2. Floorball-Bundesliga : Seahawks: Derby verloren – Klasse gehalten

Stichwort Kaltschnäuzigkeit: Mattia Bohnet (li.) von den Gettorf Seahawks hat eine Torchance, scheitert aber an TSV-Torwart Namgyal Vogl (re.). Im Hintergrunf beobachtet Neuwittenbeks Jugend-Nationalspieler Tjorven Dethlefsen die Szene.
Stichwort Kaltschnäuzigkeit: Mattia Bohnet (li.) von den Gettorf Seahawks hat eine Torchance, scheitert aber an TSV-Torwart Namgyal Vogl (re.). Im Hintergrunf beobachtet Neuwittenbeks Jugend-Nationalspieler Tjorven Dethlefsen die Szene.

Die Gettorfer profitieren trotz der 3:6-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen Neuwittenbek von Schützenhilfe aus Holzbüttgen.

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13. März 2018, 06:00 Uhr

Gettorf | Jubel beim TSV Neuwittenbek. Die Blau-Weißen konnten auch das Derby-Rückspiel in der 2. Floorball-Bundesliga Nord/West gegen die Gettorf Seahawks mit 6:3 für sich entscheiden. Allzu lange mussten sich aber auch die unterlegenen Gettorfer nicht grämen, denn am selben Abend erlöste der DJK Holzbüttgen mit dem 13:3-Erfolg über den BSV Roxel letzte Abstiegssorgen bei den Seahawks.

Knapp 150 Zuschauer sahen ein erstes Drittel, das schleppend in Gang kam. Erst nach acht Minuten gelang Finn-Fabian Silbernagel das 1:0 für den TSV. Den Gettorfern bot sich aber danach die Chance auf den Ausgleich, als Neuwittenbek zwei Minuten in Unterzahl agierte. Jedoch erst, als der TSV seit drei Sekunden wieder vollzählig war, fiel der Treffer zum 1:1. In der Endphase des ersten Durchganges wurde es turbulent. Erst trafen die Blau-Weißen wieder zur Führung, doch Luca Vogel besorgte mit seinem zweiten Treffer das 2:2. „Wie es das Ergebnis auch widerspiegelt, war es ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Gettorfs Spielertrainer Yannik Sydow.


Neuwittenbek vor dem Tor kaltschnäuziger

Auch das zweite Drittel kam etwas schwer in Gang, dann verwertete Sascha Kaliebe einen Penalty zur dritten Neuwittenbeker Führung. Der leicht favorisierte TSV hatte zu diesem Zeitpunkt Feldvorteile, und so fiel auch das 2:4 (13.) nicht ganz unverdient. Die Gettorfer konnten sich aber weiterhin auf die Torgefahr von Luca Vogel verlassen, der nach einer Einzelaktion das 3:4 herstellte, das auch bis zum zweiten Drittelende Bestand hatte.

Im abschließenden Durchgang bot sich den Seahawks bei einer Überzahl die Gelegenheit zum Ausgleich, Neuwittenbek stand aber sicher und überstand die Zeitstrafe ohne Gegentor. Es entwickelte sich nun ein spannender Schlagabtausch. Doch erst in der Schlussphase der Partie fielen wieder Tore. Der TSV legte das 5:3 vor und die Gettorfer fingen sich in der Schlussminute eine Zeitstrafe zur Unzeit ein. Anstelle eines Sturmlaufs gab es das sechste Gegentor zum 3:6-Endstand. „Letztendlich hatten die Neuwittenbeker den längeren Atem und die bessere Abschlussquote“, sagt Sydow, der mit der Leistung seiner Mannschaft aber dennoch zufrieden war. „Neuwittenbek ist uns wahrscheinlich nur noch im ausnutzen der Chancen überlegen“, stellt Sydow fest. Dieser Punkt machte im Derby-Rückspiel aber den Unterschied aus. Beide Teams treffen sich in der kommenden Spielzeit zu zwei weiteren Duellen, dann können die Seahawks beweisen, dass sie den Rückstand in Sachen Kaltschnäuzigkeit aufgeholt haben.


Gettorf Seahawks: K. Müller, Hoffman-Anderson – Löffler, Kapteina, L. Vogel (3/0), Werner, Bohnet, Tellissi, T. Vogel, Schwaibold, Hansen, Y. Sydow, K. Sydow (0/2), Schönnagel, C. Müller, Abbadi, Ebert.

TSV Neuwittenbek: Vogl – Wagner (1/1), T. Dethlefsen (0/1), Giez (0/1), Charlet, Zinke, Mieloch, Silbernagel (1/1), Gebhardt, Welz, B. Dethlefsen, F. Traulsen, Fuchs (2/0), S. Traulsen, Kaliebe (2/0).


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