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1. Kreisliga Rendsburg-Eckernförde : Vier Spiele voller Hochspannung

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Gettorf, Jevenstedt und Waabs kämpfen um den Aufstieg. Fleckebyer Abstiegsendspiel in Lütjenwestedt.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 07:39 Uhr

Eckernförde | Der TSV Waabs kam beim Osterrönfelder TSV nicht über ein 1:1 hinaus und gibt so seine gute Ausgangslage im Titelkampf der 1. Fußball-Kreisliga aus der Hand. Nach dem sicheren Klassenerhalt spielte der Osterbyer SV befreit auf und gewann 8:1 beim Osdorfer SV. Hinter den Nachberichten der beiden Nachholspiele lesen Sie die Vorschau auf den finalen Spieltag.

Osterrönfelder TSV II -

TSV Waabs 1:1 (1:1)Nach der verschlafenen Anfangsphase übernahm der TSV Waabs die Kontrolle über die ansehnliche Partie. Umso überraschender war die Führung der Gastgeber durch Tim Kluck (21.). Doch davon ließ sich der Aufstiegsaspirant nicht beirren und erzielte postwendend den Ausgleich durch Jan-Ole Jürgensen (29.). "Zu dieser Phase ging das Unentschieden noch in Ordnung. Nach Wiederanpfiff hatten wir das Glück auf unserer Seite und einen überragenden Marius Jentsch im Tor", weiß OTSV-Betreuer Stefan Peretzke vom Chancenübergewicht der Waabser. "In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Nach dem wir am vergangenen Wochenende Gettorf geärgert haben, hatten sie heute allen Grund zur Freude über unseren Punktgewinn", sagt Pereztke.

Tore: 1:0 Kluck (21.), 1:1 Jürgensen (29.)

Osdorfer SV -

Osterbyer SV 1:8 (0:4)"Das war einfach nur peinlich wie sich die Mannschaft heute präsentiert hat!", schimpft Osdorfs Obmann Jan Klang. Trainer "Heiner" Dreilich war sogar so wütend über die Vorstellung seiner Elf, dass er nicht Stellung nehmen wollte. Dabei gestaltete sich die Anfangsphase noch ausgeglichen. "Nach dem 0:1 sind wir dann zusammengebrochen und haben uns dem Schicksal ergeben. Wir sind einfach zusammengefallen wie ein Kartenhaus", sagt Klang. So war es ein Leichtes für die befreit aufspielenden Gäste noch auf 8:1 zu erhöhen.

Tore: 0:1 Lasse Retza (10.), 0:2 Lennard Hamann (17.), 0:3 Lennard Plaga (24.), 0:4 Retza (30.), 0:5 Henrik Petersen (51.), 0:6 Retza (72.), 0:7 Marco Klay (78.), 1:7 Rene Matthies (88., FE), 1:8 Oliver Steffens (90.).Tore: 0:1 Lasse Retza (10.), 0:2 Lennard Hamann (17.), 0:3 Lennard Plaga (24.), 0:4 Retza (30.), 0:5 Henrik Petersen (51.), 0:6 Retza (72.), 0:7 Marco Klay (78.), 1:7 Rene Matthies (88., FE), 1:8 Oliver Steffens (90.).

Geht es noch spannender? Wohl kaum! Der zweite Absteiger aus der 1. Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde entscheidet sich im direkten Aufeinandertreffen zwischen dem TSV GH Lütjenwestedt und dem SV Fleckeby. Alle anderen Teams im Tabellenkeller durften sich nach der 0:2-Niederlage der Fleckebyer am Mittwoch abend beim VfR Eckernförde zurücklehnen. Karby, Audorf und Schinkel sind gerettet. An der Spitze kommt es zum Fernduell der drei verbliebenen Meisterschaftsanwärter Gettorf, Jevenstedt und Waabs. Sie alle treten gegen Mannschaften an, für die es um nichts mehr geht. Alle Spiele werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

VfR Eckernförde -

SG Felde/StampeDer VfR ist sicher Vierter, was für Trainer Marcus Koßmann ein toller Erfolg ist: "Egal wie das Spiel gegen die SG ausgeht, wir haben besser abgeschnitten, als wir es erwartet hätten."

TSV Karby -

Osterbyer SVIn dieser Partie, die durch die Fleckebyer Niederlage beim VfR ebenfalls bedeutungslos geworden ist, steht alles unter dem Motto: "Time to say goodbye." Sowohl Karbys Spielertrainer Maik Gabriel - ihn zieht es zum TSV Plön - als auch Osterbys langjähriger Coach Torsten Weiß sitzen zum letzten Mal auf der Trainerbank. "Von der Brisanz her wäre ein Endspiel gegen Osterby schön gewesen, aber natürlich sind wir auch froh, dass wir sicher die Klasse gehalten haben", sagt Gabriel.

TSV GH Lütjenwestedt -

SV FleckebyDas Endspiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. In Lütjenwestedt, bekannt für viele Zuschauer, entscheidet sich, welche Mannschaft neben Todenbüttel noch in die 2. Kreisliga runter muss. "Wir wissen worum es geht. So ein wichtiges Spiel kann zu einer Blockade führen, aber ich denke nicht, dass meinen Spielern die Knie schlottern", sagt Fleckebys Trainer Torsten Mohr, der zudem das letzte Mal auf der SVF-Trainerbank sitzen wird. Personell sieht es für die Gäste gut aus. Alle Spieler sind dabei. "Das sind gute Voraussetzungen", ist Mohr vorsichtig optimistisch. Allerdings sieht er beim TSV den Vorteil, dass sich die Mannschaft durch ihre längere Spielpause von der Kräfte raubenden Rückrunde erholen konnte. "Wir haben es mit einem Sieg selber in der Hand", sagt Mohr. Vielleicht spielt zudem die Erwartungshaltung den Fleckebyern in die Karten. In Lütjenwestedt hatte niemand vor der Saison mit einem Abstiegs endspiel gerechnet, in Fleckeby würde, so Mohr, "die Welt nicht untergehen, wenn es nicht klappt."

Gettorfer SC -

1. FC Schinkel"Wir haben gegen Schinkel etwa den neunten Matchball. Den sollten wir langsam nutzen, ansonsten ist unser Glück vielleicht aufgebraucht", sagt Gettorfs Co-Trainer Christian Schössler. Durch das 1:1 der Waabser beim OTSV II hat der GSC wieder die besten Karten im Aufstiegsrennen. Dafür ist ein Sieg gegen den 1. FC Schinkel wohl Pflicht. Doch das wird alles andere als leicht. Auch wenn Schinkel seit Dienstag gerettet ist, verspricht FC-Trainer Marco Hinz: "Wir wollen das 0:7 aus dem Hinspiel korrigieren und werden uns im Derby bestimmt nicht hängen lassen." Personell sieht es bei beiden Teams gut aus, sodass die 22 stärksten Spieler auflaufen können. Schössler: "Alle wollen in die Startelf - so gut war die Trainingsbeteiligung lange nicht mehr, wie in dieser Woche." Die Gettorfer wollen auf keinen Fall den Fehler machen, und den Gegner unterschätzen. "Das Hinspiel kann man nicht als Maßstab nehmen", weiß Schössler, der nochmal deutlich wird: "Wir wollen gewinnen und aufsteigen."

Osdorfer Sv -

TSV WaabsDie Waabser haben es nicht mehr in der eigenen Hand, denn die Tordifferenz spricht für Aufstiegskonkurrenz aus Gettorf und Jevenstedt. Zudem ist eines sicher: Die Osdorfer werden nicht noch einmal so peinlich auftreten, wie beim 1:8 gegen Osterby am Mittwoch abend. Dafür wird "Heiner" Dreilich in seinem letzten Spiel als OSV-Trainer sicher sorgen. "Ganz klar, wir haben es gegen den OTSV II verbockt. Wir werden aber alles geben, und die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt der Waabser Vorsitzende Matthias Gronwald. Der TSV reist mit einem vollen Kader nach Osdorf und wird, das verspricht Gronwald, "von der ersten Minute an Druck machen und versuchen einen deutlichen Sieg einzufahren." Die Gäste überlassen zumindest nichts dem Zufall und haben Spione in Gettorf und Jevenstedt postiert, die regelmäßig die Zwischenstände durchgeben.

TuS Jevenstedt -

SV GW TodenbüttelMeisterschaftsgedanken gibt es nach den Worten von TuS-Trainer Adrian Königsmann beim Aufsteiger keinesfalls. "Wenn es dann aber zu diesem Betriebsunfall kommt, nehmen wir das mit", scherzt Königsmann. Für ihn steht im Vordergrund, dass sich die Mannschaft mit einem Sieg verabschiedet. GW hat sich in der Rückrunde teuer verkauft, dennoch konnte der Abstieg nicht vermieden werden. Für den Absteiger ist es jetzt eine Frage der Ehre, sich auch in Jevenstedt mit einer guten Leistung zu verabschieden. "Wir werden auch in Jevenstedt mit vollem Einsatz spielen. Verschenkt wird nichts", sagt GW-Trainer Michael Knieriemen.

Die weiteren Spiele: Osterrönfelder TSV II - TSV Vineta Audorf, TuS Rotenhof - TuS Bargstedt.

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