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Handball-Landespokal : Traum vom Titel platzt im Halbfinale

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT verliert das Halbfinale im Handball-Final-Four gegen Ligakonkurrent TSV Nord Harrislee, setzt sich aber Sonntag im Spiel um Platz drei gegen den TSV Wattenbek mit 32:29 durch.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Im Halbfinale der als Final Four ausgetragenen Endrunde im Handball-Landespokal der Frauen unterlag die HG OKT dem TSV Nord Harrislee mit 18:26. Im Spiel um Platz 3 setzte sich das Team von Trainer Olaf Keck gegen Oberliga-Spitzenreiter TSV Wattenbek durch. Pokalsieger wurde der SV Henstedt-Ulzburg mit einem 21:20-Finalsieg gegen die Nord Harrisleerinnen.

 

Halbfinals


HG OKT – TSV Nord Harrislee       18:26 (11:11)

Das erste Pokal-Halbfinale war ein Spiel mit zwei Gesichtern. In der ersten Halbzeit hatte die HG OKT vor rund 300 Zuschauern im Schulzentrum in Henstedt-Ulzburg die größeren Spielanteile, versäumte es aber, diese auch in Tore umzusetzen. Im zweiten Abschnitt baute das Team von HG-Trainer Olaf Keck dann spielerisch deutlich ab und musste den TSV Nord-Harrislee letztlich zum Endstand ziehen lassen.

Beide Drittliga-Teams lieferten sich in der ersten Halbzeit eine spannende Partie, in die beide Teams zunächst nur schwer hinein fanden. Bis zur 10. Minute stand es durch einen verwandelten Siebenmeter von Harrislees Fenja Jensen noch 3:1 für den TSV, ehe die frischer und motivierter wirkenden OKT-Spielerinnen das Zepter in die Hand nahmen und gestützt auf eine energisch zupackende Abwehr mit Torfrau Sophie Fasold im Rücken von 5:5 (18.) auf 11:8 (28.) davonziehen konnten. Doch mit der Disqualifikation nach drei 2-Minuten-Strafen gegen Katrin Rohwer (28.) verlor das Keck-Team den Faden. Binnen zweieinhalb Minuten verspielte die HG OKT die Führung, sodass es mit einem 11:11 in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang konnte sich bis zum 16:15 (39.) keine Mannschaft absetzen. Doch mit einem verworfenen Siebenmeter von Imke Seidel wurde die Niederlage eingeläutet. Zunehmend machte sich das Fehlen der Rückraumspielerinnen Franziska Peters (Grippe) und Raphaela Steffek (beruflich verhindert) bemerkbar. Damit gingen Keck die Alternativen aus. Imke Seidel und Jill Sievert waren unter der Woche erstmalig nach längerer Krankheit und Verletzung wieder ins Training eingestiegen. Ihnen war der Trainingsrückstand noch anzumerken, obwohl sich beide mit ihren Aktionen in den Dienst der Mannschaft stellten. Ab der 40. Minute hatte die HG OKT dem TSV Nord Harrislee nichts mehr entgegen zu setzen.

„Unter der personell angespannten Situation hat HG OKT ein super Spiel abgeliefert. Wir haben das Tempo hochgehalten und das Spiel so für uns entschieden“, sagt Harrislees Trainer, „Shorty“ Herluf Linde. OKT-Coach Olaf Keck bilanziert: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit unsere Chancen gut erarbeitet. Im zweiten Abschnitt haben wir allerdings zu wenige Möglichkeiten kreiert und uns zu viele Fehlwürfe geleistet. In Anbetracht unserer personellen Situation muss ich meiner Mannschaft aber ein großes Kompliment aussprechen, weil jede Spielerin das Maximale aus sich herausgeholt hat.“

Die 18:26-Niederlage hält Keck allerdings für zu hoch. Er sieht seine taktische Vorgabe, die TSV-Spielerin Merle Carstensen über die gesamte Spielzeit in Manndeckung genommen zu haben, für richtig. Berechtigt war diese Maßnahme allemal, denn Carstensen wurde als beste Spielerin des Matches von HVSH-Geschäftsführer Gerd Adamski ausgezeichnet.

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Rohwer (1), Ewert (5), Lübker, Jörgensen (1), Haudrup (2), Nissen (1), Trceziok (2), Detlefsen (1), Seidel (5/3), Wollborn, Krück, Sievert.


SV Henstedt-Ulzburg – TSV Wattenbek      37:27 (18:17)

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drehte der Dritt- gegen den Oberligisten nach der Pause groß auf.

 

Spiel um Platz 3


HG OKT – TSV Wattenbek         32:29 (15:12)

Einen versöhnlichen Abschluss des Final-Four-Wochenendes feierte die HG mit dem Erfolg über den Oberligisten TSV Wattenbek, der aufgrund seiner 34:0 Punkte für HG-Trainer Olaf Keck ohnehin wie ein Drittligist angesehen werden muss. „Wir hatten uns gut von der Halbfinal-Niederlage erholt, da wir einige Ausfälle hatten. Wir wollten das kleine Finale unbedingt gewinnen“, berichtet Keck, dessen Mannschaft im Vergleich zum Vortag im Angriff diesmal deutlich durchschlagskräftiger war. Da auch die 6:0-Deckung sicher stand und Wattenbeks Janina Harms gut im Griff hatte, sprang diesmal ein Sieg heraus. „Für die Moral ist es häufig besser, das kleine Finale zu gewinnen statt das große Finale zu verlieren.“ Ob’s stimmt, werden die kommenden Wochen zeigen. Ein Extra-Lob verteilte Keck noch an Anita Ewert: „Was sie gezeigt hat war Sonderklasse. Sie war unsere Lebensversicherung und hatte bei ihren zehn Toren nur drei Fehlversuche.“

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Ewert (10), Seidel (4/2), Trceziok, Nissen (2), Rohwer (7), Steffek (4), Greinke (1), Detlefsen (3), Haudrup (1), Lübker, Jörgensen.

 

Finale


TSV Nord Harrislee – SV Henstedt-Ulzburg   20:21 (11:10)

Im Duell der Pokalsieger der vergangenen beiden Jahren setzte sich Gastgeber in einem spannenden Finale mit nur einem Tor Vorsprung durch.

 


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