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Duathlon : Simone Kohls hängt Spezialistinnen ab

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 2. Isarnhoe-Duathlon in Gettorf sorgten Sonne und Wind für eine gute Stimmung. Frank Wichmann war in unter 50 Minuten am Schnellsten. Bei den Frauen siegte eine Lokalmatadorin.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Gettorf | Viele schnelle Talente aus Schleswig-Holstein kämpften beim 2. Isarnhoe-Duathlon um Landesmeistertitel, und die erfahrenen Ausdauersportler testeten auf den Straßen des Dänischen Wohlds ihre Form. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr wurde auch die zweite Auflage des Gettorfer Ausdauermehrkampfs aus zwei Mal Laufen und Radfahren zu einem Sportfest mit 160 Aktiven.

Der Gettorf-Duathlon ist einer von derzeit nur zwei Wettkämpfen dieser Art im Lande und passte zahlreichen Triathleten aus der Region gut ins Vorbereitungsprogramm. Für die jungen Athleten, die um Landesmeistertitel der Jugend- und Schülerklassen kämpften, war das Rennen ohnehin der Höhepunkt der Frühjahrssaison. Mit mehreren starken Platzierungen zeigten die jungen Athleten aus den Klubs der Region, dass auch rund um Eckernförde erfolgreich an der Zukunft des Triathlons gearbeitet wird. Junias Groth vom ausrichtenden Triathlonverein Dänischer Wohld wurde im Rennen der Jugend B (2 km Lauf, 10 km Rad, 1 km Lauf) mit einer starken Leistung Zweiter. Jan Fuckerier vom Eckernförder MTV (Schüler B: 1 – 5 – 0,4) und Tri-DW-Talent Jesper Heinze (Schüler C: 0,4 – 2,5 – 0,4) wurden jeweils Dritte.

Im Hauptrennen (3 km Laufen, 15 km Radfahren, 3 km Laufen) bestimmten Talente und Routiniers gleichermaßen das Bild. Im Rennen der Frauen konnte allerdings eine Quereinsteigerin die Spezialistinnen hinter sich lassen. Simone Kohls vom Gettorfer TV hatte bereits im Vorjahr mit ihrem zweiten Platz angedeutet, dass sie an der Spitze mithalten kann. Nun kletterte die 35-jährige Speed-Skaterin auf heimischer Piste noch eine Stufe höher und gewann in 57:23 Minuten. Nach dem ersten Lauf lag zunächst die 15-jährige Flensburgerin Mara-Sophie Münster an der Spitze, ehe Kohls auf der Radstrecke aufdrehte. „Die windigen Bedingungen waren für mich ein kleiner Vorteil. Dann konnte ich die Kraft in den Beinen ausspielen“, erklärt die Lokalmatadorin, die nach drei von vier Radrunden an die Spitze fuhr und diese Führung auch auf der Laufstrecke nicht mehr aus der Hand gab. „Für mich steht die Vorbereitung auf die Skate-Saison im Vordergrund, aber die Triathlonveranstaltungen hier in der Region mache ich immer gern mit“, erklärt die Siegerin.

Bei den Männern waren es dagegen ein paar Routiniers der Szene, die den Sieg unter sich ausmachten. Nach dem ersten Lauf ging der Hamburger Christian Krug als erster Einzelstarter auf die Radstrecke. Auf dem Pendelkurs zwischen Gettorf und Wulfshagenerhütten traten dann zwei erfahrene Cracks kraftvoll in die Pedale. Frank Wichmann (SG Athletico Büdelsdorf) machte von der zweiten Position aus richtig Druck und musste dennoch erstaunt feststellen, dass mit Matthias Jubt vom Borener SV ein noch schnellerer Radfahrer unterwegs war. „Als er mich überholte, dachte ich, dass das ein Radspezialist aus einer Staffel ist“, wundert sich Wichmann über das Tempo seines Konkurrenten. Mit der schnellsten Radzeit des Tages setzte sich Jubt an die Spitze und fuhr kurz hinter der siegreichen Staffel des Eckernförder MTV (Philipp Grotrian/Martin Müller) als Führender der Einzelwertung in die Wechselzone. Seinen Vorsprung konnte der 43-jährige dann jedoch nur noch bis zur Hälfte der Laufstrecke verteidigen, ehe Wichmann und auch Krug an ihm vorbei rannten. Wichmann gewann schließlich in 49:59 Minuten vor Krug (50:25 Min.) und Jubt (50:39 Min.). „Im Moment bin ich gut im Saft und ich hoffe, dass das so bleibt“, erklärt der 40-jährige Sieger. Jubt konnte sich auch mit dem dritten Platz schnell anfreunden und freute sich stattdessen, dass zuvor sein Sohn Finnjas Jubt als Sieger des Rennens der Schüler D ein sehr gelungenes Duathlon-Debüt gegeben hatte. „Es lief fast alles rund, und wir haben viele zufriedene Athleten gesehen“, freute sich Mitorganisator Kai Möller.

>Alle Ergebnisse unter www.tri-dw.de


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