Handball-Oberliga : Vorentscheidendes Kellerduell

Die Altenholzer Führungsspielerin Marieke Most (am Ball) wird gegen Holstein Kiel/Kronshagen klug die Abwehr stellen müssen, um den gefährlichen HSG-Rückraum in Schach zu halten.
Die Altenholzer Führungsspielerin Marieke Most (am Ball) wird gegen Holstein Kiel/Kronshagen klug die Abwehr stellen müssen, um den gefährlichen HSG-Rückraum in Schach zu halten.

Die HG OKT II fährt zum Abstiegsgipfel nach Hamburg, während der TSV Altenholz selbstbewusst ins Derby gegen Holstein Kiel/Krosnhagen gehen kann.

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03. März 2018, 06:00 Uhr

In der Handball-Oberliga der Frauen steht am Sonntag ein echtes Kellerduell an. Der Tabellenletzte, die SG Niendorf/Wandsetal, empfängt den Vorletzten HG OKT II. Da mindestens drei Teams absteigen werden, reicht ein Blick auf die Tabelle, um zu wissen, dass beide Mannschaften zwingend einen Sieg benötigen. Stellt sich die Frage, welches Team mit dem Druck besser umgehen kann. Abstiegssorgen haben die Altenholzerinnen nicht, dafür freuen sie sich auf das Derby gegen Holstein Kiel/Kronshagen.

TSV Altenholz – H. Kiel/Kron.  Sbd., 17 Uhr

„Der Sieg zuletzt gegen Ellerbek kam auch in Hinblick auf das Derby gerade zu richtigen Zeit“, sagt der Altenholzer Trainer Henning Berger. Seine Spielerinnen dürften sich nach dem 12-Tore-Erfolg gegen den TSV Ellerbek eine große Portion Selbstvertrauen zurückgeholt haben. Zudem sieht es auch personell ganz gut aus, auch der Engpass auf der Torhüterposition ist vorbei. Jana Dibbern und Jessica Krass werden gegen die HSG auf dem Spielbericht stehen – und auf sie kommt es unter anderem an. Berger: „Im Hinspiel hat Kronshagen auch deshalb gewonnen, weil sie eine deutlich bessere Torhüter-Leistung hatten. Das muss heute anderes sein.“ Allerdings sind einige Geschosse aus dem Rückraum zu erwarten, denn die Gäste kommen mit extrem stark besetzten Halbpositionen. Sowohl Annika Heinrichsen als auch Rieka Thal wissen wo das Tor steht. Selbiges gilt auch für die großgewachsene Stefanie Pekeler, die im Hinspiel zehn Tore warf. „Wir haben uns eine Taktik zurecht gelegt, ob Holstein sie lösen kann, wird man sehen“, grinst Berger, der auf weitere Details seines Matchplanes lieber nicht eingehen will. Er ist sich sicher, dass sein Team stärker ist, als noch beim 29:35 im Hinspiel. „Wir sind zu einer Mannschaft zusammengewachsen. Der Lernfortschritt ist deutlich zu erkennen.“


SG Niend./Wandsetal – HG OKT II       So., 16 Uhr

Das Wort „Abstiegsgipfel“ hört HG-Trainerin Sünje Schütt nicht so gerne, doch auch sie weiß natürlich, was die Stunde geschlagen hat: Klappt es auch beim Tabellenletzten nicht mit einem Sieg, ist der Rückstand auf das rettende Ufer kaum noch aufzuholen. „Es wird viel darauf ankommen, wessen Abwehr besser steht. Wir werden uns darauf einstellen, dass Niendorf uns richtig anpacken wird. Da heißt es dagegen zu halten“, sagt Schütt. Dennoch fährt sie optimistisch nach Hamburg, denn die Stimmung innerhalb der OKT-Teams ist gut und sehr kollegial. „Wir werden wieder eine Mischung aus zweiter, dritter und A-Jugend-Mannschaft dabei haben. Die Unterstützung ist echt super, aber es wäre halt auch mal wichtig, dass wir uns mit Punkten belohnen.“ Die Klasse dazu hat das Team, da ist sich Schütt sicher. Im Hinspiel wurde der Tabellenletzte souverän besiegt, doch Niendorf/Wandsetal hat zuletzt ganz respektable Ergebnisse erzielt. „Sie sind in der Liga angekommen. Ich bin mir sicher, dass es ein enges Spiel wird“, sagt Schütt, die ihr Team aber auch in die Pflicht nimmt: „Wir hatten zwar auch oft nicht das nötige Glück, aber am Sonntag sind nun wirklich die Mädels gefragt.“

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