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Tennis : Vier Punkte fehlen zum Nordliga-Aufstieg

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Tennisspieler des SV Louisenlund haben denkbar knapp den Aufstieg in die Nordliga verpasst. In Eckernförde trennte sich der SVL vom Bremer TV mit einem 3:3 nach Matches, hatte aber das schlechtere Spieleverhältnis.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Eckernförde | In der knappsten aller möglichen Entscheidungen unterlag Tennis-Mannschaftslandesmeister SV Louisenlund in der Relegation zur zweithöchsten Spielklasse Norddeutschlands zum dritten Mal in Folge. Beim 3:3 gegen den Nordwestmeister Bremer TV hatte die Internatsmannschaft bei Satzgleichheit (7:7) nach vier Einzeln und zwei Doppeln gerade einmal zehn Spiele weniger auf dem Konto als der Gegner. „Waren wir in den beiden Jahren zuvor chancenlos, so war diese Partie jederzeit auf Augenhöhe. Am Ende hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite. Keinen Vorwurf an die Mannschaft, die alles in die Waagschale geworfen hat und gegen den Favoriten ein tolles Spiel abgeliefert hat“, ist Mannschaftskapitän Alexander Simon enttäuscht ob der unglücklichen Millimeterentscheidung, aber viel mehr freut sich der Coach über die beste Saisonleistung seines Teams, das ihn vor allem in Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison optimistisch sein lässt. „Vor allem meine Jungs, die noch nie so hoch gespielt haben, dürften nach dieser Partie Selbstvertrauen gewonnen haben, auf diesem hohen Niveau in der Nordliga bestehen zu können, auch wenn es ganz schwer werden wird, die Klasse zu halten“, gewinnt Simon der knapp entgangenen Chance aber auch positive Seiten ab.

Nach der Auftaktrunde sah es dabei überhaupt nicht danach aus, dass die Gastgeber gegen den Favoriten etwas ausrichten könnten. Louisenlunds Nummer zwei, Bane Jovanovic, stand gegen den routinierten und starken Jannik Schepers beim 1:6 und 2:6 auf verlorenem Posten. Im zweiten Einzel begann Lasse Meyer gegen Rico Hesse stark, verlor Durchgang eins trotz guter Möglichkeiten aber knapp mit 4:6. Anschließend stand der Neuzugang aber ein wenig neben sich und schaffte die Wende beim 2:6 nicht mehr. 0:2 Matches und 0:4 Sätze waren kein Auftakt nach Maaß und brachten die Gastgeber frühzeitig unter gehörigen Druck. Zur Überraschung aller hielten Björn Petersen und Jan Bollmann diesem mehr als nur Stand. Bollmann schaffte gegen Alexander Kranz mit 6:4 und 6:4 den Anschluss zum 1:2. Im Spitzenspiel zeigte Petersen dann ein starkes Match. „Es war meine beste Saisonleistung. Vor allem im ersten Satz klappte alles“, so der 19-Jährige, der sich gegen den stark eingeschätzten Peter Mayer-Tischer durchsetzte (6:3, 7:6).

Das Spiel war urplötzlich wieder offen, und die Louisenlunder, die in den anschließenden Doppeln zehn Spiele aufholen mussten, sahen sich wieder voll zurück im Aufstiegsrennen. In beiden Doppeln gab es dann Spannung pur und Tennis auf höchstem Niveau. Bollmann/Meyer brachten die Heimmannschaft trotz Satzrückstands erstmals mit 3:6, 7:6 und 10:6 in Führung. Nachdem Petersen/Jovanovic den ersten Durchgang mit 3:6 verloren hatten, war klar, dass die beiden Youngster aufgrund der Konstellation die Partie gewinnen mussten. Und tatsächlich schafften sie die Wende und zwangen die Bremer nach 7:6 in den für beide Teams nun alles entscheidenden Matchtiebreak. Beim 6:5 für den SVL fehlten nur noch vier Punkte zum Aufstieg – doch Bremens Kranz wurde fortan am Netz zu einer unüberwindbaren Mauer. Am Ende hieß es 7:10 – der Aufstieg wurde verpasst.

„Bei uns haben alle eine Klasseleistung abgeliefert, nur das Glück stand uns nicht zur Seite“, zieht Simon ein positives Fazit.


SV Louisenlund – Bremer TV     3:3 (7:7; 56:66)

Björn Petersen – Peter Meyer-Tischer 6:3, 7:6; Bane Jovanovic – Jannik Schepers 1:6, 2:6; Jan Christoph Bollmann – Alexander Kranz 6:4, 6:4; Lasse Meyer – Rico Hesse 4:6, 2:6; Petersen/Jovanovic – Schepers/ Kranz 3:6, 7:6, 7:10; Bollmann/Meyer – Meyer-Tischer/Ternhorst 3:6, 7:6, 10:6.


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