3. Handball-Liga : Schräbler: „Wir waren auf jeder Position schlechter“

Franziska Peters (li.) von der HG OKT war mit fünf Toren schon beste Werferin der Owschlagerinnen in Buxtehude.
Franziska Peters (li.) von der HG OKT war mit fünf Toren schon beste Werferin der Owschlagerinnen in Buxtehude.

Die HG OKT muss 20:33-Niederlage beim Tabellenführer Buxtehude II verdauen.

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12. März 2018, 06:00 Uhr

Buxtehude | Der Boden der Tatsachen kann ganz schön hart sein. Vor dem 17. Spieltag in der 3. Liga liebäugelten die Handballerinnen der HG OKT noch mit der Tabellenführung, die sie unter günstigsten Bedingungen hätten erreichen können. Doch statt auf Platz 1 zu springen, rutschten sie nach der 20:33 (8:15)-Niederlage gestern Nachmittag beim Buxtehuder SV II, der weiter Spitzenreiter ist, auf Rang 6 und haben nun schon vier Punkte Rückstand. „Jetzt müssen wir uns neue Ziele suchen. In der derzeitigen Verfassung gehören wir nicht nach oben in der 3. Liga. Das haben das Pokalspiel gegen Harrislee und die heutige Niederlage deutlich gezeigt“, stellt HG-Trainer Sebastian Schräbler sehr sachlich fest.

Gegen Buxtehude lief es bis zum 5:5 (13.) gut, doch schon zehn Minuten später war schon so gut wie alles vorbei (5:12). Einen „Negativlauf“ nannte Schräbler das und die Erklärung dafür hatte er auch parat. „Wir haben einfach zu viel verworfen und ungenaue Pässe gespielt“, kritisiert er. Buxtehude sagte Danke und startete einen Tempogegenstoß nach dem nächsten. Schon der Pausenstand von 8:15 verhieß nichts Gutes.

Zwar probierten die Gäste alles in ihrer Macht stehende, jedoch oft erfolglos. „Wir waren auf jeder Position schlechter als der Gegner. Das muss man anerkennen“, sagt Schräbler. Zu allem Überfluss verletzte sich in der ersten Halbzeit auch noch Kim-Lara Haudrup am Knie.

Als Buxtehude sich dann nach der Pause auf 20:8 (35.) absetzte war jedem klar, dass OKT aus diesem Spiel nichts mitnehmen würde – außer einer Menge Enttäuschung. „Die ist natürlich da. Es ist ärgerlich, dass wir uns in den letzten 16 Spielen so weit nach oben gearbeitet haben und nun erkennen müssen, dass es nicht reicht. Da muss die Mannschaft aber durch“, so der OKT-Coach. Bis zum Abpfiff blieb der 13-Tore-Abstand bestehen.

„Wir haben uns zu viel Druck gemacht. Gegen 40 Fehlwürfe können wir nicht anspielen. Ich sage aber deutlich, dass man dem Team keinen Vorwurf machen kann, weil es wirklich am Limit spielt. Das wird nicht von allen Seiten so erkannt, war aber schon in den letzten Spielen so. Wir sind nicht so weit weg wie es aussieht. Mit frischen Auswechselspielerinnen wäre unsere Lage sicherlich besser.“ Und was sind nun die neuen Ziele, die er sich für die letzten fünf Begegnungen setzt? Schräbler: „Wir werden schon mit Blick auf die neue Saison neue Dinge ausprobieren.“


HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Ewert, Seidel (3/1), Trceziok (2), Rohwer (3), Fimmen, Völzke (3), Peters (5), Detlefsen (1), Lüthje (2), Haudrup, Lübker (1).

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