3. Handball-Liga : „Wölfe“ mit zähem Arbeitssieg

Jonas Ottsen (TSV Altenholz) ist an Stefanos Michailidis (Hannover Burgwede) vorbei gezogen.
Jonas Ottsen (TSV Altenholz) ist an Stefanos Michailidis (Hannover Burgwede) vorbei gezogen.

In der 3. Handball-Liga der Männer kam der TSV Altenholz zum 35:24-Heimerfolg gegen Hannover-Burgwedel. Nächste Woche steht das Topspiel gegen den HSV Hamburg an.

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05. Februar 2018, 06:04 Uhr

Der TSV Altenholz ist für den Ligagipfel am kommenden Freitag gerüstet. Die zeitweise zähflüssige Auseinandersetzung gegen Hannover-Burgwedel diente den Drittliga-Handballern lediglich als eine wettkampf-orientierte Trainingseinheit. Vor nur 300 Zuschauern stand nach 60 Minuten ein 35:24 (14:10)-Erfolg auf der Anzeigetafel in der Edgar-Meschkat-Halle. Die „Wölfe“ sind jetzt 16 Spiele ohne Niederlage.

Spitzenreiter Handball Sport Verein Hamburg spielte am Sonntag gegen den VfL Potsdam 33:29 und ist 14 Begegnungen ungeschlagen.

Derweil sind bereits rund 400 Karten für die Partie gegen die Hamburger an Altenholzer Fans verkauft. 230 Tickets gingen in die Hansestadt. „Wir haben noch genug Karten“, sagt TSVA-Geschäftsführer Matthias Fehrke. Das Fassungsvermögen der Halle beläuft sich auf 1100 Zuschauer.

TSVA-Trainer Mirko Baltic warf gegen die Hannoveraner die Rotationsmaschine an. „Es war wichtig, dass alle reinkommen und ich den Jungs ein gutes Gefühl geben konnte“, sagt der Coach. Der starke Rückraumspieler Michael Nicolaisen warf bis zum 8:4 (16.) schon vier Treffer und hatte sich ein erstes Päuschen verdient.

Jobsharing hieß das Motto. Lucas Firnhaber nahm im Angriff den Platz von Ole Diringer ein, der den Abwehrpart bekleidete. Malte Voigt löste auf Linksaußen Malte Abelmann-Brockmann ab. „Wir hatten schon den kommenden Freitag im Hinterkopf, obwohl der Trainer uns auf das Spiel gegen Hannover eingestimmt hat“, sagt Voigt. Dazu gab es ein Wechselspiel zwischen Kjell Köpke („Ich fand die Partie doch sehr zäh“) und Marcel Möller am Kreis. Im Rückraum zogen Jonas Ottsen und der sehr gewandte Alexander Williams abwechselnd oder in Kombination die Fäden.

Natürlich blieben Fehlversuche nicht aus. Als die Hannoveraner entweder in der Unterzahl oder zum Zwecke der Überzahl auf ihren guten Torhüter Patrik Anders verzichteten, kam die Altenholzer „Gegenstoßmaschine“ in Schwung. Auffällig: Der Ball wurde nicht blind aufs leere Tor geworfen, sondern mit einem oder zwei Pässen transportiert, ehe der Schütze sicher Maß nehmen konnte. Nutznießer waren Thies Bergemann oder später Abelmann-Brockmann. Einmal grätschte Anders spektakulär einen weiten Wurf von Ottsen (29.) kurz vor der Linie weg. Die Phase nach der Pause zwischen dem 17:14 (36.) und 27:16 gingen als zehn perfekte Minuten (nur ein Fehlversuch) in das Spielprotokoll ein.

Dabei zeichnete sich Schlussmann Tom Landgraf mehrfach aus. Der 21-Jährige hatte sich gut auf die Wurfbilder Artjom Antonevitchs (kein Tor) und Steffen Dunekackes (1) vorbereitet. Lediglich Florian Freitag (5, bis zur Roten Karte nach dritter Zeitstrafe, 50.) und der treffsichere Siebenmeterschütze Thomas Bergmann (7/4) waren als Lichtblicke der Gäste zu erkennen.


TSV Altenholz: Landgraf (20 Paraden) Schröder (0 P.) – Ottsen (4), Köpke (1), Boldt (1), Klotz, Voigt (6/3), Nicolaisen (7/2), Abelmann-Brockmann (3), L. Firnhaber (1), Bergemann (5), Williams (4), Diringer (2), Möller (1).

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