3. Handball-Liga : „Wölfe“ machen Titelrennen zum Zweikampf

Hier greift Weltmeister Sebastian Preiß (re.) am Ball vorbei und erwischte den Altenholzer Ole Diringer voll im Gesicht. Es gab eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe für den Spieler der HF Springe.
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Hier greift Weltmeister Sebastian Preiß (re.) am Ball vorbei und erwischte den Altenholzer Ole Diringer voll im Gesicht. Es gab eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe für den Spieler der HF Springe.

In der 3. Handball-Liga Nord der Männer feierte der TSV einen Heimsieg gegen HF Springe. Alexander Williams feierte dabei sein Comeback.

shz.de von
22. Januar 2018, 06:00 Uhr

Altenholz | Die Wucht des TSV Altenholz drückte die HF Springe an die Wand. Mit 33:28 (16:13) siegten die Drittliga-Handballer vor 350 Zuschauern in der Edgar-Meschkat-Halle und revanchierten sich für die bisher einzige Saisonniederlage. Mit dieser Pleite hat sich Springe wohl aus dem Titelrennen verabschiedet. Alles deutet auf einen Zweikampf zwischen Altenholz und dem HSV Hamburg hin.

Die Gäste hatten alles versucht. Ein Weltmeister auf der Bank, einer am Kreis und ein Vizeweltmeister im Tor sollte den „Wölfen“ die erste Heimniederlage seit dem 20. März 2016 beibringen. Mit Aufschrift „Königsklasse“ auf dem Bus warben die Gäste vergeblich um Eindruck. Von der Champions League ist der Gast weit weg.

Springes Trainer Oleg Kuleschow (Weltmeister mit Russland 1997) war nach der Partie so bedient, dass er seinen ehemaligen Mitspieler aus Magdeburger Zeiten, Christian Sprenger (Co-Trainer THW Kiel) stehen ließ. Ex-THW-Star Sebastian Preiß, Weltmeister 2007, fiel trotz drei Toren unangenehm auf. Der 36-Jährige drückte dem Altenholzer Ole Diringer die rechte Hand flach ins Gesicht (21.). „Das war eine Rote Karte“, sagt TSVA-Trainer Mirko Baltic. Sein 22-jähriger Linkshänder, der bis dahin schon dreimal getroffen hatte, war nicht zu bändigen. Preiß, der zu Anfang seiner Laufbahn (2001) ein Zweifachspielrecht beim TSVA besaß, bekam eine Zeitstrafe, Diringer spielte mit einem Nasentampon weiter.

Im Tor Springes stand der polnische Vizeweltmeister Adam Weiner, der das Duell gegen Fynn Schröder mit 13:18 Paraden klar verlor. „Schröder ist ein guter Rückhalt“, lobt Baltic. In der temporeichen Partie kämpfte die Altenholzer Abwehr, in der im Innenblock Kjell Köpke und Michael Nicolaisen eine imaginäre Mauer aufbauten, um jeden Ball. Dazu schickten beide ihre auf den Halbpositionen agierenden Mitspieler nicht zu früh in einen offensiven Clinch mit Springes Rückraum. Springe selbst suchte sein Heil oft in einer Kombination aus offensiver 6:0-, 4:2- oder 3:2:1-Formation. „Je offensiver, desto besser für uns“, so Baltic. Vor allem Jonas Ottsen war mit seiner Wucht aus der Zweiten Welle und nach dem Anstoßen kaum zu bremsen. Zwar kämpften sich die Gäste nach dem 9:14 (21.) dreimal bis auf einen Treffer heran, aber die Wölfe hatten nach kurzen Verschnaufpausen den längeren Atem.

Sonderbeifall bekam Alexander Williams, als er um 20.10 Uhr nach 344 Tagen Verletzungspause zum Ende der ersten Halbzeit wieder auf das Feld zurückkehrte. Der 21-Jährige bekam einige Kurzeinsätze im zentralen Rückraum.

TSV Altenholz: Schröder (18 Paraden), Landgraf (0 P.) – Ottsen (7), Köpke, Klotz, Voigt (1), Nicolaisen (7/3), Abelmann-Brockmann (3), L. Firnhaber (1), Bergemann (4), Williams, Diringer (6), Möller (4).

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