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3. Handball-Liga Frauen : Viel Lob, aber keine Punkte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Handball-Liga Nord der Frauen unterlag die HG OKT vor 200 Zuschauern im Landesderby der HSG Jörl-Doppeleiche Viöl.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Owschlag | Nichts für schwache Nerven bot sich den 200 Zuschauern beim Drittligaspiel der HG OKT im Landesderby gegen die HSG Jörl-Doppeleiche Viöl. Dabei war es eine Partie auf hohem Niveau mit allem, was ein gutes Handballspiel ausmacht: Einsatz, Klasse, Spannung bis zum Schluss, Emotionen. Am Ende standen die Gastgeberinnen aus Owschlag beim Endstand von 21:23 (11:10) mit leeren Händen da.

Das sah allerdings zu Beginn der Partie anders aus. Die HG kämpfte und spielte mit deutlich mehr Leidenschaft als die HSG und verteidigte ihren Vorsprung von 3:0 (5.) bis zum 7:4 (16.). Eingeleitet von der gut aufgelegten Sarah Jörgensen auf Rückraummitte setzten immer wieder Raphaela Steffek und Franziska Peters auf Rückraum rechts und links die nötigen Akzente. Beide erzielten zusammen 13 Tore, während sich weder Kristin Machau noch Kim Merle Köster im Rückraum der HSG in Szene setzen konnten. Eine unkonzentrierte Phase ermöglichte es dann allerdings den Gästen, durch die eingewechselte Katharina Hansen beim 7:7 (20.) und 10:10 (29.) per Siebenmeter auszugleichen. Mit Hansen verbesserte sich der Angriff auf Seiten der Gäste erheblich. Sie steuerte insgesamt zehn Tore zum späteren Sieg ihres Teams bei. Bei der HG OKT hingegen sorgte mit zunehmender Spieldauer die stark aufspielende Torfrau Femke Lobstaedt für den nötigen Rückhalt. In der ersten Hälfte der Partie versäumte es HG OKT allerdings, sich deutlicher abzusetzen. Beim Stand von 11:10 für das Keck-Team wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel agierte die HSG Jörl-DE Viöl mit deutlich mehr Leidenschaft. Gästetrainer Thomas Blasczyk hatte in der Kabine „deutliche Worte gefunden“, wie er nach dem Spiel zugab und auf eine 4:2-Abwehr umgestellt. Das brachte die HG im Angriff aus dem Konzept, sodass sie zu überhastet abschlossen und mit Gegenstößen bestraft wurden. In dieser Phase war es ein ums andere Mal wiederum OKT-Torfrau Lobstaedt, die über sich hinaus wuchs und selbst freie Würfe parierte. Ihr war es zu verdanken, dass die Gäste in dieser Spielphase nicht davon zogen.

So blieb der Ausgang der Partie bis kurz vor dem Ende spannend. Während Caja Lübker vom Kreis für die HG zum 21:21 (58.) ausglich, erzielte Sabrina Maier über Linksaußen für die Gäste in der Schlussminute die erneute Führung. Hansen traf letztlich glücklich für die HSG per Siebenmeter zum 21:23-Endstand.

Gäste-Trainer Thomas Blaszcyk zeigte sich überaus anerkennend über die sichtbare Leistungssteigerung der HG OKT gegenüber dem Hinspiel. „Man sieht die gute Arbeit von Olaf Keck deutlich. Während wir im Hinspiel noch in allen Belangen überlegen waren, war unser heutiger Sieg glücklich. Das war insgesamt ein super Drittligaspiel.“ HG-Coach Keck meint, dass ein Unentschieden gerecht gewesen wäre: „Die erste Halbzeit haben wir klar dominiert. In der zweiten hatten wir einige Probleme im Angriff. In der Abwehr konnten wir allerdings durchweg, vor allem in der Innenverteidigung überzeugen. Femke Lobstaedt im Tor war überragend. Leider haben wir es versäumt, in der ersten Halbzeit mehr Tore zu werfen. Insgesamt bin ich aber zufrieden.“


HG OKT: Katzberg, Lobstaedt – Jörgensen (2/2), Rohwer (3), Ewert, Lübker (2), Haudrup, Nissen, Peters (7/3), Steffek (6), Trceziok, Detlefsen (1).


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