sturmreihen erarbeiteten sich Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Nach zwölf Minuten fiel das erste Tor für Barca. Die UF-Jungs wehrten sich vergeblich und Max Gauglitz im Tor musste sein ganzes Können zeigen. UF war aber dem Anfangsschwung nicht gewachsen. Mit 5:0 für Barca ging es nach 35 Minuten in die Pause.

Danach wurde die Abwehr um Finn Kornath, Lauritz Molt, Max Baumgärtel, Kai Gries und Barne Pernot auf den Gegner eingestellt. Jetzt kam UF mehrfach gefährlich vor das Barca-Tor. In der 40. Minute rettete der Pfosten für den schon geschlagenen Torwart nach einem Schuss von Yannick Meister, aber in der 45. Minute war es dann soweit: Marek Kumstel setzte sich gegen drei Spanier durch und brachte den Ball im Barca-Tor unter. Diese Halbzeit ging nur 1:2 verloren und Barca gelang kein Tor mehr aus dem Spiel heraus.

Die Eckernförder hatten sich den Respekt des FC Barcelona verdient, wie der Verantwortliche des Leistungszentrums mit einem "Congratulation!" zum Ausdruck brachte, als er jedem Spieler nach einem Wimpel auch noch einen Barca-Anstecker überreichte.

"Wir haben uns teuer gegen eine der weltbesten Jugendmannschaften verkauft, ich bin richtig stolz auf meine Jungs. Dieses Erlebnis wird sicher keiner vergessen. Die kleinen Geschenke von Barca an jeden, werden die Jungs sicher für Ihre Enkel aufbewahren", vermutet Matthias Gauglitz.

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