3. Handball-Liga : „Wölfe“ machen Kampf um Platz zwei wieder spannend

Der TSV Altenholz kassiert in Potsdam die zweite Niederlage in Serie. Trainer Mirko Baltic sagt: „Haben uns selbst bestraft“

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19. Februar 2018, 06:00 Uhr

Potsdam | Dunkle Wolken am lange hellen Altenholzer Handball-Himmel. Nach der zweiten Niederlage in Folge kann der TSV den Titel endgültig abhaken. Der Tabellenzweite beendete den Sonntagausflug vor 702 Zuschauern zum VfL Potsdam mit einer 25:28 (12:19)-Schlappe in der MBS-Arena. Während Spitzenreiter HSV Hamburg weiter siegt (27:21 beim TSV Burgdorf II) und bei jetzt sechs Punkten Vorsprung den Meisterschaftssekt kaltstellen kann, haben die „Wölfe“ dem Kampf um Platz zwei neue Spannung eingehaucht.

Verantwortlich dafür war die Endphase der ersten Halbzeit. Altenholz hatte nach dem Treffer von Jannick Boldt mit einem 3:0-Lauf auf 11:12 (23.) aufgeschlossen. Potsdam nahm eine Auszeit und rauschte mit einem 7:0-Endspurt davon. „Wir haben immer wieder falsche Entscheidungen im Angriff getroffen und uns damit selbst bestraft“, sagt TSVA-Trainer Mirko Baltic. Der Altenholzer Rückraumspieler Lucas Firnhaber, der in der kommenden Saison zum Zweitligisten TuSEM Essen wechselt, setzte den Schlusspunkt der ersten 30 Minuten.

Im Kabinengewitter entlud sich die Spannung. Die Gäste gaben nicht auf, ließen jedoch zu viele Bälle gegen Potsdams Torhüter Angelo Grunz liegen. „Wenn im Kopf eine Bremse ist, kannst du dich noch so viel vorbereiten“, ärgert sich Baltic.

Erst nach dem 20:26 (49.) schien sich die Blockade zu lösen. Drei Treffer des am Rücken gehandicapten Michael Nicolaisen und einer von Boldt brachten Altenholz in Schlagdistanz. Die Uhr zeigte noch knapp vier Minuten Restspielzeit. Das Tor von Potsdams Jan Piske und eine Zeitstrafe gegen TSVA-Abwehrspieler Tommy Fängler spielte den Hausherren in die Karten. Der letzte von vier Firnhaber-Treffern zweieinhalb Minuten vor dem Ende kam zu spät.

Die Gelb-Schwarzen haben als Zweiter nur noch drei Punkte Vorsprung vor den Verfolgern HF Springe und den Mecklenburger Stieren. „Wir wollen diesen Platz unbedingt halten“, sagt TSVA-Geschäftsführer Matthias Fehrke. Rang zwei könnte von Bedeutung sein, wenn über eine Aufstiegsrelegation zusätzliche Plätze für die 2. Liga ausgespielt würden. „Sollte sich diese Chance ergeben, wollen wir es wagen“, sagt Fehrke. Der Klub hat die Bewerbungsunterlagen zusammengestellt und muss diese bis zum 1. März einreichen. Es fehlt allerdings noch die letztlich entscheidende Zustimmung der Gesellschafter, die in naher Zukunft fallen müsste.

TSV Altenholz: Landgraf, Schröder – Fängler, Ottsen (3), Köpke (1), Boldt (7/3), Voigt (2), Nicolaisen (5), Abelmann-Brockmann (1), L. Firnhaber (4), Bergemann, Williams, Diringer, Möller (2).

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