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Handball 3. Liga Frauen : Stabilität durch Kontinuität

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Handball-Liga der Frauen hofft die HG OKT mit ihrem neuen Trainer Sebastian Schräbler auf Kontinuität und Erfolg. Er bat bereits zum Auftakttraining nach Owschlag.

Owschlag | Sebastian Schräbler, neuer Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HG OKT, hat sein erstes Training in Owschlag geleitet. Nach dem Ausscheiden von Greta Nissen (Karriereende) und Raphaela Steffek (HSG Jörl-DE Viöl), gab es mit Kreisläuferin Josefine Lüthje (HSG Holstein Kiel/ Kronshagen) und Außenspielerin Levke Rohwer (TSV Altenholz) zwei Zugänge – aber keine Neuen im Rückraum. „Dadurch kann ich keine großen Erwartungen stellen, denn das Ausscheiden von Greta und Raphaela wiegt schwer“, sagt der 34-jährige B-Lizenzinhaber.

Schräbler, der neben Sportwissenschaften auch Englisch und Psychologie studierte, trainierte bereits beim THW Kiel und seit fünf Jahren beim SV Henstedt-Ulzburg, der zuletzt Drittliga-Dritter wurde. Kontakt mit dem OKT-Vorstand hatte er schon länger. „Ich wollte meine Arbeit bei Henstedt-Ulzburg aber nicht abbrechen“, sagt Schräbler. Seine Aufgabe besteht auch darin, mannschaftsübergreifend zu trainieren und die zweite Mannschaft als Junior-Team aufzustellen. „Das wird zwei bis drei Jahre dauern. Ein guter Unterbau ist aber entscheidend“, sieht Schräbler seine Aufgaben auch darin, besonders mit den A-Jugend-Trainern Anna Heyck-Schäfer und Sünje Schütt sowie Reiner Kobs, Trainer der Zweiten, eng zusammen zu arbeiten. Unterstützung bekommt Schräbler von Torwarttrainer Torben Helmer: „Er wird zunehmend als Co-Trainer Verantwortung erhalten. Vier Augen sehen nun mal mehr.“ Geplant sind zudem Trainerausbildungen von Jugend-Übungsleitern. Einen angestrebten Tabellenplatz nennt Schräbler nicht. Am Wochenende wird die HG OKT am Kieler-Woche-Cup teilnehmen. Im Juli wird vornehmlich Kraft, Ausdauer und Athletik auf dem Trainingsprogramm stehen, während im August neben einem Trainingslager in Dänemark viele Trainingsspiele gegen höherklassige Mannschaften geplant sind. Saisonstart ist Mitte September. Auch die Gegner stehen bereits fest. SFN Vechta und der VfL Oldenburg II sind in die West-Staffel eingruppiert, die TSG Wismar. Neu im Norden sind die Aufsteiger TSV Wattenbek, VfL Stade und SV GW Schwerin sowie aus der Ost-Staffel MTV Altlandsberg und Frankfurter HC. Jens Stolley vom HG OKT-Vorstand legt nach den vergangenen zwei unruhigen Jahren besonderen Wert auf Kontinuität, „damit endlich wieder Stabilität Einzug hält. Einen besseren Tabellenplatz als in der abgelaufenen Saison wünsche ich mir aber auch“, gesteht Stolley.


Vorläufiger HG-Kader

Abgänge: Greta Nissen (Karriereende), Raphaela Steffek (HSG Jörl-DE Viöl)

Zugänge: Josefine Lüthje (HSG Holstein Kiel/Kronshagen), Levke Rohwer, TSV Altenholz

 

Tor: Sophie Fasold, Femke Lobstaedt

Rückraum: Imke Seidel, Jill Sievert, Kim-Lara Haudrup, Sarah Jörgensen, Franziska Peters – Kreis: Josefine Lüthje, Anita Ewert, Caja Lübker – Außen: Levke Rohwer, Katrin Rohwer, Alke Trceziok, Anna Detlefsen

Die zweite Saison in der 3. Handball-Liga der Frauen seit Gründung der HG OKT verlief unerwartet. Während das Team mit dem neuen Trainer Olaf Keck zu den Top-Favoriten zählte, wurde es diesen Prognosen nicht gerecht. Schon der Saisonauftakt ging mit 25:33 gegen Buxtehude II daneben. Die Saison war geprägt von einer Berg- und Talfahrt. Zu den Highlights zählten zumeist die Heimpartien. So deklassierte die HG OKT Absteiger HSG Heidmark mit 33:6 und erzielte damit den höchsten Liga-Saisonsieg überhaupt. Als besonderes Datum geht der hoch emotionale Abschied von Greta Nissen, geborene Stolley, in die Annalen ein, die nach 27 Jahren am 22.April ihre Handballkariere in Owschlag beendete.

Aus sportlicher Sicht waren die Leistungen nicht konstant genug. So kam Unruhe auf, die dazu führte, dass der Vertrag von Keck durch den HG OKT-Vorstand nicht verlängert wurde. Seit Gründung der HG entwickelt sich das Traineramt zum Schleudersitz. Während der erste Trainer Thomas Blasczyk nur ein einwöchiges Stelldichein gab, hielt der dänische Handballlehrer Vagn Hansen bis zum Saisonende 2015/16 durch. „Mit Vagn hätten wir gerne weitergearbeitet“, verrät Jens Stolley. Doch Unzufriedenheit in der Mannschaft und versäumte Gespräche führten zur Trennung. OKT schloss die Saison 2015/16 auf Platz 5 ab.

Nachfolger wurde Olaf Keck, der besonders den Nachwuchs fördern wollte. Anfang Februar erhielt er vom HG-Vorstand „völlig unerwartet“, wie er sagte, die Nachricht, dass für die nächste Saison ohne ihn geplant wird. Nach Kecks Rücktritt übernahm Torwarttrainer Torben Helmer das Zepter und führte das Team auf Rang 7.

 

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erstellt am 16.Jun.2017 | 06:00 Uhr

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