„Wir haben miserabel gespielt“

Imke Seidel (6 Tore) gg Svenja Pahl (re)
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Imke Seidel (6 Tore) gg Svenja Pahl (re)

3. Handball-Liga der Frauen: OKT-Trainer Sebastian Schräbler im letzten Heimspiel unzufrieden nach 19:22 gegen Jörl Viöl

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16. April 2018, 06:00 Uhr

Wie schnell sich die Dinge ändern. Vor einigen Wochen noch stand die HG OKT kurz davor, der neue Tabellenführer der 3. Handball-Liga zu werden. Noch vorgestern hätte sie mit einem Sieg gegen die HSG Jörl DE Viöl um Platz drei mitspielen können und heute ist sie von allem weit entfernt. Das letzte Heimspiel der Saison ging mit 19:22 (9:10) verloren. Damit steht der sechste Platz aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen den Frankfurter HC als Endergebnis bereits eine Woche vor dem Saisonende fest.

Dass die Niederlage verdient war, sieht auch Trainer Sebastian Schräbler so: „Wir haben miserabel gespielt, das war unsere vielleicht schlechteste Saisonleistung im spielerischen Bereich.“ Eigentlich war der Plan ein anderer, nämlich die altgedienten Spielerinnen Alke Trceziok und Anita Ewert mit einem Sieg in ihrem letzten Heimspiel zu verabschieden. „Das war in den Hinterköpfen und hat für einige Übermotivation gesorgt“, glaubt Schräbler. Und natürlich waren vor allem bei den Spielerinnen und Verantwortlichen auch noch die die Ereignisse der letzten Jahre präsent. Mehrere der Jörler Spielerinnen hatten bei der HSG Kropp/Tetenhusen gespielt und sich en Bloc verabschiedet, als die Fusion mit dem TSV Owschlag anstand. Das erschwerte die Planung für die neue HG OKT damals sehr. „Das schwingt sicherlich noch bei vielen mit, was ein weiterer Grund war, dass wir das Derby gern gewinnen wollten“, sagt Schräbler. Allerdings fehlte zum Sieg eine bessere Angriffsleistung, denn 19 Tore sind für dieses Vorhaben zu wenig. „Es war ein Fehlerfestival, man hätte meinen können, dass es um den Abstieg ging“, stellt Schräbler fest. Auf beiden Seiten hatten vor allem die Rückraumspielerinnen ihre Mühe, ins Spiel zu finden. Rebecca Voigt im Jörler und Sophie Fasold im OKT-Tor waren zudem sehr gut aufgelegt und verhinderten viele Treffer. „Mit Sophie und der Abwehr war ich sehr zufrieden“, lobt Schräbler. Beim 11:11 stand es letztmals Remis, danach setzte sich der Gast routiniert ab.

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Ewert (2/2), Seidel (6/2), Trceziok, Rohwer (4), Fimmen (1), Greinke, Völzke, Peters (5), Haudrup (1), Lübker, Jörgensen.


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