Schräblers Schützlinge bestehen die Nervenprobe in Oyten

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19. Februar 2018, 06:00 Uhr

Puh, das war knapp! Die Auswärtspartie der HG OKT in der 3. Handball-Liga Nord der Frauen beim TV Oyten entwickelte sich gestern Nachmittag zur Nervenprobe. Der amtierende Meister aus dem Bremer Osten, zurzeit Tabellensiebter, und der angereiste Fünfte lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwei Tore war die höchste Führung für eine Mannschaft. Am Ende gewann OKT mit 25:24 (14:14) und hat damit zumindest die Nervenstärke für das am nächsten Wochenende anstehende Final-Four-Turnier um den HSVH-Pokal trainiert.

„Es hätten gefühlt drei, vier Tore Abstand sein können, die ich uns besser fand, aber das sagt sich immer so leicht“, findet HG-Trainer Sebastian Schräbler. Ihm war schon vor der Partie klar, dass Oyten vom Angriff lebt und dort die größten Stärken hat. „Trotzdem haben wir in der Abwehr in der ersten Halbzeit den Kontakt nicht so aufbauen können. Das klappte erst nach der Pause besser“, erklärt Schräbler, dem 14 Gegentreffer bei wechselnden Führungen bis dahin zu viel waren. Danach funktionierte die Abwehr besser und dahinter verdiente sich Femke Lobstaedt, die nach 15 Minuten eingewechselt wurde, ein Lob ihres Trainers. „Sie hat wirklich sehr gut gehalten“, so Schräbler.

Trotzdem blieb es bis zum Ende spannend. Mit 23:23 (56.) begannen die Teams die letzten Minuten und Tore durch Imke Seidel und Annika Fimmen sorgten dafür, dass OKT mit 25:23 vorn lag. „Annika war sofort präsent und hat ihre Chancen verwandelt, nachdem sie 40 Minuten gesessen hat. Das war sehr wichtig“, lobt Schräbler. Zuvor hatte Katrin Rohwer auf Linksaußen einige Möglichkeiten liegengelassen, sodass er Fimmen einwechselte. Nach dem Tor von Oytens Franca Jakob (60.) musste die HG noch quälende 49 Sekunden überbrücken, die Schräbler mit einem Timeout noch verlängerte. Doch sein Team brachte den Sieg cool über die Zeit und gönnte Oyten keinen Ballbesitz mehr. „Das Ergebnis war sehr gut für das Innenleben und Selbstbewusstsein des Teams. Wir haben die Vorlage der andern genutzt“, freut sich Schräbler. Sowohl Frankfurt als auch Harrislee und Henstedt-Ulzburg hatten vorher Punkte eingebüßt, sodass die HG OKT auf alle drei Spitzenteams nur noch einen Punkt Rückstand hat. Spitzenreiter Buxtehude liegt zwei entfernt und ist ebenfalls schnell einholbar.

Damit kann die HG voll Selbstvertrauen auf das nächste Wochenende blicken. Das Ziel ist neben einem ausgeglichenen Innenleben ein neuer Pokal in der Vereinsvitrine.


HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Ewert (2), Seidel (7/3), Trceziok, Rohwer, Fimmen (3), Völzke, Peters (6), Detlefsen (2), Lüthje (4), Lübker, Jörgensen (1).

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