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Handball DHB-Pokal : „Wölfe“ achtungsvoll ausgeschieden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 1. Hauptrunde des Handball-DHB-Pokals erreichte der TSV Altenholz im Final Four das Finale gegen Bundesligist SG Flensburg-Handewitt.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Der große Handball zu Gast in Altenholz. Nur wenige Tage nach dem Testspiel gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel, gastierte mit dessem Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt eine weitere europäische Spitzenmannschaft in der gut gefüllten Edgar-Meschkat-Halle – diesmal allerdings zu zwei Pflichtspielen. Im Final-Four der 1. Hauptrunde setzten sich sowohl die Altenholzer als auch die Flensburger in ihren Halbfinals durch und ermittelten damit gestern im Finale die Mannschaft, die in die 2. Hauptrunde einzieht.

 

Halbfinals


Flensburg/Handewitt – Lüb. Schwart. 37:18 (19:11)

Im ersten Spiel des Tages machte der Erstligist aus Flensburg gegen den ambitionierten Zweitligisten aus Lübeck kurzen Prozess. Der Favorit ging das Spiel hochkonzentriert an und bog schon früh auf die Siegerstraße gegen einen überforderten VfL ein. Beste Torschützen der Flensburger waren Holger Glandorf mit acht sowie Hampus Wanne und Rasmus Lauge Schmidt mit jeweils sechs Treffern.

 

TSV Altenholz – Ba.Dormagen 38:35 (16:18)

Die Gastgeber fanden unter den Augen von ARD-Moderator Alexander Bommes, der einst für beide Mannschaften gespielt hatte, vor der Pause noch nicht das richtige Mittel gegen starke Gäste. In der Halbzeitpause schien TSV-Trainer Mirko Baltic dann aber offenbar die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Seitenwechsel waren die „Wölfe“ in diesem Drittliga-Duell das überlegene Team und sorgten mit ihrem Sieg für den Finaleinzug gegen den Erstligisten. „Das war ein hartes Spiel gegen eine ganz starke Dormagener Mannschaft, die zu recht als Top-Favorit in der West-Staffel gehandelt wird“, sagt Baltic. „Ich denke, die entscheidende Szene war der Ausgleich zum 30:30 durch den Siebenmeter von Marcel Möller. Davor haben wir immer knapp zurück gelegen. Nach dem Tor hatten unsere Gäste einen kleinen Einbruch, den wir nutzen konnten und von da an unsere Führung nicht mehr abgegeben haben. Jetzt freuen wir uns auf das Finale, das wollen wir genießen. Nur gegen solche Top-Mannschaften kann man dazu lernen. Erst der THW, dann die SG Flensburg – das hat schon fast Champions-League-Charakter...“

TSV Altenholz: Schröder, Landgraf – Wegner (9/2), Ottsen (8), Möller (7), Abelmann-Brockmann (5), Bergemann (5), Reinert (2), Köpke (1), Fängler, Voigt, Nicolaisen.

 

Finale


TSV Altenholz – Flensb.-Hand.  25:36 (11:21)

Das Traumfinale war für alle Altenholzer etwas Besonderes – für ein Duo aber ganz speziell, denn mit Michael Nicolaisen und Malte Voigt stehen zwei Spieler in den Altenholzer Reihen, die bei der SG bereits Profi-Luft geschnuppert haben. Auch Jonas Ottsen und Marcel Möller stammen aus dem Nachwuchs des Bundesligisten.

Zu Beginn verzweifelten die Gastgeber an den starken Paraden von SG-Torhüter Mattias Andersson, so dass die Gäste auf 6:1 (7.) davon ziehen konnten. Danach konnten die „Wölfe“ die Partie bis zum 6:10 ausgeglichener gestalten, ehe die SG bis zur Halbzeitsirene auf 21:11 davon zog. Nach dem Kantersieg im ersten Spiel unterstrichen die Nordlichter damit eindrucksvoll ihre Favoritenrolle im „Feindesland“ vor den Toren Kiels. Baltic versuchte es kurz nach dem Wechsel mit einem Torhüter-Tausch, Tom Landgraf kam für Fynn Schröder, doch der erhoffte Erfolg in Form eines kleiner werdenden Rückstands blieb aus. Die Statistik der abgewehrten Bälle sprach am Ende mit 40 zu 17 Prozent eine deutliche Sprache zu Gunsten der Flensburger. Allerdings wuchs auch der Vorsprung der Gäste nicht weiter an, so dass die Gastgeber mit der 25:36-Niederlage am Ende gut leben konnten.

„Wölfe“-Coach Mirko Baltic war mit der Leistung seines Teams „sehr zufrieden. Die zweite Hälfte haben wir nur mit einem Tor verloren. Wir hatten zu Beginn wohl etwas zu viel Respekt vor Mattias Andersson, der allerdings auch einen ganz starken Tag erwischt hat. Ich bin aber auch mit unseren Keepern zufrieden. Schön, dass mein Trainerkollege Maik Machulla mir zu den Top-Jungs gratuliert hat. Das freut uns natürlich sehr. Jetzt müssen wir darauf achten, dass wir nach diesen Highlights schnell wieder auf den Ligastart umschwenken, denn auch die Mecklenburger Stiere Schwerin verfügen über ein starkes Team.“

TSV Altenholz: Schröder (5 Paraden), Landgraf (5 Paraden) – Fängler (3), Ottsen (1), Köpke (3), Wegner (5/3), Voigt (2), Nicolaisen (4), Abelmann-Brockmann (2), Reinert (2), Bergemann (3), Diringer, Möller
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16/2 Paraden), Lind (3 Paraden, ab 49.) – Karlsson, Glandorf (5), Mogensen (5), Svan (4), Wanne (7), Jeppsson (2), Steinhauser (1), Heinl (2), Zachariassen (1), Toft Hansen (1), Gottfridsson (1), Lauge (3/1), Mahé (3), Rød (1)
Rote Karte: Zachariassen (56., dritte Zeitstrafe; SG Fle-Ha)

Zuschauer: 800.


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