TSV Altenholz: Ziele der Neuzugänge und Patenschaften für besseres Teamwork

Besprechung im Training: Die beiden Neuzugänge Uwe Kalski (li.) und Max Lipp (re.) sowie Lukas Stürze. Foto: schulze
Besprechung im Training: Die beiden Neuzugänge Uwe Kalski (li.) und Max Lipp (re.) sowie Lukas Stürze. Foto: schulze

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28. Juli 2011, 03:59 Uhr

altenholz | Mit Schweiß auf der Stirn stehen die Spieler um ihren Trainer Torge Greve und lauschen gebannt seinen Anweisungen. Der Coach des Handball-Drittligisten TSV Altenholz blickt seinerseits in viele neue Gesichter. Mit acht Neuzugängen und einem 16-Mann starken Kader gehen die "Wölfe" in die Saison eins nach dem unglücklichen Abstieg aus dem Handball-Unterhaus, der vor allem in der Zusammenlegung der beiden zweiten Bundesligen begründet ist. Als Tabellenelfter der vergangenen Spielzeit hatten die Altenholzer nur knapp die Qualifikation für die eingleisige zweite Liga verpasst.

Nach einem wahren Aderlass - sieben Spieler verließen den TSV Altenholz, darunter Spielmacher Moritz Weltgen und die beiden Juniorennationalspieler Robert und Tom Wetzel - stehen die "Wölfe" vor einem Neuanfang. Die Leitfigur Weltgen sollen Uwe Kalski (23, HSG Varel) und Quasi-Neuzugang Mathis Wegner ersetzen, der in der vergangenen Saison nach einem komplizierten Regelwerks-Streit gesperrt wurde (wir berichteten). Zunächst einmal gilt es jedoch für die Neuen, sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Kalski: "Von der Mitspielern und dem Umfeld bin ich super aufgenommen worden. Jetzt müssen wir uns als Team aber erst einmal finden." Der Mannschaft bescheinigt der ehemalige Vareler großes Potenzial.

Ebenfalls im Rückraum Akzente setzen will Max Lipp (19), der zuletzt für die SG Flensburg-Handewitt II aktiv war und in der vergangenen Serie in der dritten Liga über hundert Mal einnetzte. "Für mich ist die größte Umstellung, in einer eigenen Wohnung zu leben. Von den Mitspielern kenne ich ja einige schon aus der Landesauswahl, so zum Beispiel Mathis Wegner."

Wegner ist auch Lipps Spieler-Pate, damit sich der Ex-Flensburger in Altenholz schnell eingewöhnt. Das Paten-Konzept mit jeweils einem Neuzugang und einem erfahrenen Spieler stammt von Trainer Greve, der jedem Neuen die Akklimatisierung erleichtern will. Während Youngster Max Lipp sein "Niveau verbessern" und mit dem Team "eine super Saison spielen" will, gilt es für den von der HG Köthen (dritte Liga) verpflichteten Torwart Nick Weber (20) zunächst einmal, eine eigene Wohnung zu finden. "Derzeit schlafe ich noch bei Sebastian Opderbeck. Der Norden ist aber nichts Neues für mich, schließlich bin ich in Greifswald geboren." Über seine Ziele ergänzt der 1,94 Meter große Blondschopf: "Die oberen zehn Plätze sind auf jeden Fall drin. Ich persönlich visiere an, Nummer eins zu werden."

Neben Kalski, Lipp und Weber komplettieren Kjell Köpke (24, KR, THW II), Patrick Starke (23, RR, THW II), Marcel Möller (21, KR, Tarp-Wanderup), Max Jacobi (18, RA, Kronshagen A-Jugend) und Jonas Fischer (22, RL, TSVA II) die Liste der Neuverpflichtungen.

Nach zwei anstrengenden Wochen im Kraft- und Ausdauerbereich begann am Montag die zweite Vorbereitungsphase. Eine Untersuchung der Laktatwerte bestätigte Greves Eindruck, dass sich sein Team in einem guten körperlichen Zustand befindet. Derzeit wird intensiv an der Abstimmung und im spielerischen Bereich gearbeitet. Zum Auftakt einer Reihe von Testspielen treten die "Wölfe" am 2. August beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau an, ehe am 3. September die neue Saison mit der Auswärtspartie bei der TS Großburgwedel beginnt.

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