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3. Handball-Liga : Spielerisch und physisch überlegen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT setzt sich in eigener Halle locker mit 35:20 gegen den Abstiegskandidaten Rostocker HC durch. Franziska Peters gelingt dabei per Siebenmeter ihr 500. Tor für Owschlag.

In allen Bereichen überlegen präsentierte sich die HG OKT in der 3. Handball-Liga Nord der Frauen gegen den abstiegsbedrohten Rostocker HC in der Geestlandhalle in Kropp. Mit 35:20 (16:9) wurden die Gäste auf die Heimreise geschickt.

Schon von Beginn an zeigte sich, dass die viertplatzierte HG OKT den Gästen aus Rostock spielerisch und physisch überlegen war. Geführt von einer mit viel Übersicht spielenden Imke Seidel, konnte vor allem Franziska Peters an diesem Tag nicht nur die rund 100 Zuschauer überzeugen. „Sie hat nicht nur elf lupenreine Tore erzielt, sondern vor allem auch in der Abwehr durch ihre schnellen Beine dafür gesorgt, dass die Rostocker Angriffsreihen wenig zum Zuge kamen“, sind sich HG OKT-Trainer Vagn Hansen und seine Rostocker Kollegin Ute Lemmel einig.

Aber nicht nur Franziska Peters, die zudem durch einen verwandelten Siebenmeter ihr 500. Tor für Owschlag erzielte und damit auch bei der HG OKT für ein besonderes Jubiläum sorgte, auch ihre Mannschaftskolleginnen lieferten eine respektable Leistung ab, indem sie trotz der vielen spielerischen Experimente, die ihnen ihr Trainer von Beginn an abverlangte, „immer ihr Ziel fokussierten, um sich durch nichts ihren Spielfluss nehmen zu lassen“, sagt Hansen.

Die Rostockerinnen besaßen keine spielerischen Mittel, um ihr Kellerdasein in der Abstiegszone zu beenden. „Wir agierten kopflos. Uns fehlte es auf allen Positionen an der nötigen individuellen Klasse – vom Spielerischen gar nicht zu reden. Einzig unsere Torfrau, Annelie Freitag, konnte phasenweise überzeugen“, äußert sich die Gästetrainerin und ehemalige Jugend-Nationaltrainerin ernüchternd. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Maria Wurlitzer und Josephin Schulz verfügen die Rostocker Dolphins seit Januar über keinen drittligatauglichen Kader mehr, wie Lemmel betont.

Die HG-Mannschaft begann in der Abwehr mit einer 6:0-Formation und erspielte sich von Beginn an einen komfortablen Vorsprung, sodass es mit 16:9 in die Halbzeitpause ging. Als Hansen im zweiten Durchgang auf eine offene Abwehr umstellte und seinen Spielerinnen damit die Zügel lockerte, kam deutlich mehr Schwung ins Spiel der Gastgeberinnen. Die Hansen-Schützlinge wurden nicht müde und erliefen sich einen Gegenstoß nach dem anderen. Damit zogen sie bereits Mitte der zweiten Halbzeit mit 13 Toren auf und davon. Lediglich der Umstand, dass die Konzentration im Torabschluss auf Seiten der HG OKT nicht immer zufriedenstellend war, gibt Anlass zu leichter Kritik. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, gibt sich Linksaußen Katrin Rohwer selbstkritisch.

Die HG OKT gehört in dieser Form zweifellos zu den Top-Mannschaften der Liga. Spannend dürfte es dann vor allem am 12. und 13. März werden, wenn in Harrislee das Final-Four ausgetragen wird und HG OKT im Halbfinale auf den Liga-Konkurrenten Henstedt-Ulzburg trifft.

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Seidel (4), Küppers, K. Rohwer (3), Steffek (7), Pahl (3), Linke, Peters (11/4), H. Rohwer (3), Machau (2), Lübker (1), Janeckova (1).

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erstellt am 29.Feb.2016 | 06:00 Uhr

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