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Segeln : Viel Sonne – mäßig Wind

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Knapp 200 Boote waren beim 23. Eckernförder Eichhörnchen am Start. Das Wetter forderte von den Seglern große Konzentration und Feinfühligkeit.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Sonnenöl war angesagt, als am Wochenende knapp 200 Boote das Segelgeschehen auf der Eckernförder Bucht beim 23. Eckernförder Eichhörnchen bestimmten. Mäßiger Wind mit konstanter Richtung aus Nordost sorgte für wenig Kräftezehrung, forderte von den Teilnehmern dafür aber Konzentration und Feinfühligkeit auf den zwei Regattabahnen vor dem Eckernförder Südstrand und Hemmelmark.

Nachdem sich im vergangenen Jahr die Bahnverteilung Opti-A/B und 29er/Europe bewährt hatte, profitierte davon auch in diesem Jahr wieder die Opti-A-Gruppe mit nicht all zu langem Anfahrtsweg zur Regattabahn. Kam die erste Wettfahrt bei dem Optis aufgrund von Frühstarts mit allgemeinen Rückrufen zunächst nur zögerlich in Gang, riss den Wettfahrtleitern Alva Manß und Lennart Kock recht schnell der Geduldsfaden und sie disziplinierten die jungen Segler mit der sogenannten „Black Flag“. Dies bedeutet, dass jeder, der zu früh über die Startlinie segelt, für diesen Lauf disqualifiziert wird. Drei Wettfahrten gab es am ersten Tag, die letzten Teilnehmer von Bahn A kamen erst gegen 19 Uhr wieder an Land.

Zügiger lief es auf der Seebahn bei den 29ern und Europes. Schon aufgrund der deutlich geringeren Teilnehmerzahl war die Startlinie übersichtlicher, so dass zeitraubende Gesamtrückrufe und damit verbundene Startverfahren ausblieben. Schwierig war die Entscheidung im Wettfahrtverlauf für die Teilnehmer, ob eher die Hemmelmarker- oder die seewärtige Seite des rund 45 Minuten dauernden Kurses bevorzugt werden sollte. Zumindest nach dem ersten Kreuzkurs war ein Vorteil zur ein- oder anderen Seite jedoch noch nicht zu erkennen. Um den besten Platz rangelten sich dann im Wechselspiel die Mannschaften Lamay/Willim und Stuhlemmer/Heinrich. Am Ende des ersten Wettfahrttages nach fünf Wettfahrten entschied Alica Stuhlemmer mit drei Punkten Vorsprung den Tagessieg für sich. Ähnlich verlief es bei den Europes. Hier lieferten sich Marissa Roch aus Kiel und die Dänin Anna Munch ebenfalls im Wechselspiel ein Gerangel um den ersten Platz, den am Sonnabend im Rennverlauf Roch für sich entschied.

Still war die Ostsee am Sonntagmorgen. Wind um zwei Knoten zum angekündigten Startzeitpunkt sorgte für eine Startverschiebung – Zeitpunkt unbestimmt. Erst als sich gegen Mittag thermische Winde durchsetzten, entschied Gesamtwettfahrtleiter Oliver Stormer, die Segler noch für eine letzte Wettfahrt aufs Wasser zu schicken. Sorgte dies zunächst beim Opti-Regattafeld dafür, dass die Teilnehmer mit der 4. Wettfahrt zum Streichergebnis kamen, bewirkte dies auf Bahn B allerdings, dass bei den Europes mit zwei Punkten Rückstand Marissa Roch noch auf den zweiten Platz zurückfiel. Anna Munch hatte sie überholt, und trat in die Vorjahres-Fußstapfen ihres Bruders Emil mit dem Gesamtsieg.

Wenig spektakulär war es dann bei den Opti-A am zweiten Tag. Lediglich ein kleiner Ringtausch sorgte dafür, dass Vortagssieger Finn Lennart Thun vom MSC auf Platz zwei verwiesen wurde, und Tobias Hollenbach vom Drittplatzierten zum Gesamtsieger aufstieg. Helena Wolff rutschte dabei vom 2. auf den 3. Platz. Gelungen war das Ergebnis bei den Opti-B-Seglern. Hier zeigten die schwachwindgewohnten Binnenland-Segler ihre Stärken und entschieden die ersten drei Plätze im Gesamtergebnis für sich. Ein großer Tag dürfte es für Jari Brückner vom SCE gewesen sein, kann er doch zu Hause den freigewordenen Platz des Kreismeisters 2015 (Opti-B) doch gleich wieder mit dem Kreismeisterpokal 2016 (Opti-A) belegen. Der Kreismeisterpokal Opti-B blieb auch in diesem Jahr wieder im SCE und ging in die Hand von Iven-Anton Fromm.

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