Fussball : UF bei Jugendturnier der Superlative

Stolz über Platz 5 beim Norway Cup: Die Fußballer von Eckernförde UF.
Stolz über Platz 5 beim Norway Cup: Die Fußballer von Eckernförde UF.

A-Jugend-Fußballer scheitern beim Norway-Cup erst am späteren Turniersieger aus Brasilien.

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16. August 2018, 06:00 Uhr

„Wir möchten zum Abschluss unser Jugendzeit noch einmal zum Norway-Cup“, so das eindeutige Votum der A-Jugendlichen von Eckernförde UF gegenüber ihrem Coach Matthias Gauglitz. Zuvor hatte das Team bereits je zweimal am Gothia-Cup und Norway-Cup sowie einmal am Dana-Cup teilgenommen.

In der U19 spielten in Oslo 77 Teams um den Turniersieg – insgesamt waren etwa 2300 Mannschaften in den verschiedenen Altersklassen dabei. In der Gruppenphase ging es gegen drei norwegische Teams. Aus den vorherigen Teilnahmen kannte man die körperbetonte Spielweise der Norweger und stellte sich darauf ein. Mit Erfolg: Klebe SK wurde mit 4:0 bezwungen, danach folgte ein 1:1 gegen Bergsøy IL. Im letzten Gruppenspiel benötigte UF einen hohen Sieg, um Erster zu werden. Kongsberg IF wurde mit 6:0 überrannt und so klappte es noch mit Rang 1. Treffsicher zeigten sich die Jungs danach auch neben dem Platz, als sie auf der Anlage der Biathleten auf dem Holmenkollen ihr Können am Gewehr bewiesen.

Sportlich warteten in der Runde der letzten 16 die spielstarken Spanier von Alfaz del Pi bei Valencia. Es wurde ein hochdramatisches Match, in dem die Spanier lange mit 1:0 führten. Aber die Eckernförder steckte nie auf und drehte das Spiel noch in ein 3:1. Kurz vor Schluss verkürzte Alfaz del Pi vor den 400 Zuschauern. UF hielt Stand und den Südeuropäern ging nach Schlusspfiff teilweise ihr Temperament durch. Nach Tumulten musste sogar die Polizei auf den Platz kommen, um die Spanier zu beruhigen.

Im Achtelfinale wartete dann der in Norwegen sehr bekannte Verein Bardufoss og Omegn IF auf die Eckernförder. Das Spiel war ausgeglichen und kurz vor Schluss erzielten die Norweger das 1:1. Dabei bekam UF-Torwart Max Gauglitz einen Ellenbogen ab. Nur kurz darauf trat ihm ein Gegner auch noch auf die Hand, die später im Krankenhaus geröntgt werden musste. Gebrochen war zum Glück jedoch nichts und Gauglitz revanchierte sich auf seine ganz spezielle Art. Gleich drei Elfmeter parierte er, darunter auch den entscheidenden gegen den Norweger, der ihm auf die Hand getreten war. Da Jesse Siemonsen, Lukas Witte und Lennart Mahrt nervenstark verwandelten, zog UF ins Viertelfinale ein.

Dort warteten die brasilianische Auswahl aus Rio de Janeiro, Casas da Noruega – die bis dahin noch kein Gegentor zugelassen hatte. Die Norddeutschen mussten schnell erkennen, dass die Brasilianer genauso spielten, wie man es von ihnen erwartet. UF-Trainer Matthias Gauglitz: „Sie waren top am Ball, wendig und spielstark.“ Eine schwere Aufgabe also für seine Schützlinge, die Mitte der ersten Halbzeit mit 0:1 zurücklagen. Die Brasilianer hatten bis dahin eindeutig dominiert. In der zweiten Halbzeit spielten die Eckernförder alles oder nichts und pressten früh. Das zeigte Wirkung. Die Brasilianer gerieten unter Druck, sogar nach einer Gelb-Roten Karte gegen UF. Mit Glück und der ein oder anderen geschundenen Minute, brachten die Südamerikaner den Sieg aber über die Zeit. Dennoch gab es ein großes Lob vom gegnerischen Trainer, der zugab, dass sein Team komplett die Spielkontrolle nach der Pause verlor. „Und das obwohl ihr in Unterzahl gespielt habt“, sagte er Gauglitz, der stolz auf die deutsche Mentalität seiner Spieler verwies. Ein Wiedersehen könnte es 2019 zwischen den beiden Mannschaften geben, denn die Brasilianer luden UF nach Rio zu einem Turnier ein. „Mal sehen, ob das auch umsetzbar ist“, sagt Gauglitz.

Trotz der Niederlage waren alle stolz auf ihre Leistung, zumal die Brasilianer das Endspiel gegen ein Team aus Ghana mit 2:0 gewinnen konnten. Für Eckernförde UF wurde es am Ende der 5. Rang von 77 Teams. „Wir haben eine grandiose mannschaftliche Geschlossenheit und außergewöhnliche Einsatzbereitschaft gezeigt“, lobt Trainer Gauglitz.





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