3. Handball-Liga : Wölfe-Coach Baltic: „Wir spielen spektakulär“

Erklärer und Zuhörer: Der Alltenholzer Trainer Mirko Baltic (re.) im Coaching mit seinem Schützling Lucas Firnhaber. Die „Wölfe“ stehen nach 14 Spielen auf Platz 2.
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Erklärer und Zuhörer: Der Alltenholzer Trainer Mirko Baltic (re.) im Coaching mit seinem Schützling Lucas Firnhaber. Die „Wölfe“ stehen nach 14 Spielen auf Platz 2.

Der Altenholzer Trainer Mirko Baltic blickt im Interview auf ein erfolgreiches halbes Jahr als Chefcoach zurück.

shz.de von
22. Dezember 2017, 06:00 Uhr

Altenholz | Im vergangenen Sommer stieg Mirko Baltic (38) beim TSV Altenholz vom Co- zum Cheftrainer auf. Kein einfacher Job, nachdem er an der Seite von Mannhard Bech mit den „Wölfen“ zuvor Meister in der 3. Handball-Liga Nord wurde. Die EZ bat der Altenholzer Trainer zum Interview. Wie erlebte er seine erste Monate als hauptverantwortlicher Coach und was sagt er über einen möglichen Aufstieg?

Im vergangenen Jahr hatte der TSV Altenholz nach 30 Spielen acht Minuspunkte. Jetzt stehen zur Saisonhalbzeit sechs Minuspunkte auf dem Konto, was können Sie daraus für den weiteren Saisonverlauf ableiten?
Mirko Baltic: Die Liga ist viel ausgeglichener geworden durch die Hannover-Staffelung. Uns bleiben die Reisen Richtung Ostfriesland erspart, aber dafür haben sich die meisten Clubs qualitativ richtig verstärkt.

12 Spiele ist Ihre Mannschaft ungeschlagen, trotz einer besser besetzten Liga spielt der TSV Altenholz wieder um den Titel mit. Was bedeutet das?
Obwohl wir mit Sebastian Firnhaber einen echten Leistungsträger an den Bundesligisten THW Kiel abgegeben haben, sind wir von der Qualität nicht schlechter geworden. Wir sind eine stabile und homogene Mannschaft. Vor allem in der Abwehr, in der wir versuchen, die Gegner zwischen 25 und 30 Toren zu halten. Das ist uns neunmal gelungen.

Wenn die Qualität zugenommen hat, wie sehen dann die Aufstiegs-Ambitionen für 2018 aus?
Ich glaube, um Meister zu werden, muss einfach alles passen. Das wird aber nicht einfach. Mannschaften wie der Handball Sport Verein Hamburg und die HF Springe mach Druck und wollen unbedingt in die Zweite Bundesliga aufsteigen. Schließlich wird es zur kommenden Saison viel brutaler, wenn maximal drei Teams aus den vier Staffeln der Dritten Liga aufsteigen können. Sollten wir aber verletzungsfrei bleiben, sehe ich für uns gute Chancen.

Verletzungen ist genau das Stichwort. Was machen die Rekonvaleszenten?
Unsere Sorgenkinder waren Mathis Wegner, Malte Abelmann-Brockmann und Jonas Ottsen. Alexander Williams und Ferris Klotz haben nach ihren Knieoperationen noch gar nicht gespielt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir zum neuen Jahr erstmals auf alle 17 Spieler zurückgreifen können.

Sehen Sie in der Quantität die Möglichkeiten Halbzeitmeister Handball Sport Verein Hamburg noch abzufangen bzw. Springe auf Distanz zu halten oder welche Idee verfolgen Sie?
Wir haben in Springe mit dem 18:14 bis zur Halbzeit dominiert und verlieren, weil wir ein wenig an unserer Arroganz gescheitert sind, das Spiel 31:36. Bei HSV (30:29-Sieg, d. Red) haben wir gezeigt, wie man in der Alsterdorfer Sporthalle gewinnen kann. Das entscheidende werden aber die anderen Spiele sein. Gerade gegen die sogenannten Kleineren dürfen keine Punkte liegen bleiben, da müssen wir Vollgas geben.

Möglicherweise liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Edgar-Meschkat-Halle. Seit 24 Spielen haben die „Wölfe“ nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 20. März 2016 gegen den späteren Meister Dessau-Rosslauer HV mit 25:28. Was macht es den Gegnern so schwer?
Zu Hause sind immer topmotiviert. Wir haben uns geschworen, dass wir zu Hause kein Spiel verlieren wollen. Bis jetzt geht das auf. Ein Vorteil könnte es sein, dass sowohl der HSV als auch Springe zu uns nach Altenholz kommen.

Aber warum kommen nicht mehr Zuschauer nach Altenholz? Bis jetzt verfolgten 2680 Zuschauer die sieben Heimspiele, aber zum Gastspiel Ihrer Mannschaft in Hamburg kamen allein 2700 Besucher…
Wir können nicht mehr machen, als guten Sport anzubieten. Dabei geben wir uns die größte Mühe. Wir spielen meiner Meinung nach einen sehr attraktiven Handball und werfen bis auf eine Ausnahme in jedem Spiel mehr als 30 Tore. Viel mehr geht nicht, und das ist spektakulär. Wie man die Fans mobilisierten kann, weiß ich nicht, allerdings bin ich dafür nicht der richtige Ansprechpartner.

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