Fussball-Landesliga : Verbessert, aber harmlos

Niedergeschlagen sind die Eckernförder Julian Zülsdorff (li.) und Marc Medler nach der 0:2-Niederlage in der Fußball-Landesliga Schleswig gegen den OTSV zu Boden gesunken.
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Niedergeschlagen sind die Eckernförder Julian Zülsdorff (li.) und Marc Medler nach der 0:2-Niederlage in der Fußball-Landesliga Schleswig gegen den OTSV zu Boden gesunken.

Zwei Sonntagsschüsse lassen den Osterrönfelder TSV beim ESV kurz vor Ende noch jubeln.

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19. August 2018, 20:30 Uhr

Eckernförde | Mit Florian Kuklinski und Tim Schikorr waren die torgefährlichsten Spieler beider Mannschaft der Vorsaison beim Kreisderby der Fußball-Landesliga Schleswig zwischen dem Eckernförder SV und dem Osterrönfelder TSV nur als Zuschauer dabei. Ob es mit ihnen mehr Torraumszenen gegeben hätte? Dem Gast aus Osterrönfeld wird’s egal sein, dass es nur wenige Chancen im gesamten Spiel gab, denn sie nutzten immerhin zwei davon zu einem 2:0 (0:0)-Auswärtssieg. Der ESV ist nach der dritten Niederlage in Serie auf einem Abstiegsplatz angekommen und muss sich schnell steigern.

Immerhin zeigten die Hausherren im Vergleich zum Duell gegen den Büdelsdorfer TSV eine deutlich verbesserte Leistung. Hinten raus wurde konsequent der lange Ball vermieden und auch das Zweikampfverhalten stimmte wieder. Nur, die Lehmann-Elf war nicht gewillt, es dem ESV in der Vorwärtsbewegung leicht zu machen. Beide Teams konzentrierten sich auf die eigene Defensive und vermieden das große Risiko. Einen der wenigen Fehler in beiden Abwehrreihen leisteten sich die Eckernförder Marc Medler und Franz Tuchen, die sich gegen Jean-Philipp Wagner nicht klug anstellten und den OTSV-Außenspieler aus zehn Metern frei zum Schuss kommen ließen. ESV-Torwart Marcel Weynell verhinderte jedoch den möglichen Rückstand (11.). Kurz zuvor hatte Marek Kumstel einen Schuss nach Zuspiel von Ole Altendorf weit drüber gesetzt. Es sollte die einzige Halbchance des ESV im ersten Durchgang bleiben, aber auch der OTSV wurde nicht mehr gefährlich.

Falls die Zuschauer nach der Pause auf Besserung hofften, wurden sie spätestens nach dem Freistoß vom ansonsten aber auffälligen Visvaldis Ignatans eines Besseren belehrt, der es aus über 35 Metern direkt versuchte – und Richtung Eckfahne zielte. Er sollte es später aber noch deutlich besser machen. Es dauerte lange, ehe wieder so etwas wie eine Torchance entstand: Nils Seibert flankte von links vor das OTSV-Tor, wo Altendorf jedoch knapp verpasste. Ein typisches 0:0-Spiel bog auf die Zielgerade ein, ehe sich Max Lehmann acht Minuten vor dem Ende einen Traumschuss unter die Latte zur Führung gönnte. Der ESV rannte nun an, doch ein „Sonntagsschuss“ entschied die Partie endgültig. Ignatans sah, dass Weynell weit vor seinem Tor stand und drosch das Leder aus der eigenen Hälfte im hohen Bogen über den halben Platz in die Maschen. „Wir haben zwei Traumtore geschossen und fast nichts zugelassen. Ich bin natürlich sehr zufrieden“, freut sich OTSV-Coach Lehmann über den Sieg.

Beim ESV fehlt es ganz offensichtlich an der nötigen Torgefahr. Trainer Maik Haberlag sagt: „Im letzten Drittel kommt von uns zu wenig. Wir müssen mehr Laufwege in die Tiefe anbieten. Das war zu wenig heute.“ Der Unmut der Zuschauer war durchaus hörbar zu vernehmen, denn immerhin bekamen sie nicht eine echte Torchance in einem Heimspiel zu sehen. Haberlag versucht Ruhe auszustrahlen: „Wir können jetzt nur weiter konzentriert arbeiten. Es macht keinen Sinn alles über Bord zu schmeißen.“


Eckernförder SV: Weynell – Medler, Tuchen, Jürgensen, Zülsdorff – Knittel – Kumstel (72. Seibert), Horstmann, Altendorf, Lietz (50. Behrens) – Witte (59. Carstensen).

Osterrönfelder TSV: Dembowski – A. Müller, Giese, Sopha, Cavdar – S. Müller, Lehmann – Struck (42. Dogan), Ignatans (90. Stols), Wagner – Korkmaz (70. Mosebach).

SR: Stach (FC Tarp-Oeversee).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Lehmann (82.), 0:2 Ignatans (88.).

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