Karate : Sophie Schumacher: „Endlich im Finale“

Sophie Schumacher (li.) unterlag im Finale des Europa Cups ihrer deutschen Teamkameradin Anh Nguyen Ngoc im weiblichen Kata U21-Einzel. Platz 2 war dennoch ihr bisher größter Erfolg.
Sophie Schumacher (li.) unterlag im Finale des Europa Cups ihrer deutschen Teamkameradin Anh Nguyen Ngoc im weiblichen Kata U21-Einzel. Platz 2 war dennoch ihr bisher größter Erfolg.

Die Goosefelderin Sophie Schumacher erreicht beim Europa-Cup in der Disziplin Kata das U21-Finale, unterliegt dort jedoch ihrer Teamkollegin.

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21. November 2018, 10:26 Uhr

Goosefeld | Äußerst erfolgreich nahm die Goosefelder Karateka Sophie Schumacher beim alljährlichen Europa-Cup im portugiesischem Santarém, etwa 80 Kilometer nördlich von Lissabon gelegen, teil. Die 19-Jährige startete dort für das Deutsche Wado National-Team als einzige Kata-Athletin aus Schleswig-Holstein.

Schumacher trat im Kata (Kampf gegen imaginäre Gegner) in der Leistungsklasse (Senioren) und auch in der U21 an. Bei den Erwachsenen hatte die Fuji-Yama-Athletin etwas Pech, als sie in ihrem ersten Duell denkbar knapp mir 2:3-Kampfrichterstimmen Tara Wilson aus Großbritannien unterlag. Da die Britin in der folgenden Runde ebenfalls ausschied, blieb Schumacher der Einzug in die Trostrunde verwehrt. „Diesmal fehlte nicht viel um eine Runde weiter zu kommen. Ich habe gesehen, dass ich schon näher dran war, als noch im Vorjahr. Also denke ich, dass ich auch bei den Erwachsenen auf dem Podest landen kann, wenn ich so weiter mache“, bilanziert Schumacher.

Direkt im Anschluss fanden die Begegnungen der U21 statt. Hier überzeugte Schumacher die europäischen Kampfrichter und schlug in der ersten Begegnung Siria Nicoletti aus Italien mit 4:1 und Sara Vlad aus Rumänien mit 5:0. Damit stand der Einzug ins Gesamtdeutsche Finale fest, da auch die Berlinerin Anh Nguyen Ngoc ihre Kämpfe gewann. Schumacher musste sich im Duell um Gold ihrer Teamkameradin geschlagen geben, sicherte sich aber damit immerhin den Vizemeister-Titel des Wado-Europa-Cups. „Nachdem Sophie bereits in den vergangenen beiden Jahren jeweils Dritte beim Europa Cup wurde, ist die diesjährige Silbermedaille eine starke Leistung“, sagt Sophies Vater und Fuji-Yama-Trainer Karsten Schumacher. Auch Kay Schröder, der Kata-Teamtrainer, lobt: „Ein Deutsch-Deutsches Finale ist ein Zeichen von gutem Training und Überlegenheit auf internationaler Ebene. Über Sophies zweiten Platz freue ich mich richtig, da damit offensichtlich ihr Fluch der Drittplatzierten endlich gebannt ist.“ Und auch die 19-Jährige selbst freut sich über die Silbermedaille: „In erster Linie bin ich froh bei meinem vierten Start beim Europa Cup endlich das Finale erreicht zu haben. Gegen eine Teamkollegin antreten zu müssen ist noch mal eine besondere Situation. Wir haben beide unser Bestes gegeben, daher bin ich zufrieden mit meiner Leistung.“

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