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3. Handball-Liga : Vagn Hansen will die Messlatte nicht zu hoch ansetzen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT muss gleich im ersten Saisonspiel beim stark eingeschätzten TSV Nord Harrislee antreten. Trainer Hansen: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand“

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Owschlag | Die Vorfreude bei Vagn Hansen ist riesig. „Endlich geht es los“, sagt der Trainer der HG OKT mit Blick auf den Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga der Frauen am Sonnabend beim TSV Nord Harrislee (17 Uhr). Nichts ist mehr zu spüren von der anfänglichen Skepsis bei dem Dänen, der erst vor knapp dreieinhalb Monaten das Zepter bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft übernahm. „Normalerweise dauert es fünf bis sechs Monate, ehe so ein Team zusammenwächst. Doch die Integration ging schneller als ich es vermutet hatte. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand.“

Hansen stand nicht nur vor der schweren Aufgabe, aus zwei Mannschaften, die in der Vergangenheit nicht gerade viele Sympathien füreinander hegten, eine homogene Einheit zu formen, er hatte auch noch den Verlust zahlreicher Stammkräfte zu verkraften. Zudem mussten sich die Spielerinnen nicht nur untereinander akklimatisieren, sondern sich auch noch an einen neuen Trainer gewöhnen, der erst kurzfristig nach dem Absprung von Thomas Blasczyk verpflichtet worden war. „Das war für alle keine einfache Zeit“, sagt Hansen. „Aber wir haben das toll gemeistert.“

Mitentscheidend war aus Sicht des Dänen auch das Trainingslager Mitte August in Hadersleben, „wo alle noch einmal näher zusammengerückt sind.“ Doch nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich hat der Däne große Fortschritte ausgemacht, sondern auch auf dem Spielfeld. „Die Spielerinnen begreifen allmählich, was ich von ihnen will.“ Hansens Spielphilosophie ist typisch dänisch: eine auf Ballgewinn ausgerichtete offensive Abwehr und temporeiches, variables Angriffsspiel. „Das sah in den Vorbereitungsspielen teilweise schon sehr gut. Natürlich gibt es noch einige Abstimmungsprobleme in der Abwehr und auch im Angriff fehlen noch etwas die Automatismen. Aber die Spielerinnen sind sehr lernwillig und setzen das, was ich möchte, sehr schnell um. Alle Achtung.“ Lediglich die Verletzung von Jill Sievert, die sich bei einem Turnier Ende August die Schulter auskugelte und ihrem Team sicherlich noch die kommenden sechs Wochen fehlen wird, trübte die durchweg positive Vorbereitungsphase etwas. Hansen: „Jill ist eine Spielerin, die ein Spiel alleine entscheiden kann. Sie in den ersten Spielen zu ersetzen, wird nicht einfach.“ Doch nicht nur deshalb gibt sich der HG-Coach bei der Formulierung des Saisonziels vorsichtig. „Ich kenne die Liga und die Gegner noch zu wenig, um die Messlatte zu hoch anzusetzen. Außerdem befinden wir uns in einem Prozess, der längst noch nicht abgeschlossen ist. Mein Traum ist deshalb vorerst ein einstelliger Tabellenplatz. Wir warten erst einmal ab, wie die ersten Spiele laufen, dann können wir das Ziel immer noch neu formulieren.“

Ob seine Mannschaft die Qualität für höhere Aufgaben hat, wird sich bereits im ersten Saisonspiel zeigen. Zum Auftakt muss die HG beim TSV Nord Harrislee antreten, dem von der Konkurrenz einiges zugetraut wird. Hansen: „Das ist einer der schwersten Gegner überhaupt.“ Von der Leistungsstärke des Ligarivalens konnten sich die HG-Frauen bereits beim Kieler-Woche-Turnier Ende Juni ein Bild machen, als man in 25 Minuten mit 8:15 unterlag. Hansen will dem Ergebnis aber nicht allzu große Bedeutung beimessen: „Wir sind damals in erster Linie an der TSV-Torhüterin gescheitert. Morgen werden es meine Spielerinnen besser machen. Ich bin davon überzeugt, dass wir gewinnen werden – bis das Gegenteil bewiesen ist.“

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